Nach Corona-Fall: Terminus Club bleibt am Wochenende geschlossen

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Der Terminus Club kontrolliert die Identitätskarte, um die Richtigkeit von Kontaktdaten zu überprüfen. (Archiv) © keystone

Nachdem der Terminus Club am späten Dienstag über einen Corona-Fall informierte, folgen am Tag darauf weitere Informationen. «Wir hoffen von Herzen, dass es der infizierten Person sowie allen unseren Gästen und Mitarbeitenden gut geht und es zu keinen weiteren Ansteckungen gekommen ist», lassen die Verantwortlichen am Mittwochmittag auf Facebook verlauten. 

Die Nachricht des positiven Tests hätte man mit Erschütterung aufgenommen. «Man wünscht sich gar keine Meldungen über positive Corona-Tests - und erst recht nicht, wenn es einen Besucher des eigenen Betriebes betrifft. Insbesondere auch, weil wir grossen Wert auf unser Schutzkonzept und dessen Umsetzung legen.» Am Samstag sei man unter der Maximalgrenze von 300 Personen gelegen.

Das Branchen-Schutzkonzept sei für den Club umgesetzt, angepasst und erweitert worden. Konkret werden personalisierte Vorverkaufstickets, Ausweispflicht, keine Abend/Tageskasse, Maskenpflicht für Security, Runner, Garderobe und Kasse genannt. Weiter seien bei den Bars und auf dem DJ-Pult Plexigläser als Spuckschutz montiert worden. «Am wichtigsten ist sicher, dass die Angaben auf den personalisierten Tickets mit einem amtlichen Ausweis durch unser Sicherheitspersonal abgeglichen wurden.» Den Gästen seien ausserdem gratis Masken zur Verfügung gestanden und man hätte auch aktiv dazu aufgerufen die SwissCovid-App zu installieren.

Der Kanton bestätigt, dass sich der Club kooperativ verhalten habe und zeitnah eine umfassende  Präsenzliste mit den Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung eingereicht habe. Bisher wurden rund 300 Kontaktpersonen identifiziert. Da sich die Person am Wochenende noch in weiteren Bars und Restaurants in Olten aufhielt, laufen weitere Abklärungen.

«Keinen Sündenbock suchen»

Die Betreiber des «Terminus» rufen weiter dazu auf, keinen Südenbock zu suchen. Ansteckungen seien «so gut wie überall möglich». Im Falle von Clubs sei immerhin das Contact-Tracing durch die Kontaktlisten gewährleistet. 

Was für die Clubbetreiber klar ist: «Dieses Wochenende lassen wir den Club aus eigener Entscheidung definitiv geschlossen.» Man werde sich sobald wie möglich mit dem Kantonsärztlichen Dienst austauschen und die Lage dann weiter beurteilen. (ldu)

Das sagt der «Terminus»-Besitzer zu Kontaktdaten und Maskenpflicht

Am Dienstagabend wurde bekannt, dass eine mit dem Coronavirus infizierte Person, am Samstag im Club Terminus feierte. Der Besitzer sprach vor Bekanntwerden des Falls über das schlechte Kontaktdaten-Management in Zürich und die Schutzmassnahmen im Oltner Club.

300 Clubbesucher in Zürich infiziert, 20 Clubgänger in einer Spreitenbacher Bar und 6 Partygänger im Kanton Graubünden; der «Superspreader» wurde nach den Lockerungen zum Problem. Bis anhin blieb der Kanton Solothurn verschont. Wie gehen Solothurner Clubs und Bars mit dem Thema um, wollte diese Zeitung wissen. Zum Zeitpunkt der Anfrage war noch nicht bekannt, dass ein Gast positiv auf das Virus getestet worden ist. Das vermeldete der Club erst am späten Abend auf seiner Facebookseite.

«Es ist extrem frustrierend, dass das Contact-Tracing in diesem Club nicht seriös durchgeführt wurde», lautete die erste Reaktion von Club-Besitzer Dušan Nedeljkovic auf den Zürcher Fall. Viele Partybesucher hatten falsche Kontaktangaben angegeben, so dass das Contact Tracing-Team sie nur schwer informieren konnte. Derartige Vorkommnisse würden ein schlechtes Bild aller Clubs zeichnen, was die Konsequenz härterer Massnahmen oder gar Schliessungen mit sich ziehen könnte, so Nedeljkovic. «Schlussendlich müssen wir die Schuld tragen, wenn andere Betriebe die vorgeschriebenen Massnahmen schlecht umsetzen.» In diesen Lokalen sei das Contact-Tracing schlecht umgesetzt worden, wodurch diejenigen Clubbetreiber in ein schlechtes Licht gerückt würden, die dieses seriös durchführen. 

Im Online-Vorverkauf Kontaktdaten angeben

Seit der Terminus-Club im Juni seine Türen wieder öffnen konnte, herrschte trotz der noch bis zum 29. Juni geltenden Polizeistunde ein hohes Nachholbedürfnis für die veranstalteten Tages-Parties, welche stets einige Tage im Voraus bereits ausgebucht waren. Der Oltner Nachtclub legte bereits seit der Wiedereröffnung einen hohen Wert auf das Contact-Tracing. 

Um an einer Party im «Terminus» teilzunehmen, müssen Besucherinnen und Besucher ihre Tickets stets im Online-Vorverkauf akquirieren und ihre Kontaktdaten (Name und Vorname, Email und Handynummer) angeben. Die Daten werden beim Einlass mit denjenigen der Identitätskarte abgeglichen, um die korrekten Angaben zu verifizieren und das Contact-Tracing zu ermöglichen. 

Im Club selber trägt das Personal Plexiglas oder Masken, zweiteres wird den Besucherinnen und Besuchern auch zur Verfügung gestellt. Die Einführung einer Maskenpflicht ist für den Terminus-Inhaber jedoch keine Option: «Würden wir eine derartige Massnahme im Alleingang einführen, so blieben die Besucher unserem Club fern. Keiner will beim Tanzen eine Maske tragen, geschweige denn diese bei jedem Schluck vom Drink herabsetzen.» 

Dass Besucherinnen und Besucher die vom Bund lancierte Covid-App installiert haben müssten, hielte Nedeljkovic für eine gute Massnahme – existiere da nicht die Gesetzesregelung, dass keine Person aufgrund einer Nichtinstallation diskriminiert werden darf. Die Installation der Covid-App wurde vom Terminus-Club über die Sozialen Medien empfohlen. 

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