Der Leichtathletik-Nachwuchs kanns auch ohne Polizei – MIT VIDEO

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Das Nachwuchsmeeting des TV Zofingen im Stadion Trinermatten fand unter strengen Covid-19-Schutzmassnahmen statt. (Bild: Melanie Gamma)

Endlich: Zwei Monate, nachdem der Bundesrat die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie weitgehend gelockert hat, geht im Stadion Trinermatten in Zofingen das 38. Nachwuchsmeeting des TV Zofingen Leichtathletik über die Bühne. Es ist der erste grössere Breitensport-Wettkampf in der Umgebung Zofingen, seit die Landesregierung den Schritt zurück in die Normalität vorgegeben hat. Die 12- bis 18-jährigen Mädchen und Jungs kümmert die historische Komponente wenig. Sie rennen, springen und werfen, wie sie das schon vor dem Lockdown gemacht haben.

Alles beim Alten also? Nicht ganz. Bereits am provisorisch erstellten Seiteneingang wird den Besuchern bewusst, dass das Jahr 2020 ein spezielles ist. Zutritt erhält nur, wer sich angemeldet hat und eine Schutzmaske vorweisen kann – wobei Letzteres erst ab 12 Jahren nötig ist. Jeder der rund 480 Athleten darf maximal von einer Person begleitet werden, Zuschauer sind keine zugelassen. Im Stadion steht an jeder Ecke ein Desinfektionsspender zur Selbstbedienung bereit, zudem ist die Tribüne nur für die Nachwuchssportler reserviert.

«Komische» Trainer und eine unbegründete Angst
Von den Massnahmen lassen sich die Athletinnen und Athleten nicht irritieren. «Für mich ändert sich der Wettkampf nicht gross», sagt Ariana Brügger vom TV Zofingen LA. Es sei etwas komisch, wenn der Trainer mit einer Maske vor ihr stehe, während sie als Athletin auf der Anlage keine tragen müsse. «Ich habe damit aber keine Probleme. Mit diesen Regeln muss man sich abfinden», sagt die 17-jährige Brittnauerin. Ohnehin steht bei ihr die Freude im Vordergrund, sich wieder mit anderen Gegnerinnen messen zu dürfen. «Wenn ich nur trainieren kann, ist meine Motivation beschränkt», sagt Brügger.

Eine positive Bilanz zieht auch Reto Hofmann. Der Präsident Meetingorganisation beim TVZLA zeigt sich erleichtert, dass sich «sehr viele» Leute an die Bestimmungen halten und die Maske trotz hohen Temperaturen tragen. «Dass das nicht klappt, war meine grösste Sorge», sagt Hofmann. Die wenigen «Sünder» werden freundlich auf die Maskenpflicht hingewiesen. «Ich glaube an die Selbstdisziplin der Leichtathletik-Familie. Denn Polizist spielen will ich nicht», sagt Hofmann.

Auf Dauer ist diese Version keine Lösung
Die vielen positiven Rückmeldungen, die Reto Hofmann vor und während des Wettkampfs erhält, lassen darauf schliessen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. «Ich will das aber nicht in jedem Jahr so machen», sagt er. Die Abklärungen bezüglich des Schutzkonzepts und dessen Umsetzung im Stadion hätten im Vorfeld viel Zeit in Anspruch genommen. Hinzu kam die Herausforderung, mit der alle Eventorganisatoren konfrontiert sind. «Wo gelten welche Bestimmungen in welchem Kanton an welchem Ort?», formuliert es Hofmann, der mit seinem Team das Schutzkonzept und die Massnahmen analysieren will.

Ebenfalls später folgt die finanzielle Abrechnung. Eine Tendenz sei wegen Auslagen für Hygienemittel, Zeltmiete oder Armbänder «schwer abschätzbar». Klar ist für Reto Hofmann einzig, dass die Umstände eher gegen weitere Wettkämpfe sprechen. «Mit diesem Aufwand sehe ich schwarz für das nächste Jahr – auch, weil wir zu wenig Helfer haben», sagt er.

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