Bleibt der Trainingsgast? Der EHC Olten möchte Stürmer Cédric Hüsler behalten

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Wechselt der Ur-Rapperswiler zum EHCO? Stürmer Cédric Hüsler gilt als unangenehmer Gegenspieler. © freshfocus

Wer in den ersten beiden Testspielen des EHC Olten gegen die National-League-Vertreter SCL Tigers (2:3) und Lugano (1:8) einen Blick auf die Matchblätter warf, der wurde überrascht. Nein, nicht etwa, wie die Aufstellung daherkommen würde und welche Spieler Trainer Fredrik Söderström auflaufen liesse. Viel mehr machten die Bemerkungen stutzig: Mit Diego Schwarzenbach, Simon Lüthi, Jerome Portmann und Daniel Carbis wies der EHC Olten vier Stammkräfte als verletzt aus.

 

Die Verletzungshexe schlägt also schon zu, noch bevor überhaupt ein Meisterschaftsspiel absolviert wurde. Und dies ausgerechnet im ersten Jahr mit dem bei den Spielern beliebten Athletikcoach Marius Nydegger an Bord, der den Auftrag gefasst hatte, mittels gezieltem Training verstärkt prophylaktisch Muskelverletzungen entgegenzuwirken.

 
 

Sportchef Marc Grieder spricht von besonders unglücklichen Unfällen – und schafft Transparenz: Während sich Lüthi einer Fingeroperation unterziehen musste, zog sich Schwarzenbach in der ersten Trainingswoche eine Zerrung zu. Carbis wurde im Langnau-Test mit dem Rücken voran in den Torpfosten gecheckt, weshalb er in Lugano als Vorsichtsmassnahme aussetzte.

Am schlimmsten traf es Neuzugang Jerome Portmann, der im Training unglücklich in die Bande prallte und sich dabei den Unterarm brach. Portmann musste aber nicht operiert werden und wird nun noch rund drei bis vier Wochen fehlen.

Grieder: «Wir müssen die Situation akzeptieren. Aber es wäre sicher wünschenswert, wenn wir uns nicht noch mehr Verletzungen zuziehen würden», so der Sportchef und Assistenzcoach, der ergänzt: «Vor allem auch, weil wir rund um die Coronathematik nicht wissen, was noch auf uns zukommt.» Sprich: Verletzungen würden natürlich noch stärker ins Gewicht fallen, müsste der eine oder andere während der Saison wegen Corona in Quarantäne.

Gestern hat der EHC Olten nach einer Woche individuellen Trainings wieder das Eistraining aufgenommen. Immerhin: Sowohl Schwarzenbach (im roten Kein-Kontakt-Dress) wie auch Lüthi und Carbis bestritten drei der vier zuletzt Verletzen wieder das offizielle Teamtraining.

Higgins abgereist, B-Lizenz für Talent Noah Fuss?

Mit den namhaften Absenzen rückten unweigerlich die Try-out-­­Spieler Tyler Higgins, Billy Hunziker, Jan Schöni und Noah Fuss in den Fokus. Während Higgins bereits wieder abgereist ist und den Anforderungen nicht genügt, dürfte das 18-jährige Talent Noah Fuss vom SC Bern mit einer B-Lizenz ausgestattet werden. Grieder: «Noah macht seine Sache sehr gut und hat bewiesen, dass er das Niveau hat. Ich bin zuversichtlich, dass er bei uns bleiben wird. Er wird seine Fortschritte machen.»

Von grossem Interesse ist weiterhin die Akte Cédric Hüsler. Der 26-jährige Ur-Rapperswiler trainiert seit dem offiziellen Eistrainingsstart als Gast mit dem EHCO-Team und befindet sich auf Klubsuche. Erst mit rotem Helm und roten Hosen, die ihn an seine letzte Station, die Rapperswil-Jona Lakers, erinnert. Mittlerweile, bis auf die roten Handschuhe, in offizieller ­EHCO-Ausrüstung.

 

Es zeigt sinnbildlich auf: Die beiden Parteien kommen sich schrittweise näher. Folgt nun aber schon in den nächsten Tagen die Vertragsunterzeichnung?

Kein Zweifel: Mit einer Grösse von 188 cm und 80 kg Körpergewicht passt der Flügelstürmer ins Beuteschema von Sportchef Marc Grieder, der es nach dem bedenklichen Viertelfinal-Aus gegen Langenthal in dieser Saison etwas mehr rumpeln lassen will.

Und Hüsler? Er sagt: «Ich kann mich mit dem Klub identifizieren und würde mich freuen, wenn es klappen würde. Es gefällt mir hier. Ein super Team, gute Coaches und super Typen, die mich gut aufgenommen haben. Ich habe mit Grieder, Knelsen, Gurtner oder auch Fuhrer schon zusammengespielt – und gegen die anderen habe ich sicher auch schon gespielt», sagt Hüsler und fügt lachend an: «Wahrscheinlich haben sie es nicht gemocht. Aber wir haben es geschafft, dass wir uns nun gut verstehen», witzelt der für seine aufsässige, aggressive Spielweise bekannte Stürmer, der in der Saison 15/16 der meistbestrafte Spieler der Swiss League war.

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