Der Wirbelwind aus Murgenthal will das Studenten-GA retten

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Fabian Grepper benutzt sein GA häufig, so wie viele andere Studenten in der Schweiz. Bild: zvg

Er tut es schon wieder: Fabian Grepper kämpft erneut mit einer Onlinepetition gegen Pläne der SBB. Bereits vor zwei Jahren lancierte der damals 19-Jährige eine Petition und weibelte erfolgreich für den Erhalt der direkten S-Bahn von Murgenthal, Rothrist und Aarburg-­Oftringen nach Aarau. Diese Verbindung fiel bei den Anpassungen für den Fahrplan 2019 ersatzlos weg. Greppers Initiative zur Beibehaltung fand innerhalb von 30 Tagen 890 Unterstützer und die Verbindung blieb im Angebot.

Nun kämpft der heute 21-Jährige gegen den am Mittwoch veröffentlichten Plan der SBB und Alliance Swiss Pass, das Studenten-GA zu streichen. «Ich musste den Text sicher dreimal lesen und dachte zuerst an einen verspäteten Aprilscherz.» An der Streichung des massiv vergünstigten GAs stören ihn mehrere Dinge und er findet deutliche Worte. «Für mich ist das einfach eine ‹Zwängeli-Haltung›. Denn schon vor etwas mehr als einem Jahr versuchten sie, das Studenten-GA zu streichen.» Damals scheiterten die SBB und Alliance Swiss Pass noch an einem enormen Widerstand. Einen Widerstand, den Fabian Grepper dieses Mal versuchen will, mitaufzubauen. Für ihn ist klar: Erste Zeichen der Opposition müssen schnell und koordiniert da sein. Noch am Mittwochnachmittag setzte sich Grepper mit diversen Jungparteien und Verbänden in Verbindung, um zu versuchen, die einzeln geplanten Vorstösse möglichst zu kanalisieren und unter einen Schirm bringen zu können. Denn nach seiner Einschätzung hat nur eine gemeinsame Aktion aller Interessengruppen eine Chance auf Erfolg.

Wahl der Petitionsplattform war vielleicht nicht ideal

Im Zug nach Hause setzte er am Mittwochabend seine Petition auf openpetition.eu auf. Die Plattform verlangt für Fabian Greppers Initiative mindestens 18 000 Unterschriften in vier Wochen – ein schier unmögliches Ziel. «Mir war es erst einmal wichtig, dass eine Petition aufgeschalten ist, auch wenn die Wahl der Plattform vielleicht falsch war», resümiert er selbstkritisch. In den nächsten Tagen will er nun schauen, was sich entwickelt. Für den HSG-Studenten ist klar, dass das Studenten-GA bleiben soll, ja muss. «Das Ganze ist eine Farce. Vorneherum wird propagiert, dass der öV mehr genutzt werden muss und auch für die Jungen attraktiv sein soll.» Nun werden aber genau Studenten, die laut Grepper trotz engem Budget zu den Vielnutzern des öVs gehören, gestraft. «Das entbehrt doch jeglicher Logik und ist angesichts des Klimawandels eine Faust ins Gesicht.» 

Grepper versucht im Herbst den Sprung in den Grossen Rat

Seit seiner ersten Initiative hat sich Fabian Grepper intensiv mit dem öV und dem ganzen Service Public auseinandergesetzt und darin seinen politischen Schwerpunkt gesetzt. Nachdem er im letzten Herbst bei den Nationalratswahlen noch auf der Liste der Jungfreisinnigen aufzufinden war, tritt er nun in diesem Herbst auf der Liste der FDP für die Grossratswahlen an.

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