Die Corona-Pandemie liefert den regionalen Hofläden neue Kunden

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Eine nachhaltige Entwicklung? Das kann der Brittnauer Matthias Schär erst nach den Sommerferien überblicken.Bild: bkr (November 2019)

Konsumentinnen und Konsumenten achten immer mehr auf die Regionalität von Lebensmitteln, stellt der Schweizer Bauernverband (SBV) in einer aktuellen Medienmitteilung fest. Hofläden hätten dies vor allem während des Corona-Lockdowns positiv verspürt: «Die Leute standen vor vielen Hofläden Schlange.»

Die Situation an der regionalen Verkaufsfront

Einige Konsumentinnen und Konsumenten hätten erstmals die Möglichkeit entdeckt, regional einkaufen zu können. Die Pandemie habe so zu einer Verstärkung des langjährigen Trends geführt. Trotz des Abflachens der Nachfrage nach den Lockerungen der Pandemie-Massnahmen sei zusätzliches Marktpotenzial vorhanden, heisst es weiter. Denn: Eine Umfrage der Fachhochschule Luzern habe aufgezeigt, dass die Bevölkerung auch nach der Corona-Krise vermehrt in Bauernhofläden einkaufen wolle.

Wollen ist das eine, tun das andere. Wie sieht die Situation für Hofläden in der Region aus? Matthias Schär und seine Familie betreiben in Brittnau einen Biohof mit Direktverkauf. «Corona hat uns tatsächlich neue Kundinnen und Kunden gebracht», sagt er. Ob sich das auch nachhaltig auf den Umsatz auswirkt? Das kann Schär erst nach den Sommerferien überblicken. Im Angebot hat er derzeit Sommergemüse (Tomaten und Zucchetti) sowie «Heubeeri», die bei einem Kollegen in Brittnau wachsen.

Sandra und Thomas Widmer haben ihren Hof in Küngoldingen. Hier sind Zwetschgen und erste Apfelsorten (Summerred) aktuell. Daneben gibt es Bohnen sowie Blumen zum Selberpflücken. Und nicht zu vergessen: Eier von Hühnern, die in Freilandhaltung leben. «Wir haben tatsächlich neue Kundinnen und Kunden gewonnen, was wir auch am Umsatz sehen», sagt Sandra Widmer.

Anders gelagert ist der Laden des Lehenhofs in Rothrist. Hier finden sich nicht Sommergemüse, sondern Milch und ihre Produkte (Joghurt, Quark, Käse), Brot und Fleischwaren (Landjäger, Mostbröckli, Rind-, Kalb-, und Schweinefleisch aus dem im Gefrierschrank oder auch auf Bestellung). Mit der Nachfrage ist man auf dem Lehenhof zufrieden.

Wie wichtig ist der Hofladen für einen Betrieb? Dazu Verbands-Präsident Markus Ritter: «Die Schweizer Landwirtschaft stellt Güter im Wert von elf Milliarden Franken her. Der SBV schätzt, dass sieben Prozent dieser Summe über Direktvermarktung generiert wird.» Dies entspricht einem jährlichen Umsatz von sieben Millionen Franken – die allerdings nicht alleine in Hofläden erwirtschaftet werden. Zur Direktvermarktung gehören auch Wochenmärkte oder (Gemüse-)Lieferungen im Abonnement. Eine andere interessante Zahl: Der Anteil der Bauernhöfe in der Schweiz mit Direktvermarktung beträgt rund einen Viertel.

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