Die Pöstler hielten das Land zusammen

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Den Dank an Pöstlerinnen und Pöstler schrieben Kinder mit Kreide auf Strassen. Bild: zvg

Am 1. Mai 2020 trat Dijana Ilic ihre Stelle als neue Teamleiterin der Poststelle Zofingen an. Auch ihre Stellvertreterin Gentiana Preni ist neu in ihrer Position. Mit Teamleiter Peter Rytz ging eine Menge Erfahrung in der ersten Phase der Corona-Krise in den Ruhestand. Um die Hygieneregeln einhalten zu können, erlebte die Filiale einen markanten Umbau mit Einbahnstrassensystem und Markierungen auf dem Boden. Das Angebot an den Schaltern konzentrierte sich auf die postalischen Grundleistungen. Alles andere wie Bücher, Büromaterial, Postkarten oder Handys und Zubehör verschwanden mit den Regalen. Gründlich Hände waschen hiess es für die stark reduzierte Belegschaft jede halbe Stunde. Einige der Mitarbeitenden gehörten der Risikogruppe an, andere betreuten ihre Kinder zu Hause. Lange Schlangen in und vor dem Eingang der Zofinger Poststelle bildeten sich. Für die Postkunden war Geduld mit einem oder mehreren aufzugebenden Päckchen in der Hand angesagt. Die Öffnungszeiten wurden angepasst oder verkürzt, so auch in Zofingen. Überstunden konnten vermieden werden. 

Mitte März stieg die Paketmenge stark an, weil die Leute online bestellten. Allein im März wurden 17 Prozent mehr Pakete verarbeitet als vor Jahresfrist. Anfang April verstärkte sich das Wachstum erneut, die Mengen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent zu. Nach wie vor sind die Paketvolumina schweizweit um 30 Prozent höher als zu normalen Zeiten. Entsprechend waren die Postangestellten gefordert – auch das Team in Zofingen unter der Leitung von Dijana Ilic. Während des Lockdowns gab es im Paketzentrum an Samstagen Extraschichten. 

Die meisten Kundinnen und Kunden hatten Verständnis für die getroffenen Massnahmen. Viele zeigten sich dankbar dafür, dass trotz der ausserordentlichen Lage ihre Post funktionierte. Es gab viele positive und aufmunternde Kundenreaktionen, die zeigten, dass die Arbeit der Post auch in schwierigen Zeiten geschätzt wird. «Merci, dass ihr dafür sorgt, dass wir zu Hause bleiben können» – dieser Satz war oft zu hören. Die Zustellenden erhielten Dankespost, Kreidebilder und liebevoll gestaltete Botschaften von Kindern. Während am Anfang die Unsicherheit gross war und nicht alles perfekt lief, wurden mit zunehmender Dauer die Schutzmassnahmen zur Routine. Beeindruckend sei die enorme Solidarität unter den Pöstlern gewesen. Eine interne Jobbörse für temporäre Aushilfseinsätze wurde rege genutzt. Ganze Teams organisierten sich um, um in der Zustellung aushelfen zu können. 

Die Tatsache, dass Pöstlerinnen und Pöstler zur Grundversorgung des Landes beigetragen hätten, habe das Land zusammengeschweisst, heisst es bei der Schweizerischen Post. Sämtliche Mitarbeitenden, ob am Schalter, in der Zustellung oder in den Paketzentren, waren stark gefordert. Alle Massnahmen umzusetzen und gleichzeitig einen guten Service zu bieten, sei anspruchvoll gewesen. «Um eine Bilanz zu ziehen, ist es noch zu früh», sagt Antoinette Feh, Leiterin Politik & Kommunikation der Post in der Deutschschweiz. Das Coronavirus ist und bleibt im Post-Alltag präsent. «Alle sind nach wie vor bemüht, ihren Beitrag zur Krisenbewältigung zu leisten, und packen kräftig an, um die Schweizer Bevölkerung gut zu versorgen. Zofingen ist da keine Ausnahme.» 

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