RS während Corona: Auf die Rekruten kommen spezielle Wochen zu

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Oberst Philipp Wagner im Theorieraum Festzelt. © uhg

Als die Rekruten im Januar in die Militärmusik-RS 16-1/20 einrückten, konnten sie nicht ahnen, dass sie kein einziges Saalkonzert, dafür aber intime «Sonntagskonzerte» mit Zwei-Meter-Abstand spielen werden. Wenn die Rekruten am kommenden Montag erstmals das Kasernenareal in Aarau betreten werden, wissen sie, dass Spezielles auf sie zukommt: Bei RS-Beginn ein Coronatest verbunden mit mehrtägiger, durchgehender Maskenpflicht. Dann kein Urlaub am ersten Wochenende – sie müssen für drei Wochen Unterwäsche mitbringen.

Und, das schmerzt die Trompeter, Tambouren und Schlagzeuger besonders, wohl weiterhin keine grossen Auftritte, dafür aber hoffentlich möglichst viele Platzkonzerte (im Freien) vor Spitälern und Altersheimen.

Die Armee dürfte eine der wenigen Institutionen sein, die die Coronaregeln noch über längere Zeit peinlich genau einhalten wird. Und das mit Grund, wie Oberst Philipp Wagner (54), Chef des Kompetenzzentrums Militärmusik, erklärt. Schliesslich seien viele junge Leute auf einem relativ engen Raum, was die Gefahr der Entstehung von Hotspots erhöhe. «Wir müssen die Rekruten überzeugen, dass sie die Vorgaben sehr genau umsetzen», erklärt Wagner «Und wir müssen ein Vorbild sein.»

Die Rekrutenschule wird in zwei Gruppen aufgeteilt

Der Raumbedarf einer coronakonformen RS ist viel grösser. «Wir brauchen neu fast zwei Drittel des Waffenplatzes», sagt Wagner. Einrücken werden am Montag 120 Männer und Frauen. Davon sind 90 Angehörige des Spiels. Sie alle werden in zwei, weitgehend autonome Gruppen aufgeteilt. Die eine wird, wie bisher, in der Kaserne «4a» schlafen. Die andere ausnahmsweise im ersten Stock der Hauptkaserne (ist frei, weil die WKs abgesagt worden sind).

Als zusätzliches Übungslokal wird der Gemeindesaal Buchs tageweise zugemietet. Und damit der Kompaniekommandant einmal zur ganzen Einheit sprechen kann, wurde auf dem Kasernenplatz ein Festzelt aufgestellt und ein gigantischer Theoriesaal eingerichtet – mit Einzelpulten und dem nötigen Abstand. Das Festzelt wird auch vom Rekrutierungszentrum genutzt.

Über fünf Wochen lang keinen Urlaub

Die Winter-RS ist am 16. März komplett auf den Kopf gestellt worden. Die Musik-Rekruten hatten 37 Tage keinen Urlaub. Geprobt wurde nur noch in Kleinformationen. Relativ rasch fand das erste «Sonntagskonzert» statt – in der Mehrzweckhalle, für die coronabedingt eingerückten Sanitätssoldaten. Später folgten einzelne Aussenauftritte: Truppenkonzerte bei der Infanterie, immer am Wochenende.

Ein halbes Dutzend Musik-Rekruten wurden als Büroordonnanzen abdetachiert – zur in Aarau stationierten Territorial Division 2. Das ganze Spiel erhielt eine «Helping Hands»-Ausbildung für einen allfälligen Einsatz in Altersheimen oder Spitälern. Und die Militärmusik hat mit ihren beiden Sattelschleppern über 10'000 Liter Desinfektionsmittel und Hunderttausende Schutzmasken transportiert. Vom Flughafen Kloten zu den Verteilzentren.

Kein Covid-Fall, ja sogar überhaupt keine Kranken und eine insgesamt ansprechende Stimmung. Oberst Wagner hat die RS 16-1/20 in guter Erinnerung: «Die Jungen haben die Chancen der Krise erkannt und gepackt.»

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