Designierte neue Führung am Luzerner Theater gibt zu reden

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Das Luzerner Thetaer (Archivbild Keystone)

Das Luzerner Theater hat mit Stefan Vogel den Lebenspartner von Intendantin Ina Karr als neuen Betriebsdirektor eingesetzt. Wegen dieser speziellen Personalie muss die Luzerner Kantonsregierung nun Fragen über die Grundsätze der Unternehmensführung des Hauses beantworten. Mittels einer Anfrage will Kantonsrat Gaudenz Zemp (FDP) vom Regierungsrat wissen, ob er wegen dieser Konstellation Handlungsbedarf sehe, wie er gestern mitteilte.

Gemäss von ihm konsultierten Spezialisten sei die Anstellung eines Paars nämlich kaum eine Selbstverständlichkeit. Als eine solche hatte der Stiftungsrat das Engagement der beiden anlässlich der Ankündigung im Mai bezeichnet. Beide seien ausgewiesene Fachleute und seit 14 Jahren gemeinsam in den Führungsebenen deutscher Staatstheater tätig, begründete er. So auch am Staatstheater in Mainz.

Der Kanton Luzern finanziert das Theater im Rahmen des Zweckverbands Grosse Kulturbetriebe mit. Die Regierung muss nun unter anderem beantworten, ob Intendantin Karr künftig für allfällige Lohnanpassungen oder Beurteilungen ihres Partners verantwortlich sei und ob sie bei Konflikten mit ihm zuständig wäre.

Intendantin Karr löst auf die Spielzeit 2021/22 in Luzern Benedikt von Peter ab, der ans Theater Basel wechselt. Auf diesen Zeitpunkt hin gibt sich das Theater auch eine neue Führungsstruktur mit einer Geschäftsleitung und vier Direktionsbereichen.

Die Intendantin ist Vorsitzende der Geschäftsleitung. Vogel war in den letzten Monaten bereits als «Projektleiter Betriebskonzept für das Neue Luzerner Theater» tätig.

Andere Institutionen regeln die Verwandtschaftsfrage

So unproblematisch ist die Sache für Kantonsrat Gaudenz Zemp nicht. Er hat bei drei unabhängigen HR-Spezialisten nachgefragt. Auch die Personalreglemente anderer staatlich getragener Institutionen würden in eine ganz andere Richtung weisen. So hat zum Beispiel die ETH geregelt: «Zur Vermeidung von Interessenkonflikten bzw. von Dritten wahrnehmbaren möglichen Spannungsfeldern sind Angestellte (Mitarbeitende und Vorgesetzte) der ETH Zürich, die miteinander verheiratet sind oder in einer Partnerschaft leben, immer so zu beschäftigen, dass sie einander nicht unmittelbar unter- oder übergeordnet sind. (sda/ben)

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