Viele schwere Coronafälle: Was das Kantonsspital Aarau über Covid-19 herausgefunden hat

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Im KSA waren auch jüngere Menschen unter den schweren Corona-Fällen. © Rolf Jenni

Auch junge Menschen ohne Vorerkrankungen, die am Coronavirus erkrankt sind, können einen schweren Krankheitsverlauf durchmachen. So lautet eines der Ergebnisse einer jüngst publizierten Beobachtungsstudie des Kantonsspitals Aarau (KSA).

Das Spital hat die Krankheitsverläufe der ersten 99 Patientinnen und Patienten, die es während des Höhepunkts der Coronapandemie stationär behandelt hat, untersucht. Rund ein Drittel aller beobachteten stationären Patientinnen und Patienten zeigte schwere oder komplizierte Krankheitsverläufe, die entweder eine Intensivbehandlung notwendig machten oder zum Tode führten.

Schwerer Verlauf auch bei Personen ohne Vorerkrankungen

«Interessant ist, dass die Studie zeigt, dass ein sehr hohes Alter oder bestimmte vorhandene Grund- respektive Risikovorerkrankungen nicht zwingend zu diesen schweren Verläufen führen», schreibt das Spital in einer Mitteilung.

Auch unter 60-Jährige ohne schwere Grunderkrankungen könnten betroffen sein. Allerdings relativieren die tatsächlichen Zahlen diese Aussage etwas: Von den 99 Patientinnen und ­Patienten waren 30 unter 60 Jahre alt. Von diesen 30 hatten sieben keine Grunderkrankung.

Von diesen 7 wiederum hatten drei einen sehr schweren Verlauf und wurden auf der ­Inten­sivstation behandelt. Alle drei hätten überlebt, teilt das KSA auf Anfrage mit.

Patienten ohne schweren Krankheitsverlauf seien im Schnitt zwischen vier und zehn Tagen hospitalisiert gewesen, solche mit schwerem Krankheitsverlauf zwischen neun und 24 Tagen, schreibt das KSA. Insgesamt 19 Personen mussten künstlich beatmet werden, das ist die Hälfte aller Personen mit schweren Krankheitsverlauf.

Von den 19 beatmeten Patientinnen und Patienten haben 12 überlebt. Insgesamt sind von den 99 Patientinnen und Patienten 18 gestorben.

Studie soll künftige Behandlungen verbessern

Ob eine Covid-19-Erkrankung tendenziell einen schweren Verlauf nimmt, lasse sich insbesondere anhand von Entzündungs- und Blutsättigungswerten und dem allgemeinen klinischen Zustand des Patienten abschätzen, so die Studie.

Die Autorinnen und Autoren des KSA erhoffen sich, dass ihre Ergebnisse zusammen mit den Daten aus weiteren Schweizer Spitälern es künftig möglich machen werden, Risikomodelle für die Schweiz zu entwickeln, die eine noch bessere Verlaufsprognose ermöglichen und damit auch die Behandlung verbessern helfen.

Die Studie wurde am 15. Juli 2020 im «Swiss Medical Weekly» publiziert. Im Fokus der Studie standen lediglich solche Patientinnen und Patienten, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und hospitalisiert werden mussten.

Wieder mehr Personen im Aargau mit Corona infiziert

Vom Montag auf Dienstag hat die Zahl der Coronafälle im Aargau um 19 zugenommen. Aktuell sind 54 Infizierte in Isolation, 158 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Am KSA werden derzeit 2 Coronapatienten behandelt.

Auch in Heimen ist es wieder zu Ansteckungen gekommen. Laut Statistik des Kantonsärztlichen Dienstes haben sich 3 Personen in Heimen angesteckt. (rka)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Studie

Ueli Bühler
schrieb am 23.07.2020 09:28
Wie gesagt wird mit diesem Wort im Moment sehr schnell nur so um sich geworfen. Mit 99 Patienten zu behaupten eine Studie gemacht zu haben ist einfach nur fahrlässig. Diese Studie bei der ich mitgemacht habe und immer noch mache. Ist auch das KSA zuständig. Diese Ärztin würde nie mit so wenig Patienten Arbeiten. Das geht einfach nicht. Zudem sind diese Patienten zu wenige um verlässliche Zahlen zu liefern. Auch der Zeitraum ist zu kurz um genaue Angaben machen zu können. Im nächsten Spital sieht es wieder ganz anders aus! Die Verunsicherung der Bevölkerung ist so schon gross genug. Finden Sie nicht auch?

Stimmt.

Ueli Bühler
schrieb am 23.07.2020 08:20
Diese Statistiken sind mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Auch hier ist eine Frau an Krebs verstorben welche in der Liste der Covid 19 Toten geführt wird. In dieser Zeit von Februar bis Juli 2017 sind ca. 21 000 Menschen an den relevanten Todesursachen wie Krebs 9500 und Herz Kreislauf ca.11500 verstorben. Man kann es auch so sagen: "Gestorben wird immer!"

Verfügbare Daten sind doch ok

Bruno Jäggi
schrieb am 23.07.2020 08:18
Wieso so negativ Herr Bühler? Diese Zahlen des KSA sind real, auch wenn es nicht tausend Fälle sind. Ich bin kein Arzt oder Corona-Spezialist und habe diese Information zur Kenntnis genommen.
Ein Hinweis sind die Angaben des KSA auf jeden Fall.

Wers glaubt wird seelig

Vera Schung
schrieb am 23.07.2020 07:18
bei den 18 wird wohl auch ein bekannter dabei sein der Krebs hatte und auch am Krebs gestorben ist, aber unter den Covid19 gestorbenen geführt wird , und es auch als Todesursache angeben wurde, kommisch war nur das er 3 Tage vorher noch negativ getestet wurde , und siehe da plötzlich war er ein Covid 19 Toter .

Woran gestorben?

A. B.
schrieb am 22.07.2020 23:57
"Insgesamt sind von den 99 Patientinnen und Patienten 18 gestorben" Sind die Leute an oder mit gestorben, wurde obduziert oder wird in der Schweiz auch davon abgeraten? Viele offene Fragen - Allgemein!

Es reicht

A. Josz
schrieb am 22.07.2020 21:02
Herr Bühler

Bitte: Haben Sie die Anzahl Ihrer Kommentare mal gezählt? Es ist schon fast krankhaft, wie Sie wie niemand sonst zu allem was zu sagen haben. Einmal reicht!
Dazu die dauernde Verniedlichung von Covidi19.
Die 99 Leute waren zu 100 Prozent die ersten 99, somit ist die Stichprobe sogar der Gesamtmenge gleichzusetzen.
Kann nur hoffen, dass Sie endlich jemanden kennenlernen, der selber stark von dieser Krankheit betroffen ist/war.

Schwerer Verlauf?

Ueli Bühler
schrieb am 22.07.2020 11:50
Schon wieder eine Studie die ihren Namen einfach nicht verdient. Jedem Wissenschaftler sträuben sich die Nackenhaare bei dieser sogenannten Studie. Wie kann mit 99 Patienten von einer Studie gesprochen werden. Ich mache an einer Studie zum Herz Kreislauf System mit. Die Herzspezialisten sagten mir es brauche mindestens 1000 Patienten die über Jahre beobachtet werden um eine Aussage kräftige Studie zu erhalten. Mit reinen Spekulationen ist dies höchstens als eine Beobachtung einer kurzfristigen Lage zu sehen! Ich würde gerne einmal einen Wissenschaftler dazu hören? Sind ab sofort jegliche Spekulationen als Studie zu bewerten?
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