Der kleine Befreiungsschlag des FC Aarau

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Zwei Tore von Liridon Balaj (Mitte) reichen nicht zum Sieg gegen die Grasshoppers. (Bild: freshfocus)

Im Fussball ist es wie im normalen Leben. Man sieht sich mindestens zweimal. Für Stephan Keller war das Spiel gegen GC insofern speziell, als dass er seine aktive Karriere als Siebenjähriger 1986 bei den F-Junioren der Zürcher lancierte. 13 Jahre später klopfte der Verteidiger mit dem grossen Kämpferherzen an die Tür der ersten Mannschaft. Jetzt, nach weiteren 21 Jahren, traf er als Cheftrainer des FC Aarau erstmals auf GC.

Logisch, dass der Druck auf Keller vor dem GC-Spiel nach fünf sieglosen Partien und dem Gewinn von nur zwei Punkten gross war. Als ein teilweise begeisternd aufspielender FC Aarau nach einer Stunde 2:0 führte, schien der Mist geführt. GC aber kam dank Doppeltorschütze Mychell Chagas zurück, ja GC stand am Schluss dem Sieg sogar näher. Kurz vor Schluss hätte Schiedsrichter Luca Piccolo nach einem Foul von Jérôme Thiesson an Fabio Fehr innerhalb des Strafraums zwingend auf Penalty für GC entscheiden müssen. Piccolo pfiff nicht – und ersparte dem FC Aarau eine Niederlage, die nach der guten Leistung besonders bitter gewesen wäre. So blieb es schliesslich beim 2:2. Ein Resultat das insofern in Ordnung geht, als dass Aarau zwar ein deutliches Chancenplus hatte, GC in der Schlussphase aber am Drücker war.

Sechs Tore hätte Aarau vor der Pause erzielen können

Der FC Aarau kam gut aus den Startlöchern und ging nach zwölf Minuten in Führung. Liridon Balaj profitierte von einem haarsträubenden Fehlpass von Djibril Diani und erzielte mit einem Flachschuss aus zehn Metern das 1:0. Der siebte Saisontreffer des 20-jährigen Kosovaren wirkte auf die Mannschaft wie ein Befreiungsschlag, ja wie eine Erlösung. Yvan Alounga mit drei Topchancen, Elsad Zverotic mit zwei hochkarätigen Möglichkeiten und Balaj hätten das Spiel schon vor der Pause für Kellers Mannschaft entscheiden können. Es ist kein Witz. Die Aarauer hätten in der ersten Halbzeit sechs Tore erzielen können, ja erzielen müssen.

Es war allerdings nicht so, dass nur der FC Aarau offensive Akzente setzte. Weil sich die beiden Teams von Beginn an einen offenen Schlagabtausch lieferten, kam auch GC zu Chancen. Giotto Morandi und Mychell Chagas hatten das 1:1 auf dem Fuss. In der zweiten Halbzeit ging es im gleichen Stil weiter. Unter dem Motto spielen und spielen lassen reihte sich eine offensive Aktion an die andere. Als Balaj nach einem Missverständnis zwischen GC-Verteidiger Elias Mesonero und Torhüter Mirko Salvi gar das 2:0 erzielte, schien Aarau auf die Siegesstrasse einzubiegen. Nach Chagas‘ Doppelschlag kehrte bei den Zürchern die Hoffnung auf einen Dreier zurück.

Der FC Aarau beendet die Saison auf Rang 8

Die starke Offensivleistung und der Punktgewinn gegen GC machen aus Sicht des FC Aarau ein wenig Mut. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Miguel Peralta musste in der Startphase wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Es besteht Verdacht auf Kreuzbandriss. Man muss froh sein, dass die Saison am nächsten Sonntag mit dem Auswärtsspiel in Schaffhausen zu Ende geht.

Weil Vaduz gegen Schaffhausen 3:1 gewann und Lausanne im Derby Stade Lausanne-Ouchy mit 4:0 besiegte, wird der FC Aarau am Ende auf dem achten Rang klassiert sein. Eine Platzierung, die den Ansprüchen des Klubs mit hohen Ambitionen nicht gerecht wird.

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