Mütter- und Väterberaterin Barbara Wicki: «Da muss ich vor Ort sein»

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Barbara Wicki berät eine junge Familie in den provisorischen Räumlichkeiten in Reiden. Bild: Katrin Petkovic

Seit einer Woche kann Barbara Wicki wieder Eltern in Reiden beraten. Die Mütter- und Väterberatung findet neu im «Reidersäli» des Restaurants Sonne statt, da die bisher genutzten Räume im Gemeindehaus aufgrund der anhaltenden Abstandsregeln von den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung stärker ausgelastet werden.

Barbara Wicki ist seit zwei Jahren in den Wiggertaler Gemeinden als Mütter- und Vaterberaterin unterwegs. Vorher war sie 15 Jahre in der Stadt Luzern als solche tätig. Aufgrund der Coronakrise und den entsprechenden Massnahmen des Bundesrates beriet sie seit Mitte März jedoch fast ausschliesslich telefonisch. «Das war aufwändig und intensiv», sagt Wicki. Gewisse Dinge könne man telefonisch kaum klären, zum Beispiel ein Problem beim Stillen. «Da muss ich vor Ort sein.» Deshalb ist ihr Fazit für den Ausnahmezustand deutlich: «Das Telefon kann hilfreich sein, ersetzt jedoch nie eine Face-to-Face-Beratung.» 

Homeoffice war grosse Herausforderung

Das Coronavirus Covid-19 sorgte bei ihren Klientinnen und Klienten nicht für mehr Angst um ihre Säuglinge, sagt Barbara Wicki. Hingegen hätten sich Fragen rund um die Betreuung gehäuft. «Homeoffice beispielsweise ist vielerorts gelobt worden. Für junge Familien mit kleiner Wohnung ist das Büro zu Hause aber zu einer grossen Herausforderung geworden.» Die fehlende Betreuung durch die Grosseltern habe diese Situation zusätzlich erschwert. «Wer übernimmt wann die Kinderbetreuung?» – das sei dann häufig die Frage gewesen. «Problematisch war die Zeit auch für frische Eltern gewesen. Da der Mann nach der Geburt Frau und Kind nicht mehr besuchen durfte, waren viele Frauen im Wochenbett auf sich alleine gestellt und gefordert bis überfordert mit Entscheidungen und Emotionen in ihrer neuen Rolle.» Viele hätten das Spital bereits nach ein bis zwei Tagen verlassen, woraufhin zu Hause die sozialen Kontakte weiter fehlten und sie eine wichtige Anlaufstelle für die Eltern waren, sagt Wicki.

Neu ist eine Anmeldung erforderlich

«Die persönliche Beratung in Reiden läuft nun wieder langsam an.» Aufgrund anhaltender Vorsichtsmassnahmen kann sie aber weniger Beratungen durchführen, sagt Barbara Wicki. Am Donnerstagnachmittag im «Reidersäli» waren es drei Klientinnen und Klienten. Normalerweise würde Wicki während den 2½ Stunden fünf oder sechs Mütter beziehungsweise Väter beraten. Zudem würden einige Eltern zur Vorsicht nach wie vor eine telefonische Beratung vorziehen. Bis Ende Juli ist für die Dienstleitung vor Ort eine Anmeldung erforderlich.

Hinweis

Anmeldung für Mütter- und Väterberatung unter: 041 972 56 32 oder www.sobz-willisau-wiggertal.ch.

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