«Zentralschweiz geniesst»: Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Fisch

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Ruedi und Bernadette Stöckli führen seit 1987 in zweiter Generation das bekannte Landgasthaus Strauss in Meierskappel.
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Das Gericht mit Zander, Saibling und Forelle. Bild: ben.

Die wieder eröffneten Restaurants und ihre Gastgeber wollen auf sich aufmerksam machen und zum Auswärtsessen animieren. Viele bisherige Gäste scheuen einen Restaurantbesuch noch. Der Verband Gastro Suisse lanciert deshalb ab dem 15. Juni in den grösseren Schweizer Städten, darunter Luzern, eine Marketing-Kampagne unter dem Slogan «Wir haben euch auch vermisst» mit Plakaten.

Die Image-Kampagne «Zentralschweiz geniesst» startete bereits am Freitag. Der Kick-off Day zum saisonalen Thema «Fisch» fand an verschiedenen Orten statt. Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion der Gastroverbände Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Von Juni bis August bieten die teilnehmenden Restaurants täglich mindestens ein Gericht mit einheimischem Fisch an. 83 Restaurants, davon 44 aus dem Kanton Luzern, nehmen teil. Darunter sind der «Löwen» in Grossdietwil, das Gasthaus St. Anton in Egolzwil und das Restaurant Eisenbahn in Zell.

Einheimische Fische sind beliebt

Zum Auftakt der Kampagne lud Ruedi Stöckli, Präsident des Wirteverbands Gastro Luzern und bis Ende 2019 Kantonsrat, in seinen bekannten Landgasthof Strauss in Meierskappel am östlichsten Zipfel des Kantons Luzern ein. «Schweizer Fisch verkauft sich gut bei uns», sagt Stöckli, «viele Leute möchten heute wissen, woher der Fisch auf ihrem Teller kommt.» Stöckli zeigte eindrücklich auf, was sich aus Fischen aus heimischen Gewässern alles zaubern lässt. Der 63-jährige Wirt steht jeden Tag selber in der Küche. So servierte er uns eine «Triano de poisson» von Zander, Saibling und Forelle. Begleitet wurde das Trio von einem Spargelragout mit frischen Eierschwämmen und Reis. Die verschiedenen Fische bereitete er – Hobbyköche aufgepasst – auf drei verschiedene Arten zu: Den Zander pochiert (mit Wein), den Saibling gedämpft und die Forelle gebraten. Dazu gab es eine crèmige Sauce nach Zugerart mit Kräutern. Das Resultat sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch köstlich. 

Seit 6. Juni trauen sich Leute mehr raus

Doch es ging auch um ein erns­tes­ Thema: Zur Situation der Gastronomie im Kanton Luzern sagt Ruedi Stöckli dieser Zeitung, die zweite Lockerung vom 6. Juni habe die Situation «massiv entschärft». Davor galt die Regel mit maximal vier Personen pro Tisch. Jetzt dürften grössere Tische aufgestellt werden. Am Freitagmittag war die Gartenterrasse des Landgasthauses jedenfalls voll. «Wir haben viele ältere und treue Stammgäste», sagt der Wirtepräsident. Sie kämen nun sukzessive zurück. Stöckli wünscht sich vom Bund, dass die Abstandsregel von zwei Metern bald auf einen Meter reduziert wird. «Dann hätten wir wieder den Normalzustand.»

Der Kantonalpräsident begrüsst, dass viele Schweizerinnen und Schweizer die Ferien im Inland verbringen wollen. «Auch unsere ausländischen Mitarbeiter, die normalerweise im Sommer in ihrem Land Ferien machen, wollen diesmal hier bleiben», sagt Ruedi Stöckli. Sorgen macht sich Stöckli – und da ist er wohl nicht der Einzige – um die Hotelbranche in der Stadt Luzern. «Wenn einer der besten Hoteliers wie Urs Karli 70 Mitarbeiter entlassen muss, ist das kein gutes Zeichen. Die Touristen blieben momentan aus – und sie könnten nicht einfach durch Schweizer ersetzt werden. Dem stimmt Patrick Grinschgl zu. Der Präsident der Stadtluzerner Gastronomen sagt: «Die Touristen fehlen klar.» Das Mittagsgeschäft der Gastronomie laufe deshalb noch nicht gut. Viele Angestellte von Banken und Versicherungen arbeiteten noch im Homeoffice. Abends sei mehr los in den über 300 Gastronomiebetrieben Luzerns. «Diejenigen Gäste, die kommen, sind guter Stimmung und geben gerne etwas mehr aus.» Wenig Verständnis hat Grinschgl für die Regel der Covid-Verordnung, dass die Bars bereits um Mitternacht schliessen müssen. Er hofft auf ein baldiges Ende.

Mehr unter www.zentralschweiz-geniesst.ch

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