Eingeschränkte Wahlfreiheit: So will der Bundesrat im Gesundheitswesen eine Milliarde sparen

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Alle müssen zur Erstberatungsstelle – so will Gesundheitsminister Alain Berset die Gesundheitskosten senken. (Bild: Keystone)

Mit mehr Koordination im Gesundheitswesen will der Bundesrat unnötige Behandlungen verhindern und damit Kosten sparen. Dies sieht der Gegenentwurf zur Kostenbremse-Initiative der CVP vor, den der Bundesrat am Mittwoch vorgestellt hat.

Nach Vorbild des Hausarzt-Modells sollen alle Menschen in der Schweiz eine Erstberatungsstelle wählen müssen, an die sich sich jeweils als erstes wenden müssten. In Frage kämen neben dem Hausarzt auch eine Gruppenpraxis oder ein telemedizinisches Zentrum. Von dort sollen die Betroffenen dann an spezialisierte Fachleute verwiesen werden. «Modelle mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer haben sich bewährt», schreibt der Bundesrat in einer Pressemitteilung. Sie seien heute breit akzeptiert.

Die weitere Versorgung soll ebenfalls koordiniert werden. Fachleute aus verschiedenen Gesundheitsberufen sollen sich zu Netzwerken zusammenschliessen und Dienste aus einer Hand anbieten. Weiter will der Bund mit Pharmaunternehmen Vereinbarungen abschliessen, die Rückerstattungen an die Versicherer vorsehen.

Im Bereich der Krankenpflegeversicherung sollen Bund und Kantone eine jährliche Zielvorgabe einführen, die festlegt, wie stark die Kosten bei Spitalbehandlungen, ambulanten Arztbesuchen oder Arzneimitteln steigen dürfen. Dabei könnten die einzelnen Akteure selbst entscheiden was geschieht, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Auf diese Weise könne verhindert werden, dass es zu einer Rationierung von medizinisch nötigen Leistungen komme, so der Bundesrat. (wap)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Sie haben recht Yintang!

Ueli Bühler
schrieb am 20.08.2020 09:27
Seit Jahren wird unser Gesundheitswesen von den Spezialärzten ausgesogen. Ein Lohnstopp wäre schon lange angebracht. Leider knicken die Gesundheitsdirektoren immer wieder vor der Ärztelobby ein. Ein bisschen drohen und schon wird nachgegeben. Das gleiche mit der Pharmalobby! Im Spital Aarau kostet mein Spezialuntersuch seit Jahren immer mehr. Obwohl die Apparaturen immer die gleichen sind. Diese dürften mittlerweile Amortisiert sein!

Gesundheitswesen Berset

Yintang
schrieb am 20.08.2020 08:34
Wieder einmal eine "Klatsche" gegen die Krankenkassen-Versichterten ! Wie gewohnt, geht die Verantwortung an die Prämienzahler ! Wo bleibt die Pflichtnahme der Pharmariesen, Ärzte, ect, welche das Gesundheitswesen schröpfen ?
Der BR Berset will etwas machen, wird aber von der Lobby zurück gepfiffen !
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