Trotz Corona ist beim SC Langenthal vieles so wie es immer war

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SCL-Trainer Jeff Campbell freut sich auf die Herausforderung, alles aus seinem Kader herauszuholen. (Bild: Leroy Ryser)

Die Antwort überrascht nicht: «Es wäre komisch, wenn uns das Coronavirus kaltlassen würde», sagt Pascal Caminada, Torhüter des SC Langenthal. Die Unsicherheit, wann und ob gespielt werden kann, die Vorsicht, die nötig ist, um Ansteckungsfällen zu entgehen, die vieles kompliziert machen würden – all das verändert auch den Alltag eines Eishockeyprofis. «Es ist jetzt so, ändern kann man es nicht», ergänzt SCL-Stürmer Dario Kummer. «Wir tun, was der Bundesrat sagt und hoffen, dass die Zuschauer dennoch kommen dürfen.» Ausserdem bereite man sich vor, als würde die Swiss-League-Saison tatsächlich Mitte September starten. «Dann müssen wir bereit sein – und sonst sind wir immerhin gut trainiert», sagt der Langenthaler schmunzelnd.

Ähnlich klingt es auch bei SCL-Trainer Jeff Campbell: «Solange mir niemand etwas anderes sagt, müssen wir dann bereit sein. Also trainieren wir genau gleich, wie in anderen Jahren auch.» Spekulationen seien fehl am Platz – vor allem, wenn man früher starten sollte, als man erhofft hatte und dadurch für den Saisonstart nicht bereit wäre.

Keine Ausländer, dafür zehn Try-Out-Spieler
Tatsächlich sei denn auch – trotz neuer Vorschriften – vieles gleich. «Ein Puck, 100 Meter Feld: Eishockey bleibt Eishockey», sagt Jeff Campbell weiter. Anders ist vor allem das Kader. Erstmals seit langem stehen beim SC Langenthal nämlich keine Ausländer auf dem Eis, dafür aber gleich zehn Spieler, die sich in einem Try-Out für einen Vertrag empfehlen wollen.

Ein Problem sei dies nicht, findet der Trainer und hängt lachend an: «Eigentlich hätte ich gerne noch Connor McDavid und Sidney Crosby hier. Aber mein Job ist es, alles aus diesem Kader herauszuholen und auf diese Herausforderung freue ich mich», sagt Campbell, der mit dem SCL heute (20 Uhr) gegen MySports-League-Klub Huttwil bereits einen ersten Test absolviert. Nachdem der 39-jährige Kanadier in der letzten Saison bei seinem ersten Einsatz als Headcoach noch etwas nervös gewesen sei, habe er den diesjährigen Eistrainingsstart schon gelassener angehen können.

Grosse Vorfreude bei der neuen Nummer Eins
Ein bisschen anders sieht es bei Pascal Caminada aus, der in der Sommerpause nicht nur den Klub – er kam vom SC Bern –, sondern auch die Liga gewechselt hat. «In den ersten Trainings muss man sich wieder an alles gewöhnen. Die Bewegungen stimmen noch nicht, die Augen sind noch nicht ganz fit. Und ausserdem habe ich das Gefühl, die Schüsse kommen anders als noch in der National League», so der 33-Jährige. All dies werde sich aber in den nächsten Tagen einpendeln, aktuell freue er sich vor allem auf die neue Herausforderung beim SC Langenthal. Bei den Oberaargauern ist Caminada als Nummer-Eins-Torhüter für die bevorstehende Saison eingeplant.

Zu hoffen bleibt, dass auch der Bundesrat und das Coronavirus dem Eishockey wohlgesinnt sind. Endgültige Entscheidungen sind aber erst am 12. August im Rahmen der bundesrätlichen Pressekonferenz oder am 14. August bei der Ligaversammlung zu erwarten.

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