Regionale Risikobeurteilung: Bundesrat findet Ausweg für Grenzgänger – vorerst

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Gesundheitsminister Alain Berset stellte am Freitag die neue regionale Risikobeurteilung vor. © Keystone

Erst letzten Freitag hat der Bund seine Liste der Staaten und Gebiete mit Quarantänepflicht angepasst. Das Nachbarland Frankreich blieb verschont, obwohl es das Kriterium von 60 Fällen pro 100'000 Einwohner eigentlich längst erfüllt. Allerdings scheute sich der Bund vor diesem Schritt. Der Hauptgrund dürfte sein, dass zehntausende Grenzgänger täglich für ihre Arbeit in die Schweiz kommen.

Heute Freitag nun hat der Bundesrat einen Ausweg präsentiert. Demnach soll es möglich sein, dass von Nachbarstaaten nur einzelne Regionen mit hohen Infektionszahlen zum Risikogebiet erklärt werden. Mit dieser differenzierten Regelung trage er dem engen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Austausch in den Grenzregionen Rechnung, argumentiert der Bundesrat. Gleichzeitig reagiere er auf die steigenden Infektionszahlen in der Schweiz und in verschiedenen Nachbarstaaten, insbesondere in Frankreich.

Die Kantone haben sich gemäss Bundesrat mehrheitlich für dieses Vorgehen ausgesprochen. Einige Kantone befürchteten jedoch, dass die neue Ausnahmeregelung für die Grenzregionen zu einem Mehraufwand führe und die Akzeptanz der Quarantänebestimmungen schwäche. Die neue Regelung tritt am Montag in Kraft.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht

Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind neu auch Kulturschaffende nach einem kulturellen Anlass, Sportlerinnen und Sportler nach einem Wettkampf sowie Teilnehmende von Fachkongressen. Voraussetzung dafür ist, dass für die betreffende Veranstaltung im Ausland ein spezifisches Schutzkonzept erarbeitet und umgesetzt wird. Wer aus beruflichen oder medizinischen Gründen notwendig und unaufschiebbar in ein Risikogebiet reisen muss, ist ebenfalls von der Pflicht ausgenommen. Allerdings darf der Aufenthalt nicht länger als fünf Tage dauern.

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Langsam genug

Hannes
schrieb am 11.09.2020 20:14
Die komischen Entscheide des BR gehen langsam aber sicher auf den Wecker.
Risiko Länder (FR) kommen wegen den Grenzgängern nicht auf die Liste (oder nur Regionen die für die CH nicht relevant sind, weil nicht jeden Tag Kontakt mit diesen Leuten). Klar alle arbeiten im Gesundheitswesen und auf die sind wir angewiesen. Keine Quarantäne für XY, sind diese Leute besser als das Fussvolk. Klar wir sind Schuld, wegen privaten Feiern. Der BR und die Politiker verlieren komplett den Überblick. Was ist eigentlich mit den 20000 Grippetoten im Jahr, darüber redet niemand, alle jetzt Covid? Aber der Franken muss rollen. Verstehe wenn immer mehr Leute einen Aufstand machen. Keine einheitlichen Regeln in der CH / EU logisch. Egal was, es ist immer Covid,aber der Franken muss rollen. Macht Ferien in der CH? Überhaupt keine Ferien, basta.
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