Grossratswahlen 2020: Ein vorsichtiger Blick in die Kristallkugel

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Wer hat am 18. Oktober Grund zum Jubeln – gehört zu den 140 Glücklichen, welche die Wahl in den Grossen Rat geschafft haben? Erste Tendenzen zeichnen sich mit Blick auf verschiedene Parameter ab. Da ist zum einen die «Grosswetterlage», die nationale und internationale Politik, die Sorgen und Nöte, welche die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Das Covid-Virus hat unseren Wohlstand und unsere soziale Sicherheit wieder in den Fokus gerückt – Klima und andere Umweltthemen etwas verdrängt. Wirkt sich dies auf die Resultate der Grossratswahlen aus? In Form von Sitzverlusten für die Grünen und die GLP wohl kaum. Aber können sie zulegen? Zugpferde im Bezirk sind der Zofinger GLP-Stadtrat Dominik Gresch oder Daniel Hölzle, Präsident der Grünen Aargau. 

In Krisen setzen die Menschen meist auf das Bewährte. Das sind die als wirtschaftskompetent geltenden bürgerlichen Parteien – aber auch die SP. Letztere konnte bei den Nationalratswahlen ein Mandat zulegen und hat vor vier Jahren bei den Grossratswahlen im Bezirk Zofingen einen dritten Sitz gewonnen – sie muss allerdings auf die Bisherige Viviane Hösli verzichten. 

Um bei Personen zu bleiben: Bei der SVP sind nach der Wahl von Martina Bircher und Benjamin Giezendanner in den Nationalrat neue Leute nachgerückt, die sich nun in den Wahlen beweisen müssen. Zudem verzichtet die ehemalige Reitnauer Frau Gemeindeammann Regina Lehmann auf eine erneute Kandidatur. Einen Aderlass muss auch die FDP verkraften. Hier ist es Herbert H. Scholl, der nach rund 40 Jahren im Kantonsparlament nicht mehr antritt. Anders die CVP: Sie hat das Glück, dass auf ihrer Liste der parteilose Zofinger Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger erneut kandidiert. Er und Urs Plüss von der EVP dürften punkto Wiederwahl kaum schlaflose Nächte haben. 

Weg von den Personen, hin zu den Parteien und damit zum Wahlsystem und dessen Unwägbarkeiten. Seit 2008 kennen wir für die Sitzzuteilung ein Verfahren, das nach seinem Entwickler Friedrich Pukelsheim benannt ist. Vereinfacht wird in einem ersten Schritt ermittelt, wie viele Mandate eine Partei im ganzen Kanton errungen hat, und danach werden die Sitze auf die Bezirke verteilt. So soll der Grosse Rat zu einem möglichst exakten Spiegelbild des Aargaus im Kleinen werden. Für Zofingen ist spannend, wie es mit der EDU weitergeht. Martin Lerch (Rothrist) bekam seinen Sitz, weil Rolf Haller im Bezirk Kulm die Hürde des Quorums nehmen konnte. Das traut man ihm wieder zu – aber die EDU Zofingen ohne Lerch? Eine andere Frage betrifft die BDP, die an den Wahlen nicht mehr teilnimmt: Wohin gehen deren Stimmen? Gesamtkantonal waren das 2016 immerhin 2,71 Prozent Wähleranteil. 

 

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