Ausweispflicht in Clubs und Bars – Kanton Aargau ergreift weitere Massnahmen gegen Corona

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Kantonsärztin Yvonne Hummel sagt an der Medienkonferenz, die Contact Tracing Stelle komme wegen der steigenden Fälle an den Anschlag. (Bild vom April 2020) © Severin Bigler

Im Kanton Aargau gilt für Bar- und Clubbesucher ab Freitagabend eine Ausweispflicht. Bei Missachtung der Vorgabe droht den Betrieben die Schliessung. Der Grund für die Ausweispflicht ist der Trend zu steigenden Covid-Fallzahlen.

Die Ausweispflicht gilt ab Freitag, 18.00 Uhr, wie die Kantonsärztin Yvonne Hummel am Donnerstag vor den Medien in Aarau ausführte. Restaurationsbetriebe sind ausgenommen. Die von der Kantonsärztin angeordnete Massnahme dauert vorerst bis Mitte August.

Die Ansteckungsgefahr durch eine infizierte Person sei in Bar- und Clubbetrieben sehr hoch, wie die Erfahrungen zeigten, sagte Hummel. Deshalb sei es wichtig, dass mögliche Kontaktpersonen identifiziert und informiert werden könnten.

«Massnahmen sollen dort angeordnet werden, wo das Risiko zur Virusübertragung hoch ist», hielt die Kantonsärztin fest. Die Ausweispflicht stelle die Überprüfung der Identität sicher, indem Bar- und Clubbetreiber verpflichtet würden, bei der Führung der Präsenzliste die Eintragungen mit einem zuverlässigen amtlichen Ausweis abzugleichen. Als amtliche Ausweise gelten Pass, Identitätskarte oder Führerausweis.

Vor allem Personen aus Balkanstaaten

Die Clubs- und Barbetriebe würden kontrolliert, ob sie die Auflagen einhielten, sagte Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati (SVP). Den Betrieben drohe bei Missachtung die Schliessung. Wenn die Massnahme bis in etwa zehn Tagen nicht wirke, würden die Schrauben angezogen und alle Clubs müssten schliessen.

Mit Hinweis auf den Fall Spreitenbach sagte Gallati, dass die Personen mit Neuansteckungen zu 90 Prozent aus den Balkanstaaten stammten.

Der Mehraufwand gegenüber einer bereits heute korrekt durchgeführten Kontakterhebung sei gering, und die verlässlicheren Daten trügen zu einer besseren Nachverfolgungsmöglichkeit der Infektionsketten bei, hielt Gallati fest.

Deutliche Zunahme von Infektionen

Nach den Lockerungsschritten der letzten Wochen sei im Aargau seit neun Tagen eine deutliche Zunahme von Neuinfektionen verzeichnet worden, sagte Hummel. Seit dem 24. Juni sei es zu 75 Neuinfektionen gekommen.

Ein Grossteil davon ist gemäss Kantonsärztin auf die Superspreader-Ereignisse in Zürich und Spreitenbach zurückzuführen. Aktuell werden 65 infizierte Personen und 227 Personen in Quarantäne vom Contact Tracing Center betreut. (sda)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

unbrauchbar

psu
schrieb am 03.07.2020 18:36
Was bringen die Kontrollen- nichts!!
die Ansteckungen müssen verhindert werden. Rückverfolgen mit 10 tägiger Quarantäne sind vollswirtschaftlich der grösste Unsinn.
Clubs müssen vorüber geschlossen werden bis die Fallzahlen konstant gegen 0 gehen.
Masken im Zug und beim Coiffeur und auf der andern Seite enges Tanzen auf kleinen Tanzflächen ohne Abstände und Schwitzen. Eine Virusverbreitung sondergleichen. Ist katastrophal!

Alles wird gut

Ueli Bühler
schrieb am 03.07.2020 10:39
Tja Herr Hofer. Diesen Kommentar kann ich mir einfach nicht verkneifen. Kaum kommen Worte die nicht in Ihr Weltbild passen, werden Sie ausfällig und ziehen sich schmollend zurück. Wie ich schon immer sagte Ihre Kommentare entbehren jeglicher Sachbezogener Grundlage. Sind überflüssig und braucht niemand!
Und Tschüss!

Alles wird gut

B. Hofer
schrieb am 03.07.2020 09:29
Ich denke, jetzt haben sich die richtigen gefunden: Masken-, Helm- und Gurtenverweigerer, Knorrlis «Kurzhöseler» und selbsternannte Virologen. Besserwisser und Verschwörungsfanatiker dieser Welt - vereinigt euch unter dem Motto: «Schlagt die Bullen flach wie Stullen!» Und alles wird gut!
P.S. Ich bin raus - war unterhaltsam mit euch, aber alles hat Grenzen - imfau!;-)

Fraglich

Ueli Bühler
schrieb am 03.07.2020 08:28
Klar dürfte wohl sein, dass der Anstieg der Fallzahlen, alleine der Einreise von Ostblockstaaten zuzuschreiben sind. Und den Clubs und Bars. Da ist eine Hygieneverordnung aber sowas von nicht durchführbar. Ich frage mich wo die Politiker dieses mal wieder Hingeschaut haben? Der ÖV ist sicherlich nicht der Treiber dieser Entwicklung! Es wurden ja 800 Millionen für den ÖV gesprochen. Jetzt werden noch viel mehr Gelder nötig werden. Niemand wird mehr damit fahren wollen! Viele gehen einfach mit dem Auto!

Es gibt genug Schlupflöcher

Michael Oelting
schrieb am 03.07.2020 07:43
Sind Bar- und Clubbetreiber überhaupt in der Lage zu überprüfen, ob ein Pass echt oder gefälscht ist. Oder ob den Ausweis einer anderen Person dabei hat? Früher war es keine Seltenheit, dass jemand mit dem Ausweis des älteren Bruder/der älteren Schwester Zutritt zu Anlässen mit Mindestalter erschlich oder dass Zwillinge nur ein einziges GA oder Halbpreisabo hatten. Es ist (zumindest als Mann über 30) einfacher, mit falschen Personaldaten in einen Club zu kommen als in kurzen Hosen.
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