Borkenkäfer-Plage: 2020 toppt das Rekordjahr 2019

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Borkenkäfer-Schäden (Archivbild ZT)

Im Jahr 2019 hat in den Wäldern des Forstrevieres Leerau-Rued der Borkenkäfer mindestens 4500 m3 Nadelholz befallen. Betroffen waren vor allem Fichten und Tannen, aber auch Föhren und Lärchen. Fast die Hälfte der Schäden ist im Privatwald von Schlossrued angefallen. 

Bis zum Frühling 2020 wurde viel befallenes Holz gefällt. Sägefähiges Rundholz konnte grösstenteils vermarktet und abgeführt werden. Der Absatz für Industrieholz und Energieholz ist jedoch sehr gering. Wegen fehlenden Absatzkanälen sind vor allem im Privatwald mindestens 1000 m3 Schadholz stehen geblieben. 

Bereits ab Mitte März 2020 waren die Temperaturen für die Entwicklung der Borkenkäfer günstig. Dazu kam eine Periode von sechs Wochen ohne nennenswerte Regenmengen. So ist die erste Generation der Borkenkäfer früher ausgeflogen als in Vorjahren und hat bereits im Mai und Juni über 1000 m3 Nadelholz frisch befallen. Hotspot ist erneut der Privatwald in Schlossrued. Der Anfall von Käferholz dürfte sich im Forstbetrieb Leerau- Rued dieses Jahr gegenüber dem Rekordjahr 2019 nochmals erhöhen. 

Die Rundholzlager der schweizerischen Sägewerke sind voll. Wegen der Corona-Pandemie musste der Einschnitt teilweise reduziert werden, zudem war der Export eingeschränkt. Mehrmengen können im Inland und auch in Europa nicht abgesetzt werden. Im Moment ist es schwer möglich, befallene Bäume bis zum Abschluss der Entwicklung der Käfer konsequent aus dem Wald zu entfernen. 

Aktuell erhalten Aargauer Waldeigentümer für Käferholz folgende Beiträge: 12 Franken/m3 wenn das Holz im Wald entrindet wird, wenn das Holz an ein Zwischenlager transportiert wird, welches mehr als 500 Meter vom nächsten Fichtenbestand entfernt liegt, oder wenn das Holz in einem Zwischenlager gehackt wird. Ebenfalls richtet der Kanton Beiträge für die Wiederbewaldung bei flächigen Schäden aus. Diese Beiträge stehen auch den privaten Waldbesitzern zu. 

Auf Druck von zwei Postulaten hat der Regierungsrat ein Massnahmenpaket erarbeitet. Für 9,6 Millionen Franken soll der Aargauer Wald fitter gemacht und die Waldbesitzer finanziell entlastet werden. Der grösste Teil des Geldes ist für die Wiederbewaldung veranschlagt. Weiter will der Regierungsrat auch den Verkauf von Aargauer Holz stärken, indem Projekte für die Entwicklung von neuen Holzprodukten unterstützt werden. Das Massnahmenpaket geht nun bis Ende September in die öffentliche Anhörung. Der Grosse Rat wird Ende Jahr über den vorgeschlagenen Kredit entscheiden. Bei einer Annahme würden die Massnahmen ab 2021 greifen. (pd) 

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