«Der Rückzug ist ihnen nicht leicht gefallen»: Das sagen Meyer und Wermuth zum Abgang ihrer SP-Konkurrenten

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Von vier auf zwei: Mathias Reynard, Cédric Wermuth, Mattea Meyer, Priska Seiler-Graf. © Keystone / Peter Klaunzer

Am 17. Oktober entscheiden die Delegierten der SP Schweiz über die Nachfolge von Parteipräsident Christian Levrat. Weil der Walliser Nationalrat Mathias Reynard im Frühling 2021 für den Walliser Staatsrat kandidieren will, haben er und seine Partnerin Priska Seiler Graf aus dem Kanton Zürich ihre Kandidatur zurückgezogen. Damit dürfte schon heute feststehen: Mit Mattea Meyer und Cédric Wermuth übernimmt ein rein deutschschweizerisches Duo die Führung der Schweizer Sozialdemokraten.

«Ich möchte mich bei Priska Seiler-Graf und Mathias Reynard für den fairen Wahlkampf bedanken und freue mich, weiterhin mit ihnen zusammenzuarbeiten», sagt die Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer. «Der Entscheid zum Rückzug ist ihnen nicht leicht gefallen, das hat man sehen können.»

Ein parteiinterner Wahlkampf ums Präsidium sei ein Zeichen einer lebhaften Demokratie. Eine Kandidatur für ein so zeitintensives Amt sei «ein persönlicher und einschneidender Entscheid», fügt Meyer erklärend an. «Bedauern müssen wir die Entscheidung von Mathias Reynard und Priska Seiler-Graf nicht», findet Cédric Wermuth. Beide gehörten weiterhin der Partei an und könnten im Wallis und in Bundesbern wichtige Rollen übernehmen.

Meyer lernt Französisch mit Krimiserien

Wermuth ist überzeugt, gemeinsam mit Meyer «als mögliches Co-Präsidium dann stark zu sein, wenn wir eine klare Haltung vertreten und geeint auftreten». Alle Facetten der Partei vereinen könnten nicht in einer oder zwei Personen vereint werden. «Deshalb wollen wir als Team funktionieren» – zusammen mit einem Vizepräsidium, welches die Vielfalt der SP repräsentieren können.

Mattea Meyer und Cédric Wermuth wollen in der Westschweiz Präsenz markieren.

Mattea Meyer und Cédric Wermuth wollen in der Westschweiz Präsenz markieren.

© Urs Flueeler / KEYSTONE

Mit dem Rückzug von Reynard/Seiler-Graf dürfte die Romandie zukünftig nicht mehr im SP-Präsidium vertreten sein – nach 11 Jahren unter der Führung des Freiburgers Christian Levrat. Für Mattea Meyer ist deshalb klar, dass Wermuth und sie in der Westschweiz präsent sein und starke Stimmen aus der Romandie im Vizepräsidium wollen: «Die Romandie ist ein wichtiger Teil der SP». Mit Fraktionschef Roger Nordmann, Bundesrat Alain Berset, Vize-Präsidentin Ada Marra oder Gewerkschaftsbund-Präsident Pierre-Yves Maillard sei die SP aber schon heute mit starken Köpfen aus der Romandie besetzt.

Um in der Westschweiz gehört zu werden, sei es sicherlich hilfreich, dass Cédric Wermuth perfekt bilingue sei, sagt Mattea Meyer. Sie selber arbeite noch an ihrem Französisch: «Ich schaue fleissig französischsprachige Serien, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Aktuell die empfehlenswerte Krimiserie ‹La forêt›.»

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