Erste Duftmarke von Keller-Fussball

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Aaraus Torschütze Kevin Spadanuda (oben) im harten Zweikampf mit dem Vaduzer Gabriel Lüchinger. (Bild: Michael Zanghellini/Freshfocus)

Ist es das Glück der Tüchtigen? Im Rheinpark-Stadion läuft die Nachspielzeit, als nach einer letzten Flanke in den Aarauer Strafraum Denis Simani in idealer Position ungedeckt zum Kopfball kommt, das Ziel aber um wenige Zentimeter verfehlt. Pech für das Heimteam, Glück für die Gäste.

Glück, das sich der FC Aarau jedoch redlich verdient hat. «Aarau ist besser», sagt ein Vaduz-Fan in der Halbzeitpause.  Die kürzestmögliche Analyse bedarf keiner weiterer Worte, sie trifft den Nagel auf den Kopf.  Nach fünf Minuten übernimmt das Team von Neo-Trainer Stephan Keller im Ländle das Zepter. Wer den Tabellenstand nicht kennt, muss davon ausgehen, dass es Aarau ist, das Hoffnungen auf den Barrageplatz hegt. Und nicht die schwerfälligen Vaduzer.

Entgegen dem Spielverlauf dann aber das 1:0 für das Heimteam. Der wiedergenesene Jérôme Thiesson, der sonst einen soliden Part abliefert, lässt sich links aussen von Schwizer vernaschen. Dessen Flanke landet über Umwegen bei Vaduz’ Trainersohn Noah Frick, der wiederum mit viel Gefühl einnetzt. Gekonnt gemacht von Frick, doch FCA-Goalie Nicholas Ammeter gibt in dieser Szene keine   gute Figur ab. Aus sieben Metern darf sich ein Torhüter auf diesem Niveau nicht überlobben lassen.

Mit Können und Glück den Punkt verteidigt

Gut für Ammeter, dass sich seine Vorderleute nicht aus dem Konzept bringen lassen und weiter mutig den Weg nach vorne suchen. Nach dem Ballgewinn schnurstracks nach vorne – im zweiten Spiel nach seiner Amtsübernahme ist die Handschrift von Stephan Keller auf dem Platz erkennbar. Vor allem das Flügelspiel, umgesetzt von den explosiven Kevin Spadanuda und Liridon Balaj, gefällt. Auch Donat Rrudhani, eigentlich ein Mittelfeldspieler, der an vorderster Front die falsche Neun gibt, macht seine Sache gut. Doch weil der Kosovare nicht über die Wasserverdrängung eines Stossstürmers verfügt, verpuffen die vielen guten Angriffe der Aarauer in der Zone vor dem gegnerischen Tor, wo Spiele nun mal entschieden werden.

So ist das Tor zum 1:1 in der 30. Minute durch Kevin Spadanuda ein zu kleiner Lohn für eine starke erste Halbzeit. Der punktgenaue 60-Meter-Pass von Olivier Jäckle, die feine Ballkontrolle von Spadanuda und dessen schneller Abschluss – so einfach und so schön kann Fussball sein.

Weil kurz darauf Manuel Sutter einen Schnitzer des sonst stabilen Affolter nicht zur Führung für Vaduz ummünzen kann, drängen die Aarauer ab Beginn der zweiten Halbzeit ihrerseits auf das 2:1. Zwischen der 60. und 75. Minute taumeln die Vaduzer, werden von den aufsässigen Gästen zu einer Fehlerorgie gezwungen, die jedoch folgenlos bleibt: Balaj, Spadanuda und zwei Mal Rrudhani vergeben beste Möglichkeiten.

Tüftelt Keller gegen den Aufsteiger weiter?

In der Schlussviertelstunde trifft ein, was zu erwarten war: Angestachelt von der Aussicht, dass ein Punkt im Barregerennen eine Vorentscheidung zu ihrem Nachteil sein könnte, werfen die Vaduzer alles nach vorne. Mit Können und dem erwähnten Glück des Tüchtigen bei Simanis Matchball in der Nachspielzeit retten die Gäste den Punkt über die Zeit.

Auch wenn Aarau durch das Unentschieden  im Kampf um das Minimalziel «Rang 5» weiter Boden verliert – nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge im «Ländle» lässt sich auf diesem 1:1 aufbauen. Keller veränderte drei Tage nach der 2:3-Niederlage bei seinem Debüt gegen Winterthur die Startelf auf fünf Positionen, was in einer guten Organisation und Stabilität über die gesamte Spielzeit mündete. Man darf gespannt sein, ob Keller im nächsten Spiel gegen Aufsteiger Lausanne-Ouchy weitertüftelt oder am starken Ensemble in Vaduz festhält.

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