Bei der Credit Suisse droht ein grosser Stellenabbau: Die Grossbank steht vor einem markanten Umbau

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Thomas Gottstein ist seit Mitte Februar Konzernchef der Credit Suisse. Er folgte auf Tidjane Thiam. © Gaetan Bally / GAETAN BALLY

Morgen Donnerstag um 07:00 Uhr legt die Credit Suisse ihre Halbjahreszahlen vor. Zahlreiche Mitarbeiter der Grossbank dürften die Ergebnisse jedoch nur am Rande interessieren. Vielmehr werden sie die Medienmitteilung danach absuchen, ob es zu einem markanten Stellenabbau kommt.

Die Anzeichen dafür haben sich zuletzt stark verdichtet. So berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, der neue Chef Thomas Gottstein werde die Bank deutlich umbauen. So will er die von seinem Vorgänger Tidjane Thiam eingeführte Aufteilung des Investment Banking in zwei Sparten rückgängig machen.

Das Geschäft mit Aktien- und Obligationenhandel hatte Thiam in die Sparte Global Markets gepackt, die lukrative Beratung für Fusionen und Übernahmen sowie Grossfinanzierungen in eine zweite Sparte namens Investment Banking & Capital Markets. Letztere machte in den vergangenen Quartalen wiederholt Verluste.

Grosser Risikoapparat

Gottstein will auch die beiden Bereiche Risk und Compliance zusammenlegen. Bei letzterem geht es vor allem darum, zu überprüfen, ob in der Bank Gesetze und interne Richtlinien eingehalten werden. Im Nachgang zur Finanzkrise 2008 habe die Grossbank hier massiv ausgebaut, schrieb kürzlich die «Sonntagszeitung», die ebenfalls über den bevorstehenden Umbau der Bank berichtete. Die Kosten seien von damals 700 Millionen auf zuletzt 1,3 Milliarden Franken pro Jahr gestiegen.

Gottstein will nun offenbar Doppelspurigkeiten abbauen. So hat jede der fünf Divisionen jeweils eigene Chefs für die Bereiche Risk und Compliance, wie die Zeitung weiter schreibt. Ferner haben auch Rechtseinheiten wie die Londoner Tochter je eigene Risk- und Compliance-Verantwortliche. Und entsprechende Mitarbeiterstäbe.

In der Schweiz könnten Filialen geschlossen werden. «Das Online-Banking hat einen Schub erhalten, beispielsweise im Zahlungsverkehr, sagte Gottstein in einem Interview mit der NZZ im Mai. Die Bedeutung und damit auch die Zahl der Filialen werde deshalb weiter abnehmen.

Gottstein will mit weniger Personal auskommen

Wie viele Stellen der Um- und Abbau letztlich kosten wird, ist unklar. «Mittelfristig werden wir sicher mit weniger Personal auskommen – vor allem auch, weil wir das Geschäft weiter automatisieren werden», sagte Gottstein im NZZ-Interview. Offenbar greift der neue CS-Chef bereits früher zur Sparkeule. Die Bank beschäftigt derzeit rund 48500 Angestellte.

Unabhängig davon, wie viele Mitarbeiter es trifft, für sie wird es nun ein besonders harter Schlag sein. Während der Coronakrise einen neuen Job in einer Branche zu finden, die zuvor schon unter Druck stand, wird besonders anspruchsvoll.
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Entlassungen.

Ueli Bühler
schrieb am 29.07.2020 12:59
Auch die anderen Banken werden Leute entlassen. Ob wegen der Corona Krise ist nebensächlich. Tatsächlich ist die Automatisierung wohl der Grund! Das wird für die Betroffenen sehr hart werden!
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