Strengelbach von A bis Z – von A wie azb bis Z wie Zaubergärtli

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S wie Strengelbach (Archivbild Andi Leemann)

A wie azb

Das azb ist aus Strengelbach kaum mehr wegzudenken. Die Stiftung azb bietet Dienstleistungen für erwachsene Menschen mit einer Beeinträchtigung in den Bereichen Wohnen, Tagesstruktur sowie Berufliche Integration an. Rund 360 Menschen nehmen die Leistungen des azb in Anspruch. Die privatrechtlich organisierte Stiftung wurde 1962 gegründet und erwarb einen Industriekomplex der ehemaligen Strickwarenfarbik Küenzli in Strengelbach. Heute unterhält die Stiftung eine moderne und zukunftsgerichtete Infrastruktur. Sie betreibt einerseits moderne Werkstätten mit einem breiten Tätigkeitsspektrum und andererseits begleitete Beschäftigung mit kreativen Tätigkeiten.

B wie Begegnungsplatz

Wer seine Freizeit gerne im Freien verbringt, findet dafür auf dem Begegnungsplatz beim Kreuzplatzschulhaus Gelegenheit. Ein Schachfeld mit Spielfiguren sowie eine Fläche für das Petanque-Spiel – in Strengelbach gibt es auch einen Petanque-Club – sorgen für Abwechslung. Der Platz dient vor allem im Sommer als Treffpunkt für Jung und Alt. 

C wie Café

Seit dem 25. Juni hat Strengelbach sein Dorfcafé wieder zurück. In den Räumlichkeiten des ehemaligen «Café Klöti» beim Kreuzplatz eröffnete die Bäckerei Wälchli eine neue Filiale. Zuvor war der Restaurationsbetrieb – nach dem Konkurs der Bäckerei Nyffenegger – wochenlang geschlossen. Das Café soll unter der Bäckerei Wälchli wieder zu dem werden, was es einst war: Dorftreffpunkt und Genussoase.

D wie Dörfli

Das alte Dorfzentrum, schlicht «Dörfli» genannt, liegt im Süden der Gemeinde. Erste Ansiedlungen entstanden dort vermutlich bereits im 8. oder 9. Jahrhundert. Spätere Siedler liessen sich ausserhalb dieses Gemeinwesens in einer Streusiedlung nieder. Im 16. und 17. Jahrhundert wuchs die Bedeutung der Streusiedlung. Sie wurde mit der Bezeichnung «äussere Gemeinde» versehen, während das «Dörfli» als «innere Gemeinde» bezeichnet wurde. 1759 wurden die beiden Gemeinden zu einer gemeinsamen Verwaltung und Rechnungsführung verpflichtet. Die Korporationsrechte des «Dörfli» waren von diesen Verpflichtungen jedoch ausgenommen. Sie werden heute noch von der Dorfgenossenschaft Strengelbach verwaltet. Die Korporation besitzt eigenen Wald im Umfang von 73 ha, eine eigene Wasserversorgung und 14 ha Landwirtschaftsland.

E wie «e suberi Sach in Strengelbach»

2014 startet das Projekt «E suberi Sach in Strengelbach». Die Gemeinde-Kommission «E suberi Sach in Strengelbach» fragte alle über 65-Jährigen in der Gemeinde per Brief an, ob sie die Patenschaft für ein Quartier oder eine Strasse übernehmen und dort auf ihren Spaziergängen den Abfall einsammeln würden. Die Kommission organisiert zudem jedes Jahr einen Clean-Up-Day.

F wie Fasnacht

Die Fasnacht in Strengelbach kann auf eine lange Tradition zurückblicken. So sollen bereits in den 70er-Jahren Kindergärtnerinnen des Säget-Kindergartens mit den Kindern einen Umzug durchgeführt haben. 1980 wurde die Guggenmusik «Sträggelebrätscher» gegründet, welche den Umzug fortan kakophonisch begleitete. Zwei Jahre später gründeten Mitglieder der «Sträggelebrätscher» zudem die Martins-Zunft. Die Zunft sollte allen die Möglichkeit bieten, aktiv an der Fasnacht mitzuwirken, auch ohne ein Instrument zu spielen. Die «Sträggelebrätscher» und die Martins-Zunft sorgen auch heute noch für eine aktive und attraktive Fasnacht in der Gemeinde.

G wie Goldfisch

Über 100 Goldfische setzten Unbekannte verbotenerweise im Frühling 2011 im Däntschweiher aus. Weil die Goldfische sich rasch vermehrten und unter anderem Froschlaich frassen, musste der Natur- und Vogelschutzverein Strengelbach den Amphibienweiher renaturieren und die ungebetenen Gäste entfernen. Der Däntschweiher ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Grillstelle.

H wie Hardmatt

Das Seniorenzentrum Hardmatt bietet neben 54 Einzelzimmern für pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner 38 komfortable Seniorenwohnungen in verschiedenen Grössen und mit zahlreichen Dienstleistungen rund um die stationäre und ambulante Pflege an.

I wie Indoorspielplatz

Der Tummelplatz in Strengelbach ist der grösste Indoor-Kinderspielplatz im Aargau. Auf 1400 m2 bietet der Betreiber viele Attraktionen und Spielspass für Kinder vom Krabbelalter bis etwa zehn Jahre. Der Tummelplatz befindet sich im Bleicheareal auf Strengelbacher Boden und wurde 2015 eröffnet.

J wie Johanneskirche

Die Johanneskirche der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Strengelbach wurde 1952 erbaut und war das erste Kirchengebäude in Strengelbach, weshalb die Kirche auch mit einem Türmchen mit Glocke versehen ist. Neben den Gottesdiensten der EMK finden in der Johanneskirche auch regelmässig Konzerte statt. Unter dem Label «Kulturplatz Strengelbach» treten immer wieder namhafte Künstler aus der Schweiz und Europa in der Kirche auf.

K wie Kreisel

Nach sieben Monaten Bauzeit wurde der Kreisel am Kreuzplatz im Oktober 2014 für den Verkehr geöffnet. Bereits zwei Jahre zuvor hatte die Gemeindeversammlung einen Kredit in der Höhe von über 1 Mio. Franken für die Realisierung des Kreisels gutgeheissen. Insgesamt kostete der neue Kreisel rund 2,2 Mio. Franken, den Hauptanteil zahlte der Bauherr, der Kanton Aargau. Der Kreiselschmuck wurde durch das azb gestiftet. Die vier Quader, die in der Skulptur eingearbeitet sind, symbolisieren die Integration und die Zusammenarbeit.

L wie Leistungsschau

Wie vielfältig das Gewerbe in Strengelbach ist, erfahren die Besucher an der Gewerbeausstellung, der «GAST». Zum letzten Mal fand der Anlass, welcher jeweils vom Gewerbeverein Strengelbach organisiert wird, im Herbst 2018 statt. Die Leistungsschau des einheimischen Gewerbes war für alle Beteiligten ein Erfolg. Zahlreiche Besucher strömten zwischen Freitag- und Sonntagabend
aufdasStrengelbacherSchulareal.Auf1000m2Ausstellungsflächepräsentiertensich77Aussteller.Dienächste«GAST»istimJahr2022vorgesehen.

M wie Museum

Das Dorfmuseum Graberhaus befindet sich an der Brittnauerstrasse in einem Bauernhaus aus dem Jahr 1928. In regelmässigen Abständen können abwechslungsreiche Ausstellungen besucht werden. Die ortsgeschichtliche Sammlung umfasst Forst- und Landwirtschaftsgeräte, geschichtliche Dokumente aus der Region, eine Schuhmacherwerkstatt sowie eine Eiersammlung. Ein besonderes Ausstellungsstück ist der «Gemeindestein» aus dem Jahr 1839, ein rechteckiger, monolithischer Trog, der als «Dörfli-Tresor» diente.

N wie Neumatt

Im März 2015 wurde endlich gut, was lange währte: die neue Dreifachsporthalle Neumatt wurde offiziell eröffnet. Fast 15 Jahre lang war der Bau einer neuen Halle Thema in Strengelbach. Nach langem Hin und Her sowie einigen Stolpersteinen sprach die Gmeind 2012 einen Kredit von 9,8 Mio. Franken für den Neubau. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte die Sporthalle der Schule und den Vereinen zum Gebrauch übergeben werden.

O wie Oberstufe

Seit 2018 führt die Schule keine eigene Oberstufe mehr. Die Strengelbacher Schüler besuchen den Oberstufen-Unterricht in Brittnau. Beide Gemeinden konnten die Mindestschülerzahlen nicht mehr erfüllen. Die gemeinsame Oberstufe in Brittnau ist jedoch nur eine Zwischenlösung. Spätestens ab 2027 werden die Oberstufenschüler der beiden Dörfer in Zofingen zur Schule gehen, wo ein regionales Oberstufenzentrum geführt werden soll.

P wie Prominenz

Mehrere bekannte Persönlichkeiten haben einen Bezug zu Strengelbach. So wuchs etwa Starkoch Daniel Humm in Strengelbach auf. Heute lebt und arbeitet er in New York und gilt als einer der besten Köche der Welt. Ebenfalls in Strengelbach aufgewachsen ist die Schriftstellerin Simone Lappert. Der Schweizer Trompeter und Bandleader Beny Rehmann lebte bis zu seinem Tod 2014 in Strengelbach.

Q wie Querelen

2013 ging es hoch zu und her im Gemeindehaus. Im Gemeinderat kam es zu diversen Querelen unter den damaligen Ratsmitgliedern. Die Zusammenarbeit im Gremium verschlechterte sich so sehr, dass gegen Ende der Amtsperiode ein Jurist, der als Mediator fungierte, die Gemeinderatssitzungen begleitete. Zudem hatte sich die Staatsanwaltschaft Zofingen mit mehreren Anzeigen wegen Amtsgeheimnisverletzung zu beschäftigen. Bei den Gemeinderatswahlen im Herbst 2013 zeigten die Stimmbürger, was sie von den Streitereien hielten: keiner der bisherigen Gemeinderäte wurde wiedergewählt. Der Gemeinderat wurde komplett ausgewechselt und fünf neue Ratsmitglieder gewählt. Alle fünf Gemeinderäte, die damals gewählt wurde, sind auch heute noch im Amt.

R wie Rot

Erst seit 1960 kommt das Gemeindewappen offiziell in Gelb und Blau daher. Zwar erschien das Wappenbild mit dem Schräglinkfluss bereits 1811 erstmals. Doch lange Zeit herrschte Unklarheit über die Farbgebung. So ist auch eine Variante mit einem Hintergrund in Rot und einem weissen Fluss überliefert. Diese Variante hatte jedoch zu grosse Ähnlichkeit mit dem Brittnauer Wappen, weshalb man sich schliesslich auf die Gelb-blaue Variante einigte.

S wie Strangilbah

Der Ortsname Strengelbach stammt vom althochdeutschen Strangilbah, was «Bach mit vielen Nebenläufen» bedeutet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1263. Tatsächlich führen drei Gewässer entlang der Gemeindegrenze, die Wigger, die Pfaffnern und der Geissbach.

T wie Turm

Still war es in der Umgebung der reformierten Kirche Strengelbach im Januar und Februar. Kein Glockengeläute war aus dem Kirchturm zu hören. Stahlseile, welche den 30 Meter hohen Kirchturm stabilisieren und die Schwingungen der fünf Kirchenglocken ausgleichen, mussten ersetzt werden. Acht Stahlseile verlaufen in jeder Ecke des 51-jährigen Turms vom Boden bis zur Turmspitze. Im August 2016 waren einige der Seile gerissen. Stahlbau-Techniker mussten die übrigen Seile kappen, damit der Bau nicht in Schieflage geraten konnte. Weil der Kirchturm ohne die fehlenden Stahlseile nicht stabil genug war, um das Glockengeläut im gewohnten Rahmen zu betreiben, mussten diese ersetzt werden.

U wie Unfall

Im Dezember 2007 kam es auf einer Baustelle am Hüglimattweg zu einem Unfall, der schweizweit für Schlagzeilen sorgte. Beim Betonieren einer Tiefgaragendecke stürzt die Decke ein, zwei Bauarbeiter kamen ums Leben. Der für die Baustelle verantwortliche Polier wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Zum Einsturz der Decke führte gemäss Anklageschrift die Tatsache, dass ein Deckenelement auf Anordnung des Poliers mit einem «absolut untauglichen Verfahren» angehoben worden war.

V wie Voi

Ende 2019 schloss die Postfiliale in Strengelbach ihre Türen. Seither können die Strengelbacher ihre Postgeschäfte in der Voi-Filiale an der Langenthalerstrasse erledigen. Auch die Postfächer und der Postomat wurden zum Voi verschoben. Selbstverständlich kann im Voi auch für den täglichen Bedarf eingekauft werden. Ohnehin müssen die Strengelbacher für den Einkauf ihre Gemeinde nicht verlassen. Neben dem Voi Migros sind auch die Detailhändler Coop, Denner und Spar mit einer Filiale in Strengelbach vertreten.

W wie Wiggertaler Bienenzüchter

Der Wiggertaler Bienenzüchterverein hat seinen Sitz in Strengelbach und wurde 1886 gegründet. Aktuell zählt der Verein rund 180 Mitglieder. Der Verein fördert die Bienenzucht und setzt sich für eine einwandfreie Honigqualität ein. Um dieses Ziel zu erreichen, werden regelmässig Grundkurse für den Imkernachwuchs sowie Königinnen-Zuchtkurse angeboten. Der Verein unterhält eine eigene Belegstation im St. Ueli in Strengelbach.

X wie x-fach

Sie ist die wahrscheinlich bekannteste und erfolgreichste Sportlerin aus Strengelbach: Dolores Emmenegger-Jaros. Während 21 Jahren gehörte die Karateka zum Schweizer Nationalkader. X-fach durfte sie sich während ihrer langen Karriere über Edelmetall freuen. Sie nahm an fünf Weltmeisterschaften der International Federation of Karate (IFK) teil. Dabei holte sie einmal Einzel-WM-Silber und dreimal WM-Bronze im Team. Zudem durfte sie sich 14 Mal als Schweizer Meisterin auszeichnen lassen und errang diverse Siege an internationalen Turnieren. Die Präsidentin des Karateclubs Strengelbach beendete ihre erfolgreiche Karriere im Frühling 2019.

Y wie Yanmei Huang

Die Chinesin Yanmei Huang designt und produziert in ihrem Atelier in Strengelbach aussergewöhnliche 3D-Pop-up-Karten. Für die Karten werden zuerst Skizzen erstellt, am PC nachgezeichnet und berechnet und schliesslich mit dem Laser ausgeschnitten. Von Hand, teilweise mit der Pinzette, werden die einzelnen Teile zusammengebaut und dann mit der Karte vereint. Ihr Können zeigt Yanmei Huang auch immer wieder an verschiedenen Workshops in Strengelbach. Die 3D-Pop-up-Karten vertreibt die Chinesin unter anderem an diversen Märkten in der Schweiz.

Z wie Zaubergärtli

Bereits 1974 wurde die Spielgruppe Strengelbach ins Leben gerufen. Anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums und dem gleichzeitig stattfindenden Dorffest suchten die Verantwortlichen per Wettbewerb einen neuen, passenden Namen. Seit 2009 heisst die Spielgruppe nun Zaubergärtli. Die Räumlichkeiten der Spielgruppe Zaubergärtli befinden sich auf dem Schulareal im Kindergarten Breitbach. Neben dem «Zaubergärtli» gibt es in Strengelbach noch zwei weitere Spielgruppen-Angebote.

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