Alterszentrum Hardmatt: Die Zeit für eine Fusion ist reif

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38 Alterswohnungen hat der Verein seit der Gründung in Strengelbach gebaut. Bilder: zvg

Der letzte Schritt ist getan. Nachdem sich vor einer Woche die Mitglieder des Vereins Seniorenzentrum Hardmatt Strengelbach bereits positiv gegenüber der Fusion mit dem Verein für Alterswohnungen geäussert hatten, erfolgte gestern Abend die Zustimmung seitens des Vereins für Alterswohnungen. Dabei war diese Abstimmung nur noch pro forma, schliesslich beschäftigten sich beide Vereine seit über einem Jahr mit der Fusion, die nun rückwirkend auf den 1. Januar 2020 gültig wird. «Ich bin froh über das Ja», sagt Werner Kurth. Jahrelang amtete er als Präsident des Vereins für Alterswohnungen und wird auch im neuen Vorstand Einsitz haben. 

Mit dem Zusammenschluss würden Kompetenzen und Verantwortungen gebündelt und die Beratung in Sachen Altersvorsorge in der Gemeinde käme nun aus einer Hand. «Obwohl der Verein nicht mehr existieren wird, lebt er doch im Seniorenzentrum Hardmatt weiter», so Kurth und weiter: «Trotz viel Arbeit überwiegt die Befriedigung des Erreichten zum Wohle der Bevölkerung.» Der ganze Vorstand habe seit der Gründung des Vereins weder Sitzungsgelder noch andere Entschädigungen erhalten. «Wir sind stolz darauf, nach mehr als 30 Jahren eine solide Bilanz, ein selbst erwirtschaftetes Kapital von mehr als 1,1 Millionen Franken und eine zukunftsgerichtete Organisation als Ergänzung zum Pflegeheim übergeben zu können.» 

Angefangen hatte alles mit dem ehemaligen Riegierungs-, National- und Grossrat Ernst Hasler. Seine Idee vom Bau und Betrieb von Alterswohnungen fand bei verschiedenen Personen Anklang. Nach einer Bedarfsabklärung seitens der Gemeinde wurde der Verein schliesslich am 28. November 1989 gegründet. Auf dem von der Gemeinde zum Zweck des Baus von Altersversorgung gekauften Land neben dem Altersheim sollten 50 Wohnungen entstehen – obwohl der Bedarf für so viele Wohnungen damals noch gar nicht vorhanden war. «Wir hatten einen schwierigen Anfang», erinnert sich Werner Kurth . Erst die Erbschaft der befreundeten Ruth Gammeter in der Höhe von 337 000 Franken, die sie 1993 dem Verein überliess, brachte den Stein ins Rollen. 

Beziehung zum Altersheim war am Anfang eher kühl 

Zwei Jahre später feierten die Verantwortlichen die Eröffnung des ersten Wohnhauses mit zwölf Wohnungen. «Wir hatten von Anfang an eine Warteliste. Es war alles sofort vermietet», so Kurth. In den nächsten Jahren hiess es sparen. Die jährlichen Erträge des Flohmarkts (bis Ende 2019 rund 400 000 Franken) und des Beizlibetriebs an verschiedenen Gewerbeausstellungen entlasteten die Bewohnerinnen und Bewohner und trugen ihren Teil zur Entschuldung sowie zur Finanzierung des Umgebungsunterhalts und Notfalldienstes bei. 

Bis 2010 war die Beziehung zum Altersheim eher kühl. Damit war mit einem neuen Vorstand unter Leitung von Jakob Scheibler Schluss. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Alterswohnungen wurde vom Vorstand ab 2008 eine Erweiterung mit Alterswohnungen zum Kauf und zur Miete, mit Betreuung nach Bedarf, geplant. Gleichzeitig wurde das Projekt «Alles unter einem Dach» gestartet. Damit wollten die Verantwortlichen das Altersheim, die Spitex und das Wohnen im Alter am gleichen Ort beisammenhaben. Mit Moritz Weber (Immotextor AG) wurde zusätzlich ein privater Investor ins Boot geholt. «Seine Wohnungen ergänzen die Institution in idealer Weise», so Werner Kurth. Neue Führungskräfte im umgetauften Seniorenzentrum brachten schliesslich die Wende: «Seither führen wir eine echte Zusammenarbeit.» Das Seniorenzentrum übernahm die Verwaltung und die Administration der Wohnungen und bot Betreuungen nach Bedarf an. «Diese Angebote sind aus einer Hand effizienter und einfacher zu verwirklichen und werden noch ausgebaut», weiss Kurth. 

Die Zeit für eine vollständige Integration sei reif. «65 Mitarbeitende, 50 Pensionäre und 38 Alterswohnungen sind eine solide Basis für die Zukunft», sagt Werner Kurth. Auch der Flohmarkt werde in der gleichen Art weiterleben, solange freiwillige Helferinnen und Helfer dazu bereit sind. 

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