«Langsam müssen wir lernen, damit zu leben»: Regierungssprecher Peter Buri über das Coronavirus

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Regierungssprecher Peter Buri an der Medienkonferenz “Coronavirus-Pandemie (COVID-19) im Kanton Aargau – erstes Zwischenfazit, Ausblick und Aufhebung der kantonalen Notlage“, am 17. Juni 2020 im Grossratsgebäude Aarau. (Severin Bigler)

Auf dem Höhepunkt der ersten Welle war die Aargauer Kantonsregierung besonders gefordert. Die Mehrheit der Aargauer Kantonsregierung hatte sich mit Corona infiziert – zu den Erkrankten gehörten unter anderem der Polizei- und Justizdirektor Urs Hofmann (SP), Finanzdirektor Markus Dieth (CVP), Baudirektor Stephan Attiger (FDP) oder der Krisenstabchef Dieter Wicki. Auch Kantonspolizeikommandant Michael Leupold und der Regierungssprecher Peter Buri wurden nicht verschont.

Drei Monate nach seiner Erkrankung kann Buri im Tagesgespräch auf TeleM1 immerhin auf einen guten Verlauf der Erkrankung zurückblicken. «Ich gehöre glücklicherweise zu der Gruppe der geheilten Corona-Patienten, denen es gut geht», so Buri. Nach der Isolation und gewissen Nachwehen fühle er sich wieder so wie zuvor.

Nichtsdestotrotz war er gerade in dieser Zeit besonders gefordert. Trotz Erkrankung häufte sich die Arbeit, immer und immer wieder mussten Pressekonferenzen abgehalten werden. «Für meine Kollegen und mich war das eine grosse Herausforderung. Kurzfristig mussten wir tiefergehende Massnahmen kommunizieren, die eine einschneidende Wirkung auf das Alltagsleben der Aargauerinnen und Aargauer hatten», sagt er. Überhaupt habe man zu keiner Zeit mit einer Krise gerechnet, die derart lange anhält.

Der Balanceakt zwischen Panikmache und Ignoranz 

Gleichzeitig habe man sich seit Anfang Jahr weiterentwickelt und neue Erkenntnisse dazugewonnen. «Es liegt in der Natur der Sache, dass wir sehr viel gelernt haben. Man wusste zuvor nur wenig über die Krankheit», so Buri. Das habe dazu geführt, dass die erste Welle mit einer derart hohen Ansteckungsrate wüten konnte. Gerade das Contact-Tracing habe damals noch nicht professionell funktioniert. 

Dass die Kantone nun, nachdem die erste Welle bewältigt wurde, wieder vermehrt die Zügel in der Hand haben, begrüsst er. Es sei richtig und wichtig, dass man eine Mischform habe und individuell Massnahmen ergriffen werden können. «Wir haben das im Kanton so gelöst, dass das Gesundheitsdepartement zusammen mit der Kantonsärztin in der Verantwortung ist. Sie beschliessen derzeit, was in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt», sagt er. 

Gleichzeitig weist er darauf hin, dass der Balanceakt zwischen Panikmache und Ignoranz kein leichter ist. Es sei schwierig, die Lage richtig einzuschätzen. Dass immer mehr Menschen bereits wieder zum Normalzustand zurückgekehrt sind, beobachtet er deshalb mit gemischten Gefühlen.

«Ich glaube, dass wir weiter als im Februar sind. Langsam müssen wir aber lernen, damit zu leben», so Buri. Es gebe immer ein kalkuliertes Restrisiko. Trotzdem mahnt er die Bevölkerung: «Die Massnahmen sind vielleicht nicht immer sofort logisch und verständlich, sie sind aber wichtig für das Gesamtsystem, und um die Ausbreitung einzudämmen.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Kein problem

Ueli Bühler
schrieb am 16.07.2020 14:07
Für mich wenigstens nicht. Da ich eigentlich immer versuche zum Artikel einen Kommentar zu schreiben. Was von anderen leider nicht behauptet werden kann.

Sie sind weg!

Oliver Schweizer
schrieb am 16.07.2020 14:00
Ja genau, Herr Bühler, die sind verschwunden, die Kommentare zu diesem Artikel. Mit Zauberei hat das allerdings wenig zu tun, es genügt, wenn ich im Erfassungssystem das Kästchen "Kommentarfunktion ausschalten" anklicke. Ich befürchte, diese "Zauberfunktion" wird in Zukunft öfter zum Einsatz kommen...

Wo sind sie geblieben?

Ueli Bühler
schrieb am 16.07.2020 13:55
Die Kommentare des Artikels: «Stasi in der Schweiz» – Facebook-Gruppe greift «Blick» an und flyert gegen Maskenpflicht. Einfach wie durch Zauberhand in einem Computer verschwunden? Nicht mehr vorhanden. Weg Nada nichts als leere und einige Kommentare von zb. einem Besser Reto. Der Besser in der Versenkung geblieben wäre.

Panik?

H . M.
schrieb am 16.07.2020 13:36
Noch ein Politiker der auf Panik Taste drückt. Abwarten und schauen. Das müssen diese Menschen tun. Die Leute haben schon genug Angst! Easy und schliesst endlich die Brutherde des Virus. Die Clubs.
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