Schwarz-weisse Erinnerungen an 195 Jahre Kinderfest - GALERIE

Diesen Anblick boten die Kinder im Jahr 1903. (Bilder: Archiv)
1912: Frack und Zylinder waren Pflicht.
Pure Eleganz bei den Damen 1904.
Diese hübschen jungen Damen nahmen 1965 am Umzug teil.
1926 waren die Kleider schon etwas kürzer.
Kinder, so weit das Auge reichte: Der Umzug im Jahr 1906.
Der Umzug im Jahr 1928...
...und 1952

Es ist tatsächlich so: Nach 195 Jahren fällt das Kinderfest im Jahr 2020 zum ersten Mal aus. In den Jahren des 2. Weltkrieges fand das Gefecht − aus nachvollziehbaren Gründen – nicht statt und wurde durch turnerische Darbietungen auf der Schulhauswiese ersetzt. Ergänzend zeigten die Mädchen, wie immer seit 1936, ihre Reigenvorführung. Schlusspunkt dieser gemischten Darbietungen war das gemeinsame Singen der Nationalhymne. Dazu wurde die Schweizerfahne präsentiert. Fahnenträger waren jeweils zwei Buben und − erstaunlich für diese Zeit − auch ein Mädchen.

Seit 1825 änderte sich nur der Durchführungszeitraum

Das erste Zofinger Kinderfest fand 1825 statt – im selben Jahr, in dem auch das Kadettenkorps gegründet wurde. Durchgeführt wurde das Fest am Bettag, dem 13. September. Das Programm beinhaltete Umzug und Kirchenfeier, am Nachmittag wurde das Manöver zelebriert. Zvieri, Tanz und Spiele gehörten natürlich ebenfalls zum Fest. Die Kosten beliefen sich damals auf stolze 3500 Franken.

Das Fest wurde jährlich durchgeführt. Die Daten allerdings änderten sich. Bereits nach wenigen Jahren einigte man sich auf den Frühsommer. Das Datum fiel dann auf den Beginn der Sommerferien. Das Schuljahr begann damals noch im Frühling. Der Anlass wurde auf Dienstag terminiert, damit man, wenn es wetterbedingt nötig war, auf den Mittwoch ausweichen konnte. Mit der Abschaffung der Nachtwächter wurde, als Ablösung der Nachtwächterehrung, im Jahr 1835 der Fackelzug eingeführt. In den 1970er-Jahren einigte man sich dann auf den Freitag als fixen Durchführungstag.

Gefecht als Beweis der «kämpferischen Bereitschaft»

Die einzige Veränderung all dieser Traditionen erfolgte in den Jahren 1941 bis 1944, als turnerische Darbietungen das Gefecht ersetzten. Das Kinderfest als solches bestand aber auch in dieser schwierigen Zeit. 1945, als der 2. Weltkrieg zu Ende ging, besann man sich bereits wieder auf die althergebrachte Tradition des Gefechtes und wollte damit die «kämpferische Bereitschaft» der männlichen Jugend unter Beweis stellen. Wie man in den damals entstandenen Scholl-Filmen sehen kann, waren es vor allem Frauen, die dem festlichen Geschehen folgten. Die Männer leisteten damals ihren Aktivdienst.

Kinderfesterinnerungen aus dem Archiv des Stadtführers

Mit den Bildern vom Zofinger Kinderfest gewährt Stadtführer Andreas Kaderli einen Einblick in sein mehr als 10 000 Bilder umfassendes Archiv. Er hat unzählige alte Fotos und Dias für die Nachwelt aufbereitet. Dazu gehört auch eine grosse Sammlung an Fotos vom Kinderfest, insbesondere von den Umzügen. Sie dokumentieren, wie sich das Kinderfest zwar verändert hat – dabei aber trotzdem Traditionen aufrechterhalten hat.

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