FC Aarau entlässt Patrick Rahmen, Ex-Assistent Stephan Keller übernimmt

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Nach gut zwei Jahren ist seine Zeit beim FC Aarau abgelaufen: Cheftrainer Patrick Rahmen © freshfocus

Die Trennung hat sich abgezeichnet, dass es so schnell geht, ist eine Überraschung: Der FC Aarau trennt sich zwei Tage nach dem 1:4 in Kriens von Cheftrainer Patrick Rahmen - trotz Vertrag bis Sommer 2021. Präsident Philipp Bonorand und Sportchef Sandro Burki informierten den 51-Jährigen am frühen Freitagmorgen über die Entlassung.

Der FC Aarau wird mit einem neuen Konzept, das den Fokus auf der Jugendförderung hat, in die nächste Saison starten. Dass damit einhergehend auf der Trainerposition ein Wechsel vorgenommen wird, davon musste man ausgehen. Rahmens Rucksack, die enttäuschende Saison 2019/20, wog zu schwer für den Neuanfang.

Gerne hätten die FCA-Verantwortlichen die Saison mit Rahmen beendet. Die neuerliche Bankrotterklärung, das 1:4 in Kriens, die dritte seit dem Wiederbeginn nach der Coronapause nach dem 0:5 in GC und dem 2:5 in Winterthur, war jedoch die eine zuviel: Der FCA will die Saison unbedingt tabellarisch anständig beenden - sprich mit einem Rang in der oberen Tabellenhälfte. Seit dem Re-Start der Meisterschaft ist der FCA jedoch nicht von Rang 8 weggekommen.

Rahmen war seit Sommer 2018 für die 1. Mannschaft verantwortlich und führte den FC Aarau im letzten Jahr nach einer sensationellen Aufholjagd, als sich die Mannschaft zwischen Ende Oktober 2018 und Ende Mai 2019 in 25 Spielen nur einmal bezwingen lassen musste, in die Barrage zur Super League. In dieser wurde nach dem 4:0-Sieg im Hinspiel gegen Xamax der sichergeglaubte Aufstieg auf historische Art und Weise noch vergeigt. Kurz darauf platzte in letzter Sekunde Rahmens Wechsel zum FC Basel. Insgesamt stand Rahmen bei 71 Spielen als Aarauer Cheftrainer an der Seitenlinie und holte im Schnitt pro Partie 1,52 Punkte.

Rahmens Nachfolger ist Stephan Keller. Was wiederum keine Überraschung ist: Der 41-Jährige hat mit einem halbjährigen Unterbruch seit Sommer 2017 als Co-Trainer beim FCA gearbeitet. Nach der Entlassung von Ex-Chefcoach Marinko  Jurendic im Frühjahr 2018 übernahm er im Duett mit dem Holländer Ton Verkerk für 14 Partien die sportliche Leitung der Profimannschaft und setzte bedingungslos auf die Jugend. In 11 Partien holte das Duo Keller/Verkerk bemerkenswerte 17 Punkte.

Stephan Keller, hier im Einsatz als Interimstrainer im Frühjahr 2018 - seit heute beerbt der 41-Jährige Patrick Rahmen als Chefcoach

Stephan Keller, hier im Einsatz als Interimstrainer im Frühjahr 2018 - seit heute beerbt der 41-Jährige Patrick Rahmen als Chefcoach

© Freshfocus

Kellers Ernennung zum Cheftrainer ist nicht frei von Brisanz: Es ist ein offenes Geheimnis, dass Sportchef Sandro Burki bereits damals gerne mit Keller als Cheftrainer weitergearbeitet hätte. Wegen dessen fehlender Diplome jedoch war dies nicht möglich, also übernahm Patrick Rahmen. Im Januar 2019 kehrte Keller nach einer halbjährigen Absenz als Assistent von Rahmen zurück. Die beiden führten eine professionelle Beziehung. Nach der Coronapause kehrte Keller nicht mehr zurück zum FCA - offiziell, weil er nach dem Erhalt der nötigen Diplome woanders selber als Cheftrainer anheuern wollte. Ob Keller damals schon ahnte, dass er schon bald Rahmen als FCA-Cheftrainer beerben wird?

Keller erhält einen Vertrag bis 2023. Beim FCA scheint man sehr überzeugt, dass er der richtige Mann für das neue Jugendkonzept ist. Bereits am Freitagnachmittag wird Keller das erste Training leiten, tags darauf feiert er das Debüt im Heimspiel gegen Winterthur. Kurios: Auch als Keller im April 2018 als Interimstrainer von Jurendic übernahm, hiess der erste Gegner Winterthur - der FC Aarau gewann 2:1.

Am Freitag um 11 Uhr informieren Präsident Bonorand, Sportchef Burki und der neue Cheftrainer Keller an einer Pressekonferenz. Die AZ begleitet die Pressekonferenz mit einem Online-Liveticker.
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Chance verpasst

pas
schrieb am 10.07.2020 12:42
Rahmen hätte gescheiter zum FCB gewechselt und x-mal mehr verdient als beim FCA. Jetzt hat er die Quittung und wird kaum mehr Trainer in der SL. Glück und Pech eines Trainers liegen eng nebeneinander
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