Pestizide beschäftigen den Grundwasserverband Suhrental

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Der Vorstand des Grundwasserverbands Suhrental: v. l. Albino Maurizio (TBS Strom AG Suhr), Präsident Walter Wyler (Buchs), Vizepräsident Markus Bircher (Oberentfelden), Michael Müller (Kölliken), Thomas Buchschacher (Schöftland), Aktuarin Brigitte Hodel (Staffelbach), Mario Ptak (Eniwa AG Buchs) und Rechnungsführer Walter Zaugg (Holziken); nicht auf dem Bild Markus Baumann (Reitnau). Bild: aw

70 Prozent des Grund- und Quellwassers in der Schweiz erfordern keine Aufbereitung oder nur eine einfache Entkeimung, 30 Prozent eine mehrstufige. Im Juli des letzten Jahres wurden Pestizide im Trinkwasser festgestellt, verursacht durch das «wahrscheinlich» als krebserregend einzustufende Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil. Seit Januar 2020 gilt ein Verbot dieser Substanz. Bedenken für die Bevölkerung bestehen bei einem Grenzwert von 0,1 Mikrogramm/Liter kaum, das Trinkwasser kann bedenkenlos konsumiert werden. Nur in wenigen Schweizer Gemeinden wurde eine Konzentration um mehr als das 10-Fache festgestellt. 

Verunreinigungen werden in relevante und nicht-relevante entsprechend ihrer toxikologischen Eigenschaften eingeteilt. Eine regelmässige Überprüfung des Grundwassers ist angebracht. Walter Wyler, Präsident des Grundwasserverbands, empfiehlt den Suhrentaler Gemeinden, diese alle drei Monate durchzuführen, mindestens aber halbjährlich. Falls eine erhöhte Konzentration festgestellt wird, öfters. Im September ist mit einer neuen Weisung vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zu rechnen, unter Umständen mit einer Anhebung der erlaubten Höchstwerde oder einer längeren Sanierungszeit. 

Wichtige Fragestellungen stehen im Raum. Wie lange bleiben verbotene Stoffe im Grundwasser? Was darf an Zerfallszeit angenommen werden? Eine Überschreitung der Grenzwerte sagt zudem wenig über eine mögliche Gesundheitsgefährdung aus, obwohl sich die Chlorothalonil-Belastung auch auf landwirtschaftliche Produkte wie Gemüse und Obst auswirken kann. Regenfälle helfen durch Verdünnen die Konzentration zu reduzieren und so die Rückstände im Grundwasser abzusenken. Doch wer übernimmt die Kosten für eventuelle Massnahmen? Gemeinden finden, dass der Bund dafür aufkommen müsse, um die hohe Qualität des Trinkwassers auch in Zukunft garantieren zu können. 

Das Jahresergebnis 2019 des Grundwasserverbands Suhrental endete mit einem Ertragsüberschuss von rund 3600 Franken, das ist weniger als budgetiert. Für externe Berater und Fachexperten musste tiefer in die Tasche gegriffen werden. Für Johnny Strebel hiess der Präsident neu Albino Maurizio von der TBS Strom AG Suhr im Vorstand willkommen. Auf dem Jahresprogramm des Verbands steht die Gewinnung von privaten Grundwassernutzern sowie die jährliche Aktualisierung des hydrologischen Jahrbuchs. 

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