Aarburg in alten Ansichten (4/15): Wo einst der Handel florierte, kann man heute verweilen

Sammlung Heimatmuseum Aarburg
Philipp Muntwiler (8. Juni 2020)

Auf diesem Bild von 1903 ist von der heutigen Quaianlage an der Landhausstrasse noch nichts zu sehen. Noch steht im Vordergrund dominierend eines der Landhäuser. Als «Landhaus» werden mehrere heute abgebrochene oder umgebaute Massivbauten bezeichnet, in denen die «gelandeten» Güter gelagert wurden, wenn sie nicht gleich weitertransportiert werden konnten. Ganz rechts im Bild ist ein Teil des sogenannten grünen Hauses – auch dieses gehört zur Gruppe der Landhäuser – zu erkennen, das dieses Jahr bereits Thema im Zofinger Tagblatt war. Das Schulhaus Hofmatt befindet sich noch im Bau. Es wurde zu Beginn des Wintersemesters 1904 bezogen. Hinter dem Landhaus, an der heutigen Landhausstrasse, befinden sich zwei gewölbte Keller von je rund 20 Metern Länge, die aus dem Jahre 1818 stammen und noch heute als Weinlager Verwendung finden. Sie sind die einzigen verbliebenen Zeugen für den ehemals lebhaften Güterumschlag an der Aare. Nach Abriss des Landhauses 1903 werden in den Jahren bis 1908 die Quaianlagen und das Aarepärkli gebaut. 1914 schliesslich wird die Wetterstation errichtet.

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