Jugend debatiert: Fien und ihre Kollegen im digitalen «Gefecht»

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Fien Bruijn mag es, wenn aus einer Debatte ein Wortgefecht entsteht. Bilder: bkr
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David Gabi und Luca Andreas Moser während des kantonalen Finals in Zofingen.

Ohne eine gute verbale Präsentation der Argumente gelingt mit Blick auf das angestrebte Ziel keine Verhandlung – was für das Geschäftsleben wie auch für die Politik gilt. Gute Debatten sind es, welche in Demokratien die Politik auf dem Weg zu Lösungen vorantreiben. Ziel des nationalen Wettbewerbs Jugend debattiert – Organisiert durch Young Enterprise Switzerland (YES) – ist es, möglichst vielen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Möglichkeit zu bieten, sich gründlich mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen – und sich in der Kunst der Debatte zu üben. 

Das Kantonsfinale fand im Januar in Zofingen statt

In einer ersten Phase fanden schweizweit schulinterne Ausscheidungen statt – dann kantonale Finale. Jenes im Aargau wurde im Januar in Zofingen mit 16 Teilnehmenden durchgeführt. Drei Studierende der Kantonsschule Zofingen (KSZ) konnten sich für den nationalen Final qualifizieren. Dann kam Corona und das grosse nationale Kreuzen verbaler Klingen musste vorerst abgesagt werden. Diesen Samstag wird es nachgeholt – als Video-Konferenz, die per Youtube öffentlich mitverfolgt werden kann.

Video-Debatten sind ohne Körpersprache und Mimik

Unter den drei Finalteilnehmenden der Kanti Zofingen ist Fien Bruijn aus Kölliken. Was sagt sie dazu, dass der Final per Video-Konferenz ausgetragen werden muss? «Der grösste Unterschied wird sein, dass man einander nicht gegenübersitzt und so die Körpersprache und Mimik nicht lesen kann.» Da die Debatte via Microsoft Teams stattfindet und an der KSZ der Fernunterricht in den letzten Monaten via diese Software ablief, habe Bruijn sich daran gewöhnt und Erfahrung sammeln können. Was sie etwas beunruhigt, ist die Frage, ob sich aus technischer Sicht Probleme ergeben könnten – zum Beispiel, wenn plötzlich die Tonübertragung ausfällt. «Schade finde ich es, dass wir die anderen Finalisten nicht persönlich kennen lernen können – nicht zum Final nach Bern fahren dürfen.»

Eine digital durchgeführte Debatte ist eine neue Erfahrung

Auch Luca Andrea Moser aus Mühlethal bedauert, «dass der persönliche Kontakt und Austausch mit den Mitstreitern nicht möglich ist». Ein Erschwernis? «Ja und nein», meint Moser. «Zum einen ist es natürlich eine neue Erfahrung, eine Debatte digital durchzuführen, zum anderen ändert sich nur die Räumlichkeit, da wir alle zuhause sind.» Aber eben: «Den Face-to-Face-Austausch haben wir nicht.» Eventuell gehe dadurch die non-verbale Kommunikation verloren.

Und was sagt David Gabi aus Brittnau? «Es wird für mich deutlich schwieriger sein, authentisch und glaubwürdig aufzutreten. Ich bin überzeugt, dass eine qualitativ gute Debatte nur im direkten und physisch präsenten Austausch stattfinden kann. Das gegenseitige Eingehen auf andere Argumente und die nonverbale Kommunikation kommt natürlich via digitale Video-Telefonie kaum zur Geltung.» Dies sei ja auch einer der Gründe gewesen, weshalb sich das Bundesparlament gegen eine digitale Sondersession entschieden hat und in der Berner Expo tagt, sagt Gabi.

Konkurrenz hin oder her: Die drei Studierenden der KSZ haben sich im Schulterschluss vorbereitet und gestern nochmals eine Übungsdebatte durchgeführt, um sich die Abläufe wieder zu vergegenwärtigen und ein Gefühl für die Redezeiten zu bekommen.

Hinweis

Das nationale Finale wird am Samstag ab 8.40 Uhr per LiveStream übertragen. Siegerehrung ist ab 16 Uhr. Der Link ist unter yes.swiss (ohne .ch) zu finden.

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