Spitex warnt vor falschen Hoffnungen

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Ziel war damals im 2017, die Gemeinde Aarburg vor einem Fehltritt zu bewahren. Nämlich den Spitex-Leistungsauftrag für die steuerzahlenden Aarburger nicht einem Konkurrenten zu übertragen, sondern bei der geplanten, regionalisierten Spitex mitzumachen. Schon damals warben die Befürworter des Regionalisierungsvorhabens, namentlich Max Moor, Geschäftsführer Spitex-Verband Aargau, und Rebekka Hansmann, Präsidentin Spitex-Verband Aargau, mit inhaltslosen PR-Worthülsen, bar jeder nachprüfbarer betriebswirtschaftlicher Zielperspektive für das Projekt. Und so entstand in der Folge ganz offensichtlich eine kopflastige AG mit beispielsweise fünf Verwaltungsräten, ohne öffentlich verbindlichen Businessplan. Schon im ZT vom 8. Mai 2018 verschaffte sich das vorgenannte Befürworter-Duo ausreichend Beinfreiheit zur Unverbindlichkeit, um dereinst nicht an konkreten Zahlen gemessen zu werden Zitat: «Fundierte Aussagen über die tatsächlichen Kosten lassen sich erst nach drei bis fünf Jahren machen.» Oder: «Es geht um die Qualität, die isolierte Betrachtung der Spitex-Kosten greift dafür definitiv zu kurz.» Nun, nach mehr als eineinhalb Jahren der Betriebsaufnahme durch die Spitex AG reiben wir uns nicht unerwartet die Augen zum Rechenschafts-Interview (ZT 28. Juli) mit Christian Reize, VR-Präsident ebendieser AG, über die aktuelle (Miss-)Erfolgslage: Die den Defizit garantierenden Gemeinden verrechneten Kosten sind teilweise massiv höher. Ein Geschäftsbericht für die Öffentlichkeit fehlt bislang. Die Antwort von Reize zur Überdimensionierung des VR und dessen Gagen lässt sich bestens mit dem (Reiz-)begriff Plattitüde charakterisieren. Zudem sucht man im Interview vergebens – einmal mehr – nach irgendwelchen konkreten Zielsetzungen für die Zukunft. Die «falschen Hoffnungen» der Gemeindeoberen haben sich 2019 also ins genaue Gegenteil gekehrt, während Aarburg heute mit deutlich tieferen Spitexkosten dasteht und 2017 in weiser Voraussicht einem potenten Konkurrenten den Zuschlag gegeben hat. 

Rudolf Fankhauser, Rothrist 

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