Nur wenig fehlte für eine kleine Überaschung

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Zofingens Spielerinnen wie Valentina Ryser (rechts) und Teambetreuer Christoph Meyer blicken mit gemischten Gefühlen zurück. (Bild: gam)

«Am Ende fehlte das Tüpfelchen auf dem i», sagt Christoph Meyer. Der Teambetreuer des Zofinger NLA-Interclub-Teams meint damit, dass seine Equipe das Finalturnier vom Wochenende verpasst hat. Ein einziger Punkt fehlte in der Rangliste. Statt den Thutstädterinnen belegte Kreuzlingen nach der gestrigen letzten Runde Rang 4. Die Ostschweizerinnen bestreiten wie GC, Chiasso und Weihermatt am Samstag das Halbfinale, am Sonntag steht der Final der Frauen und der Männer an. «Die Enttäuschung war riesig nach dem Duell mit Sursee, als wir wussten, dass es nicht reicht», sagt Meyer.

Dabei waren die Thutstädterinnen im Luzernischen auf Kurs. Einen klaren Einzel-Sieg feierte Alina Granwehr gegen Kristina Milenkovic mit 6:2, 6:0. Granwehr zog ihr offensives Spiel durch und überforderte die defensiv eingestellte Gegnerin mit frechen, mutigen Schlägen. Valentina Ryser unterbrach mit cleveren Aktionen das Powertennis der 15-jährigen Tschechin Linda Fruhvirtova und bejubelte ein 6:1, 6:2. Zofingens Nummer 1 Caroline Werner nahm Luzerns Leaderin Leonie Küng (WTA 155) den zweiten Satz (6:3) ab. Nach langen Ballwechseln verlor die Deutsche in Zofinger Diensten aber das Champions-Tie-Break mit 7:10. Corina Mäder musste sich der 13-jährigen Brenda Fruhvirtova mit 1:6, 4:6 geschlagen geben.

Vor dem Doppel stieg der Druck

Zofingen absolvierte gestern nicht nur einen Wettstreit mit Sursee, sondern eben auch ein Fernduell mit Kreuzlingen. Zwei Punkte hatten die Ostschweizerinnen mehr auf dem Konto als die Thutstädterinnen, mussten aber bei Favorit Chiasso ran. Wer nach den Einzelpartien einen Blick auf den Liveticker warf, sah, dass Kreuzlingens Sophie Lüscher sich gegen die Tessinerin Marie Mettraux durchgesetzt hatte. Somit war klar: Zofingen musste beide Doppel gewinnen, um aus eigener Kraft Platz 4 sichern zu können. Bei einer Niederlage in einem der beiden Doppel hätten die Thutstädterinnen hoffen müssen, dass Kreuzlingen beide Doppel verliert, um noch punktgleich zu bleiben und dank gewonnenem Direktduell in den Finalevent zu kommen. Werner/Granwehr schafften mit 6:3, 4:6 und 12:10 den Sieg, Svenja Ochsner und Valentina Ryser verloren aber ihren Fight mit den Fruhvirtova-Schwestern mit 7:5, 3:6, 7:10.

Die Doppel waren Sinnbild für die gesamte Saison: eng, umkämpft, «und es hätten beide Partien auf beide Seiten kippen können», wie es Christoph Meyer formulierte. In der ganzen Saison zogen die TCZ-Frauen neunmal erst im Champions-Tie-Break den Kürzeren, zweimal verloren sie nach vergebenen Matchbällen. Gestern lagen Werner/Granwehr im Champions-Tie-Break 5:9 hinten, ehe ihnen die Wende zum 12:10 gelang. Ochsner/Ryser führten 6:3, bis ihre Gegnerinnen aufdrehten zum 10:7. Kreuzlingen gewann ein Doppel  gegen die nicht in Bestbesetzung angetretenen Tessinerinnen – und sicherte sich Rang 4.

Luft nach oben und eine genau Analyse

Um wie Mitaufsteiger Kreuzlingen die Überraschung zu schaffen und in den Halbfinal vorzustossen, mangelte es laut Christoph Meyer an zwei Dingen. «Zum einen fehlt es dem Kader an der Breite, wenn eine Spielerin angeschlagen ist, sind wir bereits sehr geschwächt. Eine, die jederzeit eine Partie gewinnen könnte, würde in einer solch intensiven Saison den Unterschied machen.»

Weil es keinen Absteiger aus der NLA gibt, ist die Saison für Zofingen beendet. Vorerst trennen sich die Wege der Spielerinnen, die heuer für den TCZ erstmals in der NLA spielten. Ferien, Trainings oder Turniere warten. Für den TC Zofingen folgen im Herbst Analysen, was das Abenteuer NLA-Tennis für alle Beteiligten bedeutet hat und danach Sponsorenverhandlungen und die Zusammenstellung des Teams für nächste Saison.

Die TCZ-Frauen nehmen trotz Wehmut, dass es knapp nicht für die Finalrunde reichte, viel Positives mit. Die Spielerinnen sprachen von einer «mega coolen, speziellen Woche» und genossen «happy» das im Tennis eher seltene Mannschaftserlebnis auf hohem sportlichem Niveau. Christoph Meyer schätzte die Begegnungen mit Topspielerinnen, Nachwuchstalenten, motivierten Funktionären und begeisterten Zuschauern: «Die Saison war kurz, intensiv und toll.»

 

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