Verwirrung um Schutzkonzept der Liga: Darf man im Brügglifeld nun doch stehen?

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Hä? Stephan Keller weiss auch nicht, was jetzt betreffend Stehplätzen genau gilt. © Freshfocus / Claudio Thoma

Die Swiss Football League hat ihr Schutzkonzept für die Stadien veröffentlicht. Darin steht beim Abschnitt «Stehplätze»: «In den Stadien der Klubs der Brack.ch Challenge League sind aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten auch Stehplätze erlaubt. Eine Nutzung von Stehplätzen richtet sich jedoch nach den nationalen oder kantonalen Vorgaben.»

Sonderbewilligungen in «freiem Gelände»

War die ganze Aufregung um das Steh-/Sitzplatzproblem im Aarauer Stadion Brügglifeld umsonst? Nein! Denn die Swiss Football League hat gegenüber dem Bund und den Kantonen stets dahingehend kommuniziert, dass in der Challenge League Stehplätze erlaubt sein sollen. Weil sonst Klubs wie der FCA oder der FC Winterthur, die viele Zuschauer, aber nur wenig Sitzplätze haben, in finanzielle und infrastrukturelle Bredouille kommen.

Entsprechend steht das auch so im Schutzkonzept der Swiss Football League. Aber da steht eben auch: «Eine Nutzung von Stehplätzen richtet sich jedoch nach den nationalen oder kantonalen Vorgaben.» Und diese sind klar: Die Kantone dürfen theoretisch zwar eine Sonderbewilligung für Stehplätze aussprechen, jedoch nur für Veranstaltungen im «freien Gelände». Zum Beispiel Volksläufe, Langlauf- oder Skirennen. Ein Fussballstadion hingegen ist kein freies Gelände.

Hält der FC Aarau an der 1000-er Grenze fest?

Beim FCA hat man diesbezüglich Abklärungen mit den kantonalen Behörden vorgenommen - Resultat: Eine Befreiung der Sitzplatzpflicht ist aktuell kein Thema, der Stehplatz-Bereich im Brügglifeld muss umgerüstet werden. Je nach Verlauf der Corona-Pandemie und den Erkenntnissen zum Ansteckungspotenzial von Grossveranstaltungen könnte sich dies jedoch im Verlauf der Saison ändern.

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für den Stadion-Umbau auf Hochtouren, Ende nächster Woche soll klar sein, in welche Richtung es gehen wird. Eine realistische Option ist dabei, dass der FCA wegen des finanziellen Aufwands oder wegen drohender Einsprachen auf die Umrüstung verzichtet und an der 1000er-Grenze festhält. 

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