SwissCovid-App hat eine Million Nutzer – aber nur 40 positiv Getestete hatten die App aktiviert

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Die SwissCovid-App hat eine Million aktive Nutzer. © Keystone

Sang-Il Kim, Leiter der Abteilung digitale Transformation beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), ist mit den ersten zwei Wochen seit Einführung der SwissCovid-App zufrieden. Die App hat inzwischen eine Million Nutzer. «Verglichen mit der Zahl der potenziellen Smartphone-User, die die App installieren können, finden wird das eine sehr gute Zahl», sagt Kim gegenüber Radio SRF am Mittwoch. 

Im Vorfeld war oft die Rede davon, dass rund 60 Prozent der Bevölkerung die App benutzen müssten, damit sie effektiv ist. Allerdings sei das eine Fehlinterpretation einer einzelnen Studie gewesen, so Sang-Il Kim. Er nennt einen tieferen Zielwert: «Wenn wir über zwei Millionen aktive App-Benutzer haben, bin ich persönlich froh.»

Die Zahl der aktiven Apps ist zur Zeit die einzige konkrete Angabe, welche das BAG zur SwissCovid-App machen kann. «Aufgrund unseres dezentralen Ansatzes können wir gar nicht wissen, wer und wie viele gewarnt werden», so Kim weiter. 

Wie die Tamedia-Zeitungen am Mittwoch berichten, sollen von den 910 Personen, die seit Einführung der App am 25. Juni positiv auf Corona getestet wurden, nur rund 40 von ihnen die App aktiviert haben. Die Kantone hätten rund 40 Freigabecodes an App-Nutzer verteilt, lediglich 30 hätten den Code anschliessend eingelöst, so der Zeitungsbericht. Dass nur 40 der neu Infizierten die App nutzten, sei nicht zu wenig, sagt das BAG auf Anfrage der Zeitungen. «Jede Infektion, die im Kampf gegen das Virus verhindert werden kann, ist hilfreich und damit ein Erfolg.»

Um genauer Auskunft geben zu können, müssten die verschiedenen kantonsärztlichen Dienste erheben, wie viele der positiv getesteten Personen sich aufgrund der App testen liessen. Nur so könne man feststellen, ob die App wirklich wirksam sei, sagt Sang-Il Kim im Radio-Interview. Die Gespräche dazu mit den Kantonen seien angelaufen. Erste Zahlen seien frühestens in ein paar Wochen zu erwarten, da die Kantone aktuell stark mit ihrem Contact Tracing ausgelastet seien.

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