Bypass-Projekt liegt öffentlich auf

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Verkehrsüberlastung am Luzerner Seebecken. «Bypass» und eine abgespeckte «Spange Nord» sollen die Situation entspannen. Bild: KEY

Es geht voran: Das Ausführungsprojekt für das milliardenschwere Bundesstrassenprojekt «Bypass Luzern» wird vom 8. Juni bis zum 7. Juli öffentlich aufgelegt. Der neue Autobahnabschnitt zwischen Emmen und Kriens soll zur Entlastung der Strassen in Luzern beitragen.

Im Norden von Luzern treffen bei der Verzweigung Rotsee die Verkehrsströme der Nord-Süd-Achse (A2) sowie der Achse Luzern-Zug-Zürich (A14) zusammen. Sie überlagerten sich auf der Stadtdurchfahrt mit dem regionalen und lokalen Verkehr, teilte das Bundesamt für Strassen Astra gestern mit. Mit der zu erwartenden Verkehrszunahme werde sich die Situation weiter verschärfen. Mit dem Bypass soll der Transitverkehr um die Stadt geleitet werden.

Projekt 2016 vom Bundesrat genehmigt

Die heutige Autobahn zwischen Emmen und Kriens soll künftig als Stadtautobahn genutzt werden. Das Gesamtsystem Bypass Luzern sei die beste Lösung, um den Engpass zu beseitigen, teilte das Astra mit. Das generelle Projekt für den Bypass Luzern wurde im Herbst 2016 vom Bundesrat genehmigt. Anfang 2017 wurde mit der Erarbeitung des Ausführungsprojektes begonnen, welches nun öffentlich aufgelegt wird, und zwar in den Gemeinden Rothenburg, Buchrain, Ebikon, Emmen, Luzern, Kriens, Horw und Hergiswil (Nidwalden) sowie im Bau- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern. Das Ausführungsprojekt ist im Gelände ausgesteckt und somit sichtbar. Ursprünglich hätte es schon im April öffentlich aufgelegt werden sollen, doch wurde dies wegen der Coronapandemie verschoben.

1,7-Milliarden- Franken-Projekt

Der Bau des neuen Autobahnstücks dürfte zwölf Jahre dauern und 1,7 Milliarden Franken kosten. Der Bypass beinhaltet unter anderem den Ausbau zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain auf je drei Fahrstreifen je Richtung, den Bau einer dritten Röhre beim Tunnel Rathausen sowie den Ausbau der Verzweigung Rotsee. Zwischen Emmen Süd und Luzern Kriens soll ein 3,5 Kilometer langer Tunnel realisiert werden. Im Süden der Stadt ist geplant, den Pannenstreifen von der Verzweigung Lopper bis zum Anschluss Hergiswil in Fahrtrichtung Nord umzunutzen und im Tunnel Spier in beide Richtungen drei Fahrstreifen zu markieren.

Die Umfahrungsautobahn ist nicht unumstritten, so in Kriens, wo grosse negative Auswirkungen erwartet werden. Auf Kritik gestossen ist ferner, dass im Gütschwald ein Lüftungsschacht geplant ist. (sda/ben)

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