Klimaaktivisten besetzen den Bundesplatz und errichten ein Protestcamp

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Aktivistinnen und Aktivisten besetzen am Montag in aller Frühe den Bundesplatz (Keystone)
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Protest knapp ein Jahr nach der grossen Klimademo (Keystone)
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Klimaaktivisten errichten auf dem Bundesplatz ein Zeltdorf (Keystone)

Am Montag in aller Früh sind Hunderte Umweltaktivisten auf den Bundesplatz in Bern geströmt und haben diesen besetzt. «Der Bundesplatz steht symbolisch für die Zerstörung durch die Klimakrise», begründet die Klimajugend in einer Mitteilung vom Montag die Aktion. Sogleich haben die Personen mit dem Aufbau eines Camps begonnen, wie zuerst «Watson» berichtete. «Wir sind gekommen, um uns hier länger einzurichten», zitiert das Onlineportal eine Aktivistin.

Wie Bilder einer Webcam von der Kuppel des Bundeshauses zeigen, ist auch die Polizei vor Ort. Sie greift offenbar jedoch nicht ein. Das schreibt auch ein Reporter von «Watson», der vor Ort ist. Die Aktivisten laden laut der Medienmitteilung weitere Bürger ein, auf den Bundesplatz zu dem Protestcamp zu kommen und sich der Kundgebung gegen die Klimakrise anzuschliessen. Im Bundeshaus drinnen wird am Montag die letzte Woche der laufenden Herbstsession beginnen.

Wie die Klimajugend in ihrer Mitteilung schreibt, schlägt die Politik Warnungen zur Klimakrise seit Jahrzehnten in den Wind. Auch nach der Klimademonstration vor bald einem Jahr auf dem Bundesplatz in Bern – mit rund 100'000 Demonstrantinnen und Demonstranten eine der grössten der Schweizer Geschichte – sei nichts geschehen: «Ein adäquates Handeln vonseiten der institutionellen Politik, der Wirtschaftselite oder dem Finanzplatz blieb jedoch aus.» Die Politik finanziere stattdessen «weiterhin Projekte zur Förderung von fossilen Brennstoffen» und schenke den Flugkonzernen Milliarden von Franken, schreibt die Klimajugend.

In der Stadt Bern gilt ein Campingverbot

Die Besetzung des Bundesplatzes in Bern und die Errichtung des Protestcamps bildet laut den Aktivistinnen und Aktivisten den Auftakt der seit längerem angekündigten Aktionswoche «Rise Up for Change». Das Motto bedeutet etwa Aufstehen für die Klimawende. Die Aktionswoche soll bis am kommenden Freitag dauern. Die Kimabewegung kündigt zudem weitere «Aktionen gegen die institutionelle Politik, Wirtschaftselite und den Finanzplatz» während dieser Aktionswoche an.

In Bern gilt auf öffentlichem Grund ein Campingverbot. Dieses hatte die Stadt erlassen im Nachgang zum Protestcamp gegen das AKW Mühleberg. Damals hatten Aktivistinnen und Aktivisten auf öffentlichem Grund vor dem Hauptsitz der AKW-Betreiberin BKW wochenlang ein Camp errichtet und protestiert. Für Camping ohne Bewilligung auf öffentlichem Grund drohen in der Stadt Bern seit 2011 darum bis zu 2000 Franken Busse.

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