35-Jähriger rast mit Chevrolet Camaro mit 138 km/h durch den Boowald

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Die Kantonspolizei Aargau stellte drei Autos sicher. Der Verdacht besteht, dass die Auspuffanlagen illegal manipuliert sein könnten. Bild: kpa

Mit dem vermehrten Auftreten sogenannter «Autoposer» hat sich der Motorenlärm durch Autos und Motorraäde verschärft. Indem sie ihre leistungsstarken Autos aufdrehen und die Sportauspuffanlagen bewusst knallen lassen, fallen die mehrheitlich jungen Männer in Innenstädten und Ortschaften negativ auf. Die Kantonspolizei geht seit diesem Jahr verstärkt gegen diese Auswüchse vor. Am Samstagnachmittag führte die Kantonspolizei an der Bahnhofstrasse in Aarau eine gezielte Aktion durch. Dabei verzeigte sie einen 19-jährigen Neulenker, der mit einem Mercedes-Benz AMG (360 PS) vermeidbaren Auspufflärm verursachte. Wegen der gleichen Widerhandlung wurde der 23-jährige Lenker eines Alfa-Romeo Giulia (500 PS) verzeigt. Der BMW M3 (450 PS) eines 21-Jährigen sowie der VW Golf (250 PS) eines 29-Jährigen fielen ebenfalls durch übermässigen Lärm auf.

Da der Verdacht besteht, dass jeweils die Auspuffanlage illegal manipuliert sein könnte, stellte die Kantonspolizei beide Autos sicher. Wegen des Verdachts auf sonstige rechtswidrige Änderungen stellte die Polizei einen weiteren BMW (300 PS) sicher. Experten des Strassenverkehrsamtes werden die drei Wagen nächste Woche einer eingehenden technischen Prüfung unterziehen.

Im Boowald mit 138 km/h gemessen

Zusätzlich zur Aktion in Aarau führte die Kantonspolizei Aargau am Samstagnachmittag zwei Geschwindigkeitskontrollen mit dem Lasermessgerät durch. Beide fanden wie üblich auf Ausserortsstrecken statt, wo eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt. Die erste Kontrolle fand vom Vormittag bis in den Nachmittag hinein im Boowald zwischen Vordemwald und St. Urban statt. Auf dieser beliebten Ausflugsstrecke erfasste die Polizei einen Chevrolet Camaro mit 138 km/h. Sie stoppte den Wagen, verzeigte den 35-jährigen Lenker an die Staatsanwaltschaft und nahm ihm den Führerausweis auf der Stelle ab. Gleich erging es einem weiteren Automobilisten und einem Motorradfahrer, die mit 121 und 136 km/h gemessen worden waren. Einstweilen weiterfahren durfte ein Autofahrer, der mit 115 km/h erfasst worden war. Auch ihm droht der spätere Führerausweisentzug.

Gegen Abend verlegte die Kantonspolizei die Messstelle an die Staffelegg bei Küttigen, wo sie bereits am Freitag eine gleichartige Kontrolle durchgeführt hatte. Dort wurden bis gegen 21 Uhr zwei Motorradfahrer und zwei Automobilisten mit 114 und 115 km/h gemessen. Sie mussten den Führerausweis zwar nach der Verzeigung vor Ort nicht abgeben, müssen aber mit dem späteren Führerausweisentzug rechnen.

Zahlreiche Lärmklagen

Bei der Kantonspolizei Aargau gehen täglich Lärmklagen genervter Bürgerinnen und Bürger aus dem ganzen Kanton ein. Diese beziehen sich häufig auf die vorgenannten Autoposer, aber auch auf Motorräder und Autos, die an sonnigen Wochenenden zu Tausenden auf beliebten Ausflugsstrecken unterwegs sind. Weil Tempoexzesse und Lärm einhergehen, setzt die Kantonspolizei weiterhin auf Geschwindigkeitskontrollen mit dem Lasermessgerät. Im Rahmen der Möglichkeiten wird sie zudem weitere Aktionen und technische Kontrollen durchführen. Aufgrund gewisser Rahmenbedingungen wird die Polizei das Lärmproblem trotz aller Bemühungen nicht aus der Welt schaffen können. So hat sie keinen Einfluss auf das starke Verkehrswachstum, das sich unweigerlich auf den Freizeitverkehr mit all seinen Begleiterscheinungen auswirkt. Dazu kommt, dass bereits Neulenker leistungsstarke Wagen fahren dürfen und diese dank Leasing auch finanzieren können. Ebenso sind Motorräder aller Leistungsklassen für eine breite Bevölkerung erschwinglich geworden. Und schliesslich erlauben die geltenden Vorschriften Aufpuffanlagen und Motorsteuerungen, welche die Lärmemissionen ohne eigentlichen Nutzen erhöhen.

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Lärmpegel

Lieni
schrieb am 02.06.2020 06:33
Die geltenden Vorschriften erlauben nur Lärm bis zu einer Obergrenze. Bei Verdacht können Fahrzeuge beschlagnahmt und beim Strassenverkehrsamt geprüft werden, Meistens werden dann noch weitere unerlaubte „Tuning - Massnahmen „ festgestellt.
Diese können dann mit Führerausweisentzügen geahndet werden. So kann die Szene aufgemischt werden
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