Schutzkonzepte an Luzerner Schulen bewähren sich - nur wenige Krankheitsfälle

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Symbolbild (Britta Gut AZ)

Der Start ins neue Schuljahr verlief dieses Jahr nicht wie sonst: Corona verändert zumindest teilweise den Alltag im Unterricht der Schülerinnen und Schüler im Kanton Luzern. Während in der Volksschule mit ihren rund 41'000 Schülerinnen und Schülern vom Kindergarten bis zur Sekundarschule) Masken und Abstandsregelungen nur im Ausnahmefall gelten, müssen die Lernenden der Gymnasien und Berufsfachschulen (nach dem 9. Schuljahr) die 1,5-Meter Abstandsregelung einhalten. Wenn das nicht möglich ist, gilt eine generelle Maskenpflicht.
 
Generell werden Regeln gut eingehalten
Nach drei Wochen Unterricht im neuen Schuljahr zogen die drei Dienststellen Volksschul- respektive Gymnasialbildung sowie Berufs- und Weiterbildung eine erste Bilanz. Es zeigt sich: insgesamt vermelden die Schulen wenige Krankheits- und Quarantäne-Fälle. Die Schutzkonzepte werden grossmehrheitlich gut eingehalten und das Contact Tracing funktioniert. Den Lehrpersonen ist die Wichtigkeit der Umsetzung der Schutzmassnahmen bewusst, die Lernenden der oberen Klassen halten sich wo vorgeschrieben an die Maskenpflicht. In den Aussenbereichen werden die vorgeschriebenen Abstandsregeln aber oft nicht eingehalten. Vorgesehen ist, die geltenden Schutzkonzepte bis zu den Herbstferien nicht zu ändern, das derzeitige Vorgehen an den Schulen scheint angesichts der aktuellen Fallzahlen angemessen zu sein.
 
Volksschulen: wenige Fälle
Auf Volksschulstufe (inklusive Sonderschulen) sind aktuell 12 Lehrpersonen und 44 Kinder in Quarantäne. Abgesehen vom Kindergarten in Kriens, wo eine Abteilung eine Woche nach Schulbeginn wegen einer positiv getesteten Lehrperson geschlossen werden musste, sind keine weiteren grossen Ausfälle aus den Gemeinden gemeldet worden. Mittlerweile sind in Kriens keine Schüler/innen und Lehrpersonen mehr in Quarantäne.
 
Die Dienststelle Volksschulbildung unterstützt die Schulleitungen mit wöchentlichen Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit der Pandemie. Aktuell wird zunehmend nachgefragt, was zu tun sei, wenn die Kinder mit Symptomen wie Schnupfen oder Husten zur Schule kommen, wie es saisonal mit Herbstbeginn und Grippesaison normal ist. Hier gibt die Dienststelle Volksschulbildung im Rahmenschutzkonzept vor, dass Schülerinnen, Schüler und Schulpersonal zu Hause bleiben, wenn sie die typischen Corona-Symptome (Fieber, Halsschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Fehlen des Geruchs- oder Geschmackssinns) aufweisen. Sie sollen sich an eine Ärztin oder einen Arzt wenden und deren Weisungen befolgen. Lehrpersonen können Lernende mit den genannten Symptomen nach Hause schicken. Bei leichtem Schnupfen ohne Husten entscheiden die Eltern, allenfalls in Absprache mit dem Arzt, über den Schulbesuch.
 
Unterricht wird gestreamt für Quarantäne-Betroffene
An den neun Luzerner Gymnasien gab es einzelne Krankheitsfälle unter den Schülerinnen und Schülern. Da die Abstands- und Maskenregeln eingehalten werden, reichte es, die betroffenen Lernenden und ihre direkten Kontakte in Quarantäne zu schicken, nicht aber die ganze Klasse. Der Schulbetrieb konnte so normal weitergeführt werden. Dank den technisch gut ausgerüsteten Kantonsschulen wurde der Unterricht für diese Schülerinnen und Schüler gestreamt. Insgesamt meldeten die Gymnasien vier bestätigte Covid-19-Infektionen und 20 Quarantäne-Fälle unter Lernenden sowie drei Lehrpersonen in Quarantäne.
 
An den Berufsschulzentren zeigt sich ein ähnliches Bild: Insgesamt mussten in den ersten drei Schulwochen 67 Lernende in Quarantäne, wovon aktuell 25 auf das Testergebnis warten, darunter 2 Lehrpersonen.

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