«Ich habe mir extra frei genommen»: Schweizer Einkaufstouristen strömen in die Deutschen Läden

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Im Bad Säckinger Brennet Park musste mancher Kunde auf den Einlass in den Markt warten (Hans Christof Wagner)

Augenschein, 7.30 Uhr, Zoll Bad Säckingen-Stein: Ein Ehepaar aus Eiken dürfte wohl zu den ersten Kunden der deutschen Zollstelle gehören. Für mehr als 100 Euro haben die beiden Lebensmittel in einem Bad Säckinger Einkaufsmarkt erstanden. Jetzt sind sie hier, um sich den Ausfuhrschein abstempeln zu lassen. Ihren Namen wollen sie nicht nennen. Aber sie sagen, sie seien sehr froh über die wieder offene Grenze. Sich zuhause beim Grossverteiler einzudecken, sei zwar «auch gegangen», aber die höheren Preise in der Schweiz wollten sie auf Dauer nicht hinnehmen.

Für 130 Euro hat Peter Gyger aus Kienberg (SO) eingekauft – «wie vor der Krise», wie er sagt. «Seit dem Lockdown, also seit Mitte März, bin ich das erste Mal wieder in Deutschland, um einzukaufen», beteuert er.

Bad Säckingen, 7. 45 Uhr, Brennet-Park. Er ist mit Schmidts Markt, Aldi, Lidl und Fressnapf ein Magnet für die Schweizer Einkaufstouristen: Vor Aldi und Lidl stauen sich die Kunden. Es herrscht Konfusion wegen der Höchstzahl der im Markt erlaubten Personen.

So manchen Schweizer stört es, dass jede Person einen Einkaufswagen mitnehmen muss. So wie Helmut Hiss aus Zeiningen, der lieber auf dem Parkplatz wartet, bis seine Frau mit dem Einkauf fertig ist. Ein Paar aus dem Kanton Solothurn kommt mit zwei voll beladenen Einkaufswagen zurück zum Auto.

Interview? Nein danke. Foto? Bloss nicht. Anonym bleiben möchte auch eine Frau aus Schupfart. «Ich habe gerade für 200 Euro eingekauft.» Sie hat Zeit, an einem Montagmorgen shoppen zu gehen: «Ich habe mir für heute auch extra frei genommen.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Preise?

knorrli
schrieb am 16.06.2020 12:53
Die Preise in der Schweiz sind einfach zu hoch. Wen wunderts, wenn die Leute an der Grenze im Ausland einkaufen. Alleine beim Gemüse wird bei uns das doppelte bis dreifache verlangt. Ganz zu schweigen vom Schweizer Zuschlag auf vielen Produkten aus dem Ausland. Unsere Politiker tun seit Jahren nichts dagegen.

Hamsterkäufer

HR
schrieb am 15.06.2020 18:30
Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel, WC-Papier.... Hopp Schwiiz!!!

@ Tanja

rg
schrieb am 15.06.2020 16:47
Bin genau deiner Meinung. Das ist wirklich sehr schade. Ich hätte eigentlich nichts dagegen, wenn diese "Grenzgänger" gleich drüben bleiben.

Sehr sehr schade!

Tanja
schrieb am 15.06.2020 16:28
"Sich zuhause beim Grossverteiler einzudecken, sei zwar «auch gegangen», aber die höheren Preise in der Schweiz wollten sie auf Dauer nicht hinnehmen."

Alle Läden waren für euch da und haben tolle Arbeit geleistet aber kaum sind die Grenzen wieder offen zählt kein Job und kein Bauer mehr im eigenen Land. Sehr sehr schade!
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