Mit Pyschotricks den Bürger erziehen: Aber darf der Bund einfach bestimmen was richtig und was falsch ist?

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Wie kann der Bund das Verhalten der Bevölkerung steuern? Zum Beispiel ein freiwilliges Masketragen? © Keystone

Andere Regierungen sind schon länger davon angetan, und jetzt ist man auch in Schweizer Amtsstuben auf den Geschmack gekommen: Bürgerinnen und Bürger sollen sanft in die Richtung eines «besseren» Verhaltens gestupst werden – Nudging nennen Verhaltensforscher diese Methode. Wir sollen uns gesünder ernähren. Fürs Alter vorsorgen. Strom sparen. Die Präventionsbeamten von Bundesrat Alain Berset tüfteln aus, wie sie sich Psychotricks aus der Verhaltensökonomie zu Nutze machen können.

Ist diese Methode nun eine gute Alternative zu immer mehr Vorschriften? Eine Art liberaler Paternalismus? Oder basiert sie auf einem einseitigen Menschenbild? Ist sie bevormundend, manipulativ sogar? Diese Debatte muss in der Schweizer Politik erst noch geführt werden. Wer Nudging pauschal in den Himmel lobt oder es als staatliche Gängelei verteufelt, macht es sich zu einfach.

Geklärt werden muss insbesondere die Frage, wie die Methode demokratisch legitimiert ist. Denn anders als Gesetze, bei denen jeder genau weiss, was erlaubt ist und was nicht, basiert Nudging nicht auf scharfen Normen. Ist es immer von rechtsetzenden Bestimmungen flankiert?

Zwar bleibt die persönliche Entscheidungsfreiheit vorderhand gewahrt. Der Staat verbietet nicht, er stupst nur. Doch er gibt die Richtung vor. Er bestimmt – vermeintlich im Interesse aller –, welches Verhalten falsch und zu korrigieren ist. Das ist heikel. Darum brauchen auch die Präventionsbeamten einen Stups: Transparenz, bitte!

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Begleitetes denken

Peter
schrieb am 31.08.2020 18:03
Nudging kommt ganz Sozial daher, (deutsch Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt)
es gibt auch das asoziale Nudging : Wie man dumme Entscheidungen anstösst.
Nuding ist entschtanden weil: "...Der Mensch sei nicht immer in der Lage, die optimale Entscheidung zu treffen. Auch die experimentelle Wirtschaftsforschung zeigt, dass Menschen sich in vielen Situationen anders verhalten, als es die Theorie der rationalen Nutzenmaximierung vorhersagt..." WOW, und genau dieser (Mensch) entscheidet, was klug und was dumm ist ? ein klasisches Paradoxon.

Stupsen

Ueli Bühler
schrieb am 31.08.2020 10:17
können die Politiker dass dahin wo es immer Dunkel ist! Mindestens solange Mann / Frau die Hosen anhat. Und es ist ist nicht mehr lustig. Damit hat jemand den Nagel aber sowas von auf den Kopf getroffen.
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