Was nun? Stoff- oder Hygienemaske? Die wichtigsten Fragen und Antworten

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Welche Maske schützt besser? Die selbstgemachte Textilmaske oder die Hygienemaske? © Christian Beutler / KEYSTONE

1. Welche Masken nützen?

Das hängt von zwei Faktoren ab: Wie gut die Maske am Gesicht anliegt und wie gut das Gewebe ist. Bei Stoffmasken empfiehlt sich, auf das Label «Testex Community Mask» zu achten. Dieses wurde von der Forschungsanstalt Empa und dem Schweizer Prüf- und Zertifizierungsunternehmen Testex entwickelt. Diese Masken entsprechen einheitlichen Vorgaben in der Filterfunktion, dem Spritzwiderstand oder der Textilverträglichkeit. Bei chirurgischen Masken (OP-Masken) gilt die Norm EN 14683.

Masken mit Partikelfilter sind weniger alltagstauglich und werden nur in speziellen Bereichen, zum Beispiel für medizinisches Personal bei gewissen medizinischen Behandlungen, empfohlen.

2. Wie gut schützen Stoffmasken?

Industriell gefertigte Textilmasken können getragen werden, wenn sie den Anforderungen des Labels «Testex Community Mask» entsprechen. Wie auch die Hygienemasken schützen sie vor allem andere vor einer Ansteckung. Von selbstgenähten Masken rät das Bundesamt für Gesundheit hingegen ab, da sie keinen zuverlässigen Schutz bieten. Klar ist auch: Es reicht nicht, sich einen Schal oder ein Tuch um Mund und Nase zu wickeln. Die Schutzwirkung ist zu gering, um damit eine Maske ersetzen zu können.

3. Wie oft kann ich zertifizierte Stoffmaske waschen?

Das Prüf- und Zertifizierungsunternehmen Testex empfiehlt, die Maske vor dem ersten Tragen bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Danach kann, gemäss Testex, die Stoffmaske noch mindestens vier weitere Male in der Waschmaschine gereinigt werden.

4. Was taugen die Stoffmasken mit austauschbarem Filter?

Der Zell- und Molekularbiologe Peter Wick arbeitet an der Forschungsanstalt EMPA und hat gemeinsam mit Epidemiologen die Schutzwirkung von Masken untersucht. Er sagt: «Dazu kann ich keine Ferndiagnose abgeben. Die Wirksamkeit hängt vom Filter und dem verwendeten Stoff ab. Zu einem späteren Zeitpunkt können sie einen gangbaren und nachhaltigen Weg darstellen, vorerst müssen aber Normen und Standards definiert werden.»

5. Design und Sicherheit: Gibt es Masken, die beides verbinden?

Ja, zum Beispiel jene des Schweizer Haute-Couture-Stoffherstellers Jakob Schläpfer. Genäht sind diese nach den Empfehlungen der Swiss National Covid-19 Science Task Force, geprüft durch die Empa, und je nach Geschmack mit Spitzen oder Pailletten bestickt. Ein Dreierpack Stoffmasken gibt es ab 36 Franken; eine Maske mit Paillettenstickerei kostet 95 Franken.

6. Was sagt die Wissenschaft zur Nützlichkeit von Masken?

Beim Husten oder Niesen bleibt ein Teil der Tröpfchen im Maskengewebe hängen. Zudem bremst die Maske den Luftstrom kräftig ab. Diejenigen Tröpfchen, die aus der Maske entweichen, bewegen sich viel weniger weit als bei einem ungebremsten Luftstrom. Das verringert die Gefahr, dass andere Menschen infiziert werden. Die Maske schützt aber auch in gewissem Mass die Person, die sie trägt. Beide Effekte kommen besonders dann zum Tragen, wenn Menschen den empfohlenen Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten können. Immer mehr Studien kommen zum Schluss, dass das Maskentragen eine bedeutende Rolle zur Eindämmung der Epidemie spielt.

7. Worauf muss ich beim Tragen einer Maske achten?

Da das Virus auch über die Hände verbreitet wird, sollten vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen der Maske die Hände gewaschen werden. Die Maske sollte nur an den Bändern angefasst werden. Sie muss Nase und Mund komplett bedecken. Hat die Maske einen Metallbügel, sollte er so zurechtgebogen werden, dass das Gewebe an der Nase möglichst dicht anliegt. Die Maske wird ausgewechselt, sobald sie von der Atemluft durchfeuchtet ist. Einwegmasken sollten sofort nach der Verwendung entsorgt, mehrfach verwendbare Stoffmasken bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

8. Maskenpflicht besteht im öffentlichen Verkehr. Wann sollte ich sonst eine Maske tragen?

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, in allen Situationen eine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Einzige Ausnahme: Wenn Trennwände oder ähnliche Schutzvorrichtungen vorhanden sind.

9. Wie viel kostet eine Maske?

Einwegmasken kosten vielerorts zwischen 70 Rappen und einem Franken pro Stück. Wer Glück hat und von einer Aktion profitiert, kriegt sie auch günstiger. Stoffmasken – von den Design-Stücken abgesehen – schlagen oft mit rund 15 bis 20 Franken zu Buche, dafür können sie mehrmals getragen werden.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Ansteckung an vielen Orten

A. Jost
schrieb am 06.08.2020 15:58
Hr Bühler

Die Masken schützen - nur weil das BAG mal anfangs Jahr was anderes gesagt hat, ist dies nicht zu bezweifeln. Sie zweifeln ja sonst alles an, was das BAG vermeldet; wieso nicht auch die Aussage, dass Masken nicht viel nützen?
Die Ansteckungen passieren zu einem grossen Teil in den Familen - nicht nur in der Schweiz. Dort werden keine Masken getragen.
Ergo: Die Ansteckungen passieren v.a. an jenen Situationen, wo sich die Menschen zu sicher wähnen.

Masken?

Ueli Bühler
schrieb am 06.08.2020 13:44
Diese Nützlichkeit sieht man in Deutschland besonders gut! Tag für Tag nehmen die Fälle zu. Trotz dem Masken tragen.
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