Zofingens Noël Ott: Superheld statt Superfinal

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Stürmer Noël Ott (links) führte den SC Zofingen mit zwei Toren zum Heimsieg. (Bild: Otto Lüscher)

Wäre alles normal gelaufen, hätte sich Noël Ott während des Heimspiels des SC Zofingen gegen den FC Freienbach fernab der Heimat an der portugiesischen Atlantikküste aufgehalten. Nachdem Ott am Donnerstag von einem zehntägigen Engagement in Russlands Beachsoccer-Liga zurückgekehrt ist, hätte er am Samstag mit der Schweizer Nationalmannschaft für den Euro-League-Superfinal nach Nazaré fliegen sollen. So weit kam es jedoch nicht: Weil einige Mannschaften wegen der Coronapandemie auf die Teilnahme verzichtet haben, beginnt das Turnier später als ursprünglich geplant.

 

Und so stand Noël Ott für das 2.-Liga-inter-Duell gegen Freienbach trotzdem zur Verfügung – glücklicherweise. Denn der 26-jährige Stürmer aus Oftringen brachte den Gastgeber in der zweiten Halbzeit mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten auf die Siegesstrasse. In der 77. Minute schlug Levin Kessler einen hohen Ball hinter die gegnerische Abwehrreihe, worauf Noël Ott auf der rechten Seite loszog und Torhüter Reto Mühlemann zwischen den Beinen zum 2:1 erwischte. Wenig später schloss Ott einen Konter mit einem Flachschuss in die linke untere Ecke zum 3:1 ab. Der äusserst gelungene Kurzeinsatz – Ott griff erst nach 53 Minuten für Eduard Nrejaj ins Geschehen ein – brach Freienbach definitiv das Genick. Die Schwyzer brachten in der Schlussphase keine Reaktion zustande, stattdessen besorgte der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Sejdi Beqiri in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand. «Klar, wenn man Tore schiesst, ist die Freude noch etwas grösser», gestand Ott. Er betonte aber, dass der Sieg im Vordergrund stehe. «Dass ich mit meinen zwei Toren mithelfen konnte, ist sehr schön», so Ott.

Nach dem Gegentreffer der eigenen Linie treu geblieben

Bis zur Wende schien die Partie für den SC Zofingen in die entgegengesetzte Richtung zu verlaufen. Der FC Freienbach dominierte die Startviertelstunde mit seinem druckvollen Spiel, ehe es den Zofingern gelang, sich aus dieser Umklammerung zu befreien. Mit Ausnahme von Eduard Nrejajs Abschluss in der 24. Minute tauchte der Gastgeber bis zur Pause offensiv aber nie in Erscheinung.

Als Aleksandar Radovic in der 56. Minute einen Eckball zum 1:0 für die Gäste ablenken konnte, schien nach der 1:2-Pleite beim Meisterschaftsauftakt in Einsiedeln auch die Heimpremiere schiefzugehen. Die Elf von Trainer Hansruedi Birrer erholte sich aber schnell von diesem Dämpfer. Kurz nach dem Gegentor klärte Tiago Fernandes Ribeiro vor dem einschussbereiten SCZ-Stürmer Anel Hodzic und in der 65. Minute landete Michele Scioscas Distanzschuss knapp neben dem Tor. Die Ausgleichsbemühungen fruchteten in der 69. Minute, als Fabian Sidler einen abgewehrten Freistoss aus der zweiten Reihe zum 1:1 verwerten konnte. Es sollte der Anfang zum furiosen Zofinger Schlussspurt sein. «Nach dem Einsiedeln-Spiel hatten wir etwas gutzumachen», sagte Noël Ott. Der Start sei nicht einfach gewesen, «aber wir haben das als Team super gelöst, nie aufgegeben und verdient gewonnen».

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