Ländiweg soll in zwei Etappen attraktiviert werden – Schwimmplattform geplant

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Geplant ist eine sieben Meter breite Uferzone mit schattenspendenden Bäumen. © Bruno Kissling

Von Oktober 2020 bis September 2021 wird der Kanton die Stützmauer am Bahnhofquai und gleichzeitig auch die darüberliegende Kantonsstrasse erneuern. Eine vom Parlament vor rund zwei Jahren erheblich erklärte überparteiliche Motion hatte im Vorfeld den Stadtrat beauftragt, einen Vorgehensplan zur Optimierung der Aufenthaltsqualität im Bereich der Aare zwischen dem Bahnhofplatz und der Alten Brücke zu erarbeiten, so dass die Umsetzung im Zug der Bahnhofquai-Sanierung kostengünstig und zeitgleich erfolgen könne, wie die Stadt Olten in einer Medienmitteilung verlauten lässt. Als Kostenrahmen wurden rund 4 Mio. Franken genannt.

Zuerst auf zwei Etagen...

Die Phase 1

Die Phase 1

© zvg

 

Nachdem sich das Vorhaben des Kantons aufgrund von Rechtsmittelverfahren gegen den Erschliessungsplan verzögert hat, legt nun der Stadtrat ein zweiphasiges Vorgehen für die Umsetzung der Motion vor: In einer ersten Phase soll im kommenden Jahr der Ländiweg beibehalten, die für den Bau der neuen Stützmauer abzutragende Böschung darüber aber nicht wiederhergestellt werden. Vielmehr soll auf dem Niveau der bestehenden Schwergewichtsmauer, die heute schon viele zum Verweilen einlädt, eine zweite, erhöhte Ebene entstehen: auf einer Breite von 4,22 m und einer Länge von rund 30 m ein extensiv begrünter Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten und einer berankten Pergola, erschlossen vom Ländiweg her durch eine Sitzstufenanlage; seitlich anschliessend Naturflächen, die nicht für den Aufenthalt ausgelegt sind, aber begangen werden dürfen. Auch die dahinterliegende Bohrpfahlwand wird für die Übergangszeit bis zur Phase 2 zwar nicht verkleidet, aber begrünt.

. . . dann auf 7 Metern Breite

Die Phase 2

Die Phase 2

© zvg

 

Diese zweite Phase soll dann in Abstimmung mit dem Projekt Neuer Bahnhofplatz Olten rund vier, fünf Jahre später umgesetzt werden. Sie beinhaltet ein Abtragen der Schwergewichtsmauer und der dahinter befindlichen Erdmasse bis auf das Niveau des heutigen Ländiwegs, so dass eine 7 m breite Uferzone mit schattenspendenden Bäumen entsteht, der eine mit Rampen erschlossene Schwimmplattform auf der Aare vorgelagert werden soll. Diese Breite würde dann auch erlauben, auch Velos in dieser Zone zuzulassen, wobei in der geplanten Fussgängerzone mit zugelassenem Veloverkehr die Aufenthaltsqualität Vorrang vor den Verkehrsfunktionen haben soll. Vor der rohen Pfahlwand würde dann auf der gesamten neuen Höhe eine Blendwand mit Bezug auf den lokalen Jurakalk errichtet.

Die zweite Phase kann nicht bereits zum jetzigen Zeitpunkt durchgeführt werden, weil dafür — namentlich auch für die geplante Schwimmplattform ein zeitintensives Nutzungsplanverfahren erforderlich wird. Zudem werden Beiträge aus dem Agglomerationsprogramm der vierten Generation angestrebt, das zwischen 2024 und 2027 umgesetzt werden muss. Beitragsfähig sind dann schwergewichtig Infrastrukturmassnahmen im Langsamverkehr; die Beitragshöhe liegt zwischen 30 Prozent und 50 Prozent für Massnahmen mit Verkehrsfunktion.

Zu einem noch späteren Zeitpunkt könnte die Attraktivierung fortgesetzt werden: Im Jahr 2045 erreicht der Abwasserkanal des Zweckverbands Abwasserregion Olten, der sich unter

dem Ländiweg befindet, seine Lebenserwartung. Dann — oder als Vorinvestition bereits mit der Phase 2 — könnte ein neues Rohr hinter die heute sichtbare Schwergewichtsmauer verlegt werden, so dass der Ländiweg zumindest stellenweise durch Sitzstufen ersetzt werden kann.

Für die Phase 1 werden dem Gemeindeparlament nun ein Kredit von 636'000 Franken beantragt: Die Umsetzung kostet 576’000 Franken, hinzu kommen die bereits eingesetzten Planungskosten von 60’000 Franken. Die Kosten für die Phase 2 in der Höhe von knapp 3 Mio, Franken werden ins Budget 2021 (Planungskredit) und in den Finanz- und Investitionsplan 2021-2027 aufgenommen. Die später mögliche Verlegung des Abwasserkanals kostet alleine ohne weitere Umgestaltung des Ländiwegs rund 690’000 Franken. (sko)

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