Das neue Energiegesetz will die Aargauer Wirtschaft stärken

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Am 30. November stimmt das Solothurnervolk ab über die Teilrevision des Energiegesetzes. © Bruno Kissling

«Die Bereitstellung von 100 Prozent erneuerbarer Wärme bis 2050 ist machbar, zahlbar und bringt Arbeitsplätze», erklärte Matthias Jauslin. Das Komitee «Ja zum Aargauer Energiegesetz», dem der FDP-Nationalrat und Präsident des Fachverbandes Wärmepumpen Schweiz, angehört, führte gestern eine Medienkonferenz durch. Neben Jauslin warben fünf Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Umweltverbänden für das Gesetz. Über dieses stimmt die Aargauer Bevölkerung am 27. September ab. Das Gesetz verlangt, dass der Energiebedarf von Gebäuden minimiert wird und die Energie aus erneuerbaren Quellen stammt.

650 Millionen Franken sollen im Kanton bleiben

Das Komitee decke ein «breites Spektrum der Aargauer Bevölkerung, der Wirtschaft und der politischen Wähler» ab, betonte Beat Flach, der Präsident der AEE Suisse Aargau. Dazu gehören alle grossen Parteien ausser der SVP sowie viele Umweltverbände und zahlreiche Unternehmen und Branchenverbände, die mit der Energieversorgung zu tun haben. Die Hauptbotschaft des Ja-Komitees lautete gestern denn auch, dass das Energiegesetz nicht nur der Umwelt, sondern auch dem lokalen Gewerbe nütze.

«Wir lokalen Energieversorger können die technologischen Herausforderungen der Zukunft nur meistern, wenn wir stabile regulatorische Rahmenbedingungen haben», sagte Hans-­Kaspar Scherrer. Dies tue das Energiegesetz, das neue Technologien wie den Einsatz von Biomasse und Wärmenetze zum Energieaustausch fördere, so der CEO des Energielieferanten Eniwa AG.

Gabriela Suter, Nationalrätin und Präsidentin der SP Aargau, sieht in der Vorlage eine Chance für die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Kanton. 650 Millionen Franken würden im Aargau jedes Jahr für fossile Energie aus dem Ausland bezahlt. Dieses Geld solle man besser für einheimische erneuerbare Energien verwenden, so die Politikerin.

Auch den Hausbesitzern bringe das Energiegesetz viele Vorteile, betonte Suter. Darin widersprach sie dem Hauseigentümerverband Aargau. Dieser lehnt die Vorlage mit der Begründung ab, dass die erforderlichen Massnahmen zu hohen Mehrkosten führten. Laut der SP-Präsidentin würden die Hausbesitzer im Gegenteil von grösserem Komfort, tieferen Heizkosten und einem baulichen Mehrwert profitieren.

Umweltverbänden ist das Gesetz zu «mild»

Als «modernes und zeitgemässes Energiegesetz» präsentierte CVP-Grossrat Alfons Paul Kaufmann die Vorlage. Die Anforderungen seien mit Augenmass formuliert, damit sie wirtschaftlich tragbar und finanzierbar seien. Genau dies kritisieren die SVP und die EDU, die als einzige Parteien die Vorlage bekämpfen. Aus ihrer Sicht ist das Gesetz zu streng, da es zu mehr Bürokratie und unnötigen Kosten führe.

Mitglieder des Ja-Komitees sehen dies genau umgekehrt: Regula Bachmann-Steiner, die an der Medienkonferenz als Präsidentin des WWF Aargau die Umweltverbände vertrat, bezeichnete das Gesetz als «relativ mild». «Es wäre mehr möglich gewesen, um den CO2-Ausstoss zu senken», fand sie.

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