Beachsoccer-Star Noel Ott bringt einen Hauch von Welt nach Zofingen

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Aufgrund seiner spielerischen Fähigkeiten im Sand haben die Fans Noel Ott (rechts) den ehrenvollen Übernamen «Lionel Messi des Beachsoccers» verpasst. (Bild: zvg)

Seit einigen Wochen spielt Lionel Messi beim SC Zofingen. Es handelt sich allerdings nicht um den argentinischen Superstar des FC Barcelona, sondern «nur» um Noel Ott. Der 26-jährige Aargauer bringt trotzdem etwas internationalen Glanz nach Zofingen. Denn Noel Ott zählt zu den besten Beachsoccer-Spielern der Welt. Nach der Wahl zum «Rising Star» 2014, dem vielversprechendsten Nachwuchsspieler, wählten ihn die Trainer und Captains der 138 Beachsoccer-Nationalteams 2017 in die Weltauswahl. Seine Qualitäten auf dem Sand sind derart begehrt, dass ihn Klubs aus Russland und Italien eigens für ihre Meisterschaftsspiele einfliegen lassen.

Aber warum der Vergleich mit Lionel Messi? «Das kommt von meinem Engagement beim FC Barcelona», erzählt Ott. Als er mit dem Beachsoccer-Team der Katalanen ein Turnier bestritt, meinten die einheimischen Fans, dass Ott körperlich und spielerisch ähnliche Eigenschaften besitze wie der sechsfache Weltfussballer des Jahres. «Ausserdem trug ich wie Messi die Nummer 10», fügt Ott hinzu. Er fühle sich geehrt ob des besonderen Vergleichs, bilde sich deswegen aber nichts ein: «Ich bin immer noch der Noel.»

Mit viel Leidenschaft bis in den WM-Final?
Ohnehin geniesst das Spektakel auf dem Sand momentan eine nebensächliche Rolle. Wegen der Corona-Pandemie wurden zahlreiche nationale Meisterschaften, darunter auch jene in der Schweiz, abgesagt. Nach der Verschiebung des Qualifikationsturniers für die WM 2021 in Moskau sind der Schweizer Cup und das Euroliga-Finalturnier im September als einzige Events der Beachsoccer-Saison 2020 übriggeblieben – sofern sie denn stattfinden.

«Keine Wettkämpfe bestreiten zu können, ist extrem deprimierend. Man lebt und trainiert für diesen Druck», sagt Noel Ott, der sich nach dem letztjährigen Gewinn des SM-Titels mit den Grasshoppers den Havana Shots Aargau angeschlossen hat. Die aussergewöhnliche Situation vermag seinen Ehrgeiz jedoch nicht zu bremsen. «Ich träume von der Teilnahme in einem WM-Final», sagt er, «die Qualität dazu ist im Schweizer Nationalteam definitiv vorhanden».

Weil das Beachsoccer-Training in reduzierter Form abgehalten wird, bleibt Ott mehr Zeit für den Rasenfussball – und somit für den SC Zofingen. Normalerweise ist neben den drei Einheiten auf Sand nur eine mit dem SCZ möglich, während der Freitag fix zur Erholung dient. «Mir war wichtig, dass in der Mannschaft alle mit dieser Abmachung einverstanden sind. Ich will nicht für Unruhe sorgen», betont Ott, der es bei GC bis in die U18-Auswahl geschafft hat.

Weil der Stürmer tagsüber als Personalverantwortlicher bei einem Oftringer Unternehmen, das Gläser für die Autoindustrie produziert, ebenfalls gefordert ist, braucht es viel Leidenschaft, um den Alltag zu koordinieren. «Wenn das Interesse für etwas vorhanden ist, findet man immer Zeit dazu», sagt Ott. Er sei aber froh, dass sein Umfeld Verständnis für seinen Lebensstil zeigt, «und glücklicherweise habe ich einen Arbeitgeber gefunden, der mich unterstützt».

Hodzic-Brüder bringen den Wechsel ins Rollen
Verantwortlich dafür, dass Otts Weg zum SC Zofingen geführt hat, sind Anel und Dino Hodzic. Ein Jahr nach ihrem Abgang sind die beiden Brüder diesen Sommer vom FC Wettingen, der sich freiwillig aus der 2. Liga inter zurückgezogen hat, auf die Trinermatten zurückgekehrt. «Ich bin im April nach Zofingen gezogen. Darauf meinten sie, ich könne nun auch hier Fussball spielen», erzählt Ott, der zuvor mit den Hodzics in Wettingen gespielt hat. Angesichts der beruflichen und sportlichen Umstände sei der Wechsel tatsächlich die naheliegendste Lösung gewesen, zumal die Beachsoccer-Trainings in Basel und Aarau stattfinden.

So wurde das Trio Teil des Neuanfangs beim SC Zofingen unter Trainer Hansruedi Birrer, der den Posten von Flavio Catricalà übernommen hat. Obschon der Start in die Vorbereitungsphase mit einem 4:4 gegen Erstligist Wohlen und einem 5:3-Sieg gegen Sursee gut verlief, hält man sich bei den Thutstädtern in Sachen Zielsetzung noch bedeckt. «Testspiele sind nie aussagekräftig. Und weil wir noch nicht wissen, wo wir stehen, ist es schwierig, ein Ziel zu formulieren», sagt Noel Ott. Klar sei hingegen einzig: «Wir wollen dafür sorgen, dass der SC Zofingen in der Stadt und der Umgebung einen positiven Ruf geniesst», sagt Ott.

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