«Die Pension fühlt sich nicht fremd an»

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Für Margrit Vonaesch stand die Freude der Kinder am Singen und an der Musik immer im Vordergrund. Bild: Katrin Petkovic

Die Strengelbacherin Margrit Vonaesch ging vor ein paar Wochen offiziell in Rente. In der Praxis hat ihre Pension bereits vor Jahren angefangen. «Ich hatte einen fliessenden Übergang», sagt sie. 1976 begann sie in Reiden als Primar- und Musikgrundschullehrerin. Nach mehreren Jahren Unterricht an der Unterstufe in Reiden gründete sie mit ihrem Mann eine Familie, zog nach Strengelbach und widmete sich, nebst kleineren Stellvertretungen, ausschliesslich ihrer wachsenden Familie. 1992 begann sie an der Musikschule Strengelbach Blockflöte zu unterrichten. Das Musizieren und Singen mit Kindern hat sie schon immer fasziniert. So begann sie mit Weiterbildungen und gründete im Jahr 2000 den Kinderchor. Etwas später folgten das Eltern-Kind-Singen, das Musiggärtli und die Singspatzen. «Das Singen mit Kindern war immer eine Herzensangelegenheit von mir», so die fünffache Mutter. Als aber vor zehn Jahren gesundheitliche Probleme aufkamen, musste sie reduzieren. «Damals unterrichtete ich an allen Unterstufenklassen in Strengelbach Musik und Bewegung. Dort trat ich kürzer», erzählt die 65-Jährige. Seither habe sie ihr Pensum jährlich etwas reduziert. 

Schritt für Schritt alles abgegeben 

Ein Glücksfall ergab sich mit dem Kennenlernen und der folgenden Zusammenarbeit mit Regula Blum-Kolb. Mit grossem Elan stieg diese in die Kinderchorarbeit ein, übernahm die Singmeisli und machte aus dem Kinderchor den Chor «TuCanta». Regula Blum-Kolb sei Margrit Vonaesch eine gute Freundin geworden. «Wenn ich sehe, mit welcher Freude und Inbrunst Regula mit den Kindern singt und musiziert, kann ich das Ganze mit gutem Gefühl abgeben», so Vonaesch. Auch das Eltern-Kind-Singen durfte sie vor einem Jahr an ihre Tochter Eva Tüscher-Vonaesch und Fabienne Probst-Baumgaertner abgeben. Im letzten Schuljahr war Margrit Vonaesch noch für drei Lektionen angestellt. «Für mich fühlt sich die Pension nicht fremd an. Ich habe das Privileg, dass ich als freie Mitarbeiterin bei den Chören weiterhin dabei sein kann.» 

Viel Engagement und Herzblut nötig 

Dass sie Lehrerin geworden ist, habe vor allem ihre Mutter gefreut, die damals Mitglied der Schulpflege in Reiden war. «Sie meinte, ich sei die ideale Lehrerin», erzählt Vonaesch mit einem Schmunzeln. Auch der Berufsberater meinte, der Lehrerinnenberuf sei das richtige. «Und das war es im Nachhinein auch.» Da die Nachfolge bei den Kinderchören noch nicht klar war, blieb sie ein Jahr länger als üblich an der Seite von Blum-Kolb. Mit Irina Lehmann, Primarlehrerin an der Unterstufe in Strengelbach, hat sich im letzten Jahr dann eine Nachfolgelösung ergeben. 

Als Musiklehrperson brauche es viel Engagement und Herzblut, damit sich die Kinder wieder anmelden. Dabei stand für Vonaesch die Freude der Kinder an der Musik immer im Vordergrund, ganz nach dem Motto des Frühlingskonzertes 2019: «Fröndschaft bim singe, bringt s Härz zom klinge!» 

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