eBau: Mausklicks ersetzen dicke Papier-Dossiers

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Das Baugewerbe wird von der Planung bis zu Ausführung immer digitaler - nun auch im Bewilligungsprozess. Bild: Archiv
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«eBau macht die Verwaltungsabläufe effizienter und steigert die Qualität.» Rolf Walser, Aarburger Gemeinderat

Wie füllen Sie ihre Steuererklärung aus? Im Aargau immer mehr Leute online mit einem vom Kanton zur Verfügung gestellten Tool, das nicht nur den Taschenrechner überflüssig macht. Steuerbelege - wie sie heute die Kantonalbank oder die Postfinance ohne Kostenzuschlag nur noch per Download liefern - können direkt und somit papierlos übermittelt werden.

Digitalisierung der Verwaltung oder E-Gouvernement sind Oberbegriffe für solche Applikationen. Sie sollen uns das Leben einfacher machen - aber auch dem Staat zu Einsparungen verhelfen. Im Aargau wird die finanzielle Entlastung auf gegen fünf Millionen Franken geschätzt. Eine wichtige Rolle im E-Gouvernement kommt dem elektronischen Baubewilligungsprozess zu. Programme für elektronische Bearbeitung und Archivierung von Baugesuchen und -bewilligungen gibt es in grösseren Gemeinden längst, aber keine einheitliche und in ihrer Kette lückenlose Anwendung.

Die hat der Kanton unter dem Namen eBau entwickeln lassen. Zu den Pilotgemeinden gehören Aarburg und Zofingen. Da Aarburg zuvor ohne Bauverwaltungssoftware gearbeitet hat, waren keine Schnittstellen nötig und das Baubewilligungsverfahren ist bereits vollständig digital. Rolf Walser ist im Aarburger Gemeinderat für den Bereich Bau zuständig. Er ist sehr zufrieden. «eBau macht die Verwaltungsabläufe effizienter und steigert die Qualität.» Was aber ist mit Laien welche ein Kleinbaugesuch für ein Gartenhaus haben? «Wer Hilfe benötigt, bekommt die nach wie vor», sagt Walser. Auf der Aarburger Bauverwaltung heisst es, solche Hilfestellungen gegen Gebühr müssten nur äusserst selten geleistet werden. Dazu Reto Käch, Leiter Support und Schulung eBau beim Kanton: «Das Internet-Tool ist selbsterklärend - und wo zusätzliche Formulare nötig sind, werden diese automatische generiert.» Was ist mit Zofingen? Dass man auch hier am eBau arbeitet, zeigt, dass seit Corona alle Baugesuche online einsehbar sind. «Wir sind auf Kurs», sagt Guido Hodel, Leiter Hochbau der Stadt Zofingen. Die ganze Online-Kette funktioniere allerdings erst, dann, wenn die nötige Schnittstelle zur Verfügung stehe. Dies dürfte im zweite Quartal 2021 der Fall sein, was Käch von kantonaler Seite bestätigt. Es gehe darum, vier verschiedene kommunal eingesetzte Programme mit der Kantonslösung zu verknüpfen.

Baugesuche im Internet: Dies nervt den einen oder anderen Bauwilligen, weil er unaufgefordert Handwerker-Offerten bekommt. Reto Käch sagt dazu: «Im Moment wird im Aargau noch favorisiert, den Interessenten ein Baugesuch primär auf einem PC der Gemeindeverwaltung zugänglich zu machen.» Aber: Der Kanton Luzern zum Beispiel habe dies gesetzlich so geregelt, dass das Gesuch mit sämtlichen Beilagen im Internet zur Einsicht bereitsteht. Es existiere keine bundesrechtliche Grundlage, die gegen dieses Vorgehen spreche.

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