In der Not ein Schrotschuss aus der Hüfte

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Zum Leserbrief «Wie ist es mit der unternehmerischen Freiheit?» von Christian Glur in der Ausgabe vom Donnerstag, 4. Juni.

Statt meine Argumente aufzunehmen bezüglich Tierdichte, Ammoniakemissionen und Biodiversitätsverlust erfolgt von Christian Glur einfach ein Angriff auf meine mögliche politische Gesinnung und mein vermutetes Konsumverhalten. Ablenkung ist das typische Verhalten in der Not um Argumente. 

Die konventionelle Landwirtschaft in der Schweiz ist keineswegs so vorbildlich und grün, wie sie sich in der Werbung gerne darstellt. Da fehlt es tatsächlich an Ehrlichkeit. Es wäre höchste Zeit, in Eigenverantwortung hinzuschauen und auch ohne staatliche Vorschriften auf eine regenerative Produktionsweise hinzuarbeiten. Es ist zum Fremdschämen, wie sich Bauernpolitiker und -verbände jeweils nach Aufdeckung eines Missstandes aus der Affäre reden und sich als Opfer darzustellen versuchen.

Nun zurück zum Anfang: Es geht um die bundesrätliche Vorlage zur Weiterführung der Agrarpolitik ab 2022 – notabene aus dem Departement des SVP-Bundesrats Parmelin – ans eidgenössische Parlament. Die vorgeschlagenen Korrekturen sind überfällig, dringend nötig und nicht das Machwerk von linken und grünen Kreisen.

P.S. Gerne nehme ich bei Gelegenheit die Einladung zu einer Betriebsbesichtigung an.

Hansruedi Sommer, dipl. Ing. Agr. ETH, Zofingen

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Die Kontrollen für Direktzahlungen taugen nichts

Walter Weber, Brittnau
schrieb am 05.06.2020 11:40
Ich bin ein längst " überfälliger " Kleinbauer und habe aus Sicht der Grossbauern schon längst keine Daseinsberechtigung mehr. Unrentabel, keine Gewinnerzielungsabsichten warf mir ein Grossbauer, der beim Kanton als Steuerbeamter angestellt ist, vor.
Hansruedi Sommer hat mit seinen Ausführungen recht. Er ist intelligent nicht einfach ein " Grüner ".
Wenn Christian Glur auch ein vorbildlicher Grossbauer sein mag und alle Direktzahlungsvorschriften
ganz genau einhalten mag, viele Bauern und Nutztierhalter halten Vorschriften für den Bezug von
Direktzahlungen nicht ein, das sind Steuergelder. Ich kann eine ganze Liste mit Beweisen vorlegen.
Die Kontrollen für die Direktzahlungen taugen nichts, weil Bauern Bauern kontrollieren !!!
Auf meinem Pult liegt diesbezüglich eine Petition bereit, gerichtet an Regierungsrat Markus Dieth.
Ich möchte dass diese Vetternwirtschaft endlich aufhört und neutrale Kontrollen gemacht werden.
Wer meine Petition unterstützen möchte, melde sich doch bei mir.

Bio?

Ueli Bühler
schrieb am 05.06.2020 10:44
Gestern hat meine frau einen Blumenkohl gekauft. Es ist aus Konventionellem Anbau und kostete 4.90 das Kilo. Bio hätte er ca. 8 Fr. gekostet. Wen wunderts dass in der Schweiz der Anteil an Bio so tief ist wie wohl in keinem anderen Land. Er ist gerade mal bei 10.3 %. Ich war entsetzt als ich den Bericht über die Schweinehaltung im Kassensturz gesehen habe. Nur 5,3% ist der Anteil an Bio Schweinehaltung 2016 bei uns. Und nur 40% der Schweinehaltung ist als Tiergerecht anzusehen. Ein beschämender Wert , wenn man bedenkt wieviel das Fleisch bei uns kostet! Die Bauernlobby bekommt im Jahr ca. 2,3 Milliarden Franken Direktzahlungen. Deshalb ist für viele unverständlich wieso die Preise immer noch so hoch sind? Zudem werden die Bauern von unserer Regierung schon immer gegen den Import von billigeren Wahren aus dem Ausland geschützt. So nach dem Motto: „Der Regen fällt, die Sonne brennt, der Bauer ruft nach Steuergeld“
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