Brand in Rothrist: War ein Feuerteufel am Werk? – mit Galerie

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Die Jäger beraten in den nächsten Tagen, wie es weitergehen soll.Bild: Remo Wyss

Unruhige Nacht für die Feuerwehr Rothrist: Kurz vor halb zwei am Freitagmorgen ging ein Brandalarm ein. Eine Jagdhütte stand in Flammen. Ein spezieller und emotionaler Einsatz für die Feuerwehr, wie der Kommandant Hans­ueli Weber erzählt. Einige der Feuerwehrleute, wie Weber selbst, sind gleichzeitig auch in der Jagdgesellschaft. In der Hütte – die ihr Vereinsheim war – verbrachten sie viel Zeit. «Abgesehen von mir standen noch sieben weitere Jäger oder Treiber im Einsatz.» Er fügt an: «Für mich ist es fast so schlimm, wie wenn mein eigenes Haus gebrannt hätte.»

Gasflaschen explodierten zum Glück nicht

Am Tag danach ist die Zerstörung erst so richtig sichtbar. Nur noch das Cheminée samt Kamin und drei verkohlte Wände stehen. Vereinzelt ragen abgebrochene Dachbalken pechschwarz in den Himmel. Der Boden ist übersät mit zerbrochenen Ziegelsteinen. Hier und da können Überreste der Einrichtung ausgemacht werden. An einer Wand stehen vier Gasflaschen. «Wir hatten riesiges Glück, dass die Gasflaschen nicht explodiert sind», sagt Weber. Gut war auch, dass es in der Brandnacht windstill war. So schossen die Flammen nur in die Höhe, ohne die Bäume neben der Hütte in Brand zu setzen.

Das so viele Jäger und Treiber dabei waren, die einerseits die Umgebung und anderseits die Hütte in- und auswendig kennen, vereinfachte den Einsatz der Feuerwehr massiv, erklärt Weber. Einzig die Wasserversorgung erwies sich als kompliziert. «Wir hatten nur einen Hydranten direkt am Waldrand für Löschwasser.» Kurz bevor der Brand gegen 4.30 Uhr gelöscht war, ging dieses Wasser auch noch aus. So musste das Wasser aus dem Gebiet Geisshubel, das rund 500 Meter von der Brandstelle entfernt ist, hergeholt werden.

Zu dem Zeitpunkt konnte die Polizei bereits einen ersten Erfolg melden. Um zwei Uhr verhaftete eine Patrouille in Rothrist einen alkoholisierten 50-jährigen Schweizer, der dringend tatverdächtig ist, die Hütte in Brand gesteckt zu haben. Brisant: Die Feuerwehr Vordemwald musste in der gleichen Nacht zu einem – wenn auch viel kleineren – Brand im Wald ausrücken. Ob ein Zusammenhang zwischen den Bränden und dem Tatverdächtigen bestehe, sei Gegenstand von laufenden Ermittlungen, wie die Kantonspolizei auf Nachfrage erklärt.

Was mit der Hütte geschieht, ist zurzeit ebenfalls unklar. Nachdem die Brandwache am Freitag um 8 Uhr abgezogen wurde, betrat Hansueli Weber das Gelände zusammen mit der Spurensicherung und der Brandermittlung. In den nächsten Tagen wollen sich die Jäger treffen und über die Möglichkeiten diskutieren.

Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
Niedergebrannte Jagdhütte in Rothrist. Bild: Remo Wyss
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