«Frau Arschlan», «fucking Glarner» – während Klimajugend demonstriert, verlieren Politiker den Anstand

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Andreas Glarner, Nationalrat SVP-AG, rechts, diskutiert mit einem Klimaaktivisten, links, und Sibel Arslan, Nationalrätin GP-BS, hinten, während der Aktionswoche Rise up for Change auf dem Bundesplatz, am Dienstag, 22. September 2020, in Bern. Die Klimabewegung kündigt weitere Aktionen gegen die institutionelle Politik, Wirtschaftselite und den Finanzplatz während der Woche an. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Valser Gneis auf dem Bundesplatz ist wieder eine leere Fläche. Das Klimacamp, welches Aktivisten unter dem Slogan #RiseUpForChange am Montagmorgen aufgebaut hatten, ist Geschichte. Die Aktion dominierte seit Montag die Schlagzeilen. Vor allem bürgerliche Politiker zeigten sich verärgert über das Klimacamp und den Unwillen der Berner Stadtregierung, den besetzten Platz freizuräumen.

Andreas Glarners «Frau Arschlan»

Einige von ihnen verloren vollends die Contenance. So bezeichnete der als Provakteur bekannte Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner die Klimaaktivisten als Kommunisten. Vor einer laufenden Kamera der CH Media-Fernsehsender nannte er seine Ratskollegin Sibel Arslan (Grüne, Basel-Stadt) «Frau Arschlan».

Er erklärte der von der Basler Bevölkerung zweimal in den Nationalrat gewählten Arslan, es gehe hier um Recht und Ordnung, «das gibt es in deinem Staat nicht». Auf Rückfrage Arslans sagte Glarner, er meine damit die Türkei. Arslan wurde 1980 im türkischen Erzincan geboren und kam 1991 als Elfjährige nach Basel und nahm 2004 das Schweizer Bürgerrecht an.

Roland Büchels «Arschlöcher»

Ebenfalls zu Ausfälligkeiten griff Andreas Glarners Parteikollege Roland Büchel (St. Gallen). Am Dienstag bezeichnete er die Klimaaktivisten vor den Augen einer Reporterin von «Blick TV» als «Arschlöcher». Als die Journalisten die Szene zu filmen begann, rief Büchel einem Aktivisten zu, er solle «abfahren» und «den Rüssel» halten.

Jacqueline Badrans «fucking Glarner»

Anders als ihre SVP-Ratskollegen ärgerte sich SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (Zürich) nicht über die Klimaaktivisten, sondern über die Medienberichterstattung. Einem Journalisten des «Echo der Zeit» von SRF sagte sie, die Medien filmten die falschen Sachen und stellten die falschen Fragen: «Vorher habt ihr den huere fucking Glarner, who cares, gefilmt, statt die Forderungen der Jugendlichen», schimpfte Badran.

Keine rechtliche Handhabe

Rechtliche Konsequenzen dürften die Ausfälligkeiten der Nationalratsmitglieder keine haben - zumindest nicht unter der Bundeshauskuppel. Eine Sprecherin der Parlamentsdienste erklärt auf Anfrage, das Parlamentsgesetz sehe keine Sanktionsmöglichkeiten vor für Äusserungen, die Ratsmitglieder ausserhalb des Bundeshauses tätigen.

Ob Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP, Waadt) die betreffenden Parlamentarier allenfalls in privaten Gesprächen oder in einer persönlichen Erklärung für die Ausfälligkeiten tadeln wird, ist bis jetzt nicht in Erfahrung zu bringen. Eine Anfrage liess Moret bisher unbeantwortet.

Nationalratsvizepräsident Andreas Aebi (SVP, Bern) wollte sich nicht zu den Geschehnissen äussern. Auf Anfrage erklärte die zweite Vizepräsidentin des Nationalrats, Irene Kälin (Grüne, Aargau), sie hoffe dass das Präsidium und allenfalls das Büro des Nationalrats noch über die Geschehnisse diskutieren werde.

Versammlungsfreiheit gilt nicht

Am Montag hatten Nationalratspräsidentin Moret und Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP, Bern) die Behörden von Stadt und Kanton Bern in einem Brief aufgefordert, raschestmöglich gegen die «unrechtmässige Veranstaltung» vorzugehen.

Am Montagabend hatte die bürgerliche Mehrheit des Nationalrats mit 109 zu 83 Stimmen für einen Ordnungsantrag aus der Feder von SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi zugestimmt. Darin wurden die Berner Behörden aufgefordert, den Bundesplatz bis am Dienstagmorgen um 8 Uhr zu räumen.

Der Berner Gemeinderat suchte zunächst den Dialog mit Vertretern der Klima-Aktivisten. Diese liessen mehrere Ultimaten zur Räumung des Bundesplatzes verstreichen. In der Nacht auf Mittwoch erfolgte schliesslich die Räumung durch die Kantonspolizei Bern:

Die von der Verfassung garantierte Versammlungsfreiheit gilt während Sessionen auf dem Bundesplatz nicht. Das Kundgebungsreglement der Stadt Bern verbietet dort Demonstrationen, solange das Parlament tagt. Das Klimacamp fand unbewilligt statt.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

SVP

Ueli Bühler
schrieb am 25.09.2020 11:34
Herr Forgeron. SVP 55 Sitze, SP 39 Sitze, CVP BDP und EVP31 Sitze, Grüne 31, FDP 29 Sitze. Da nützt doch alles schönreden nichts. Die SVP hat auch wenn sie an stärke verloren haben die Wahlen mit einem gewaltigen Vorsprung gewonnen. Wenn man die FDP als eher rechts bezeichnet was wohl auch so ist. Dann nützt alles schön Reden leider nichts. Sie meinen also 1/ 4 der Bevölkerung sind alles Dumpfbacken weil sie diese Partei gewählt haben? Ich will damit nur sagen die SVP ist nach wie vor zusammen mit der eher Rechten FDP eine nicht zu unterschätzende Kraft in unserem Land. Ich habe die SVP nicht gewählt. Aber Leute wie die Arbeitslose Frau die immer meint meine Kommentare hinterfragen zu müssen. Sollten sich mal Fragen warum sie dies tun.

@Marc Forgeron

B. Hofer
schrieb am 25.09.2020 09:01
Genau so ist es. Nur wird für Herr Bühler das Glas trotzdem ganz voll sein, obwohl es mehr als halb leer ist. Und er ist ja auch nicht Parteimitglied er kennt nur Herr Glarner und hat schon mit ihm «gespröchlet» - wahrscheinlich als Corona-Rebell auch «maskenlos» herzlich umarmt. Aber das interessiert ja niemand - imfau!;-)

Rechenbeispiel

Marc Forgeron
schrieb am 24.09.2020 18:34
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: 25% wählen SVP wie Herr Bühler sagt. Das heisst, 75% und somit die Mehrheit wählen eine andere Partei, ist doch auch ein Argument, oder nicht?

Wie Bitte?

Ueli Bühler
schrieb am 24.09.2020 14:51
Herr Buchwalder. Ich werde gerade wegen meiner nicht Mainstream Meinung angegriffen. Es werden auf meine Kommentare leider wegen den Fehlern und auf meine Person viele üble Kommentare hier in diesen Kommentaren gepostet. Nicht wegen meiner Meinung, sondern weil ich eine etwas andere Ansicht von den Dingen und den Corona-Massnahmen habe. Wenn Sie, wie Sie sagen, die Kommentare verfolgen sollten gerade Sie das gemerkt haben. Ich wurde in der Öffentlichkeit schon angegriffen weil ich in einen Laden ging. Ich wurde von B. Hofer als ein mee too Verbrecher hingestellt als ich meine 92 jährige Nachbarin in den arm nahm als sie weinte. Nein ich bin nicht gegen die Kritik von meiner Person. Meiner Meinung nach ist sie in Ordnung,

@ Gina

B. Hofer
schrieb am 24.09.2020 14:31
Frau Gina, dass Ihnen so ein Schnüggel wie der Glarner aus dem Herzen sprechen kann - das glaube ich ihnen. Bei mir ist es einfach das Gegenteil, wenn Sie wissen was ich meine! Aber jedemR das seine - imfau!;-)
P.S. Vorsicht Gina - hier taucht immer ein Herr auf, der behauptet nur «SEINE Meinung sei die richtige». Aber Sie können sicher zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden, gell!

Aber aber Herr Bühler

Matthias Buchwalter
schrieb am 24.09.2020 14:04
Sehr geehrter Herr Bühler.
Ihr Kommentar erstaunt massivst. Seit Wochen verfolge ich Ihre Beiträge in diesem Forum und gerade Sie sind es, welcher keine andere Meinung zulässt, sich bei jeder Kritik sofort angegriffen fühlt und penetrant auf den anderen herumhackt. Ich kenne Herrn Glarner und hatte viel mit ihm zu tun und er zeigt sich zwar privat als sozialen Menschen aber politisch ist er ein Lügner, Provokant, Populist, Rücksichtsloser, Narzisst und noch vieles negatives mehr. Er mag vielleicht vielen aus dem Herzen sprechen aber nur weil er Klischees bewusst bedient. Man schaue nur mal seine Facebook-Seite an. 100% Provokation und aller Rassismus seiner Gefolgsleute toleriert er brav womit er diesen auch unterstützt. Herr Glarner ist ein ganz gefährlicher Mensch und wird unterschätzt. Den Schaden, welcher er in der Gesellschaft anrichtet ist enorm und wir werden noch viel darunter zu leiden haben. Und gerade diejenige Gruppe von Menschen die ihn jetzt noch unterstützen, werden am Grössten darunter zu kämpfen haben.

Gefährlich

Ueli Bühler
schrieb am 24.09.2020 11:42
Gina. In diesen Kommentarseiten wird jeder der die SVP, oder ein Politiker der von dieser Partei, als brauchbare Menschen in diesem Land bezeichnet wird angegriffen. verspottet und verhöhnt. Alle Politiker und Wähler dieser Partei. Sind in den Augen von vielen Rechtsextrem oder eine niedere Art Menschen. Die Hofers Rons Kempis und wie sie alle heissen sind schon lange hier unterwegs und versuchen IHRE Meinung als die einzig richtige hier zu platzieren. Mich zu diskreditieren ist ein grosser Volkssport geworden. Das Dumme ist nur ich lasse mir nicht den Mund oder die Finger verbieten von solchen Proleten sowieso nicht. Und Sie sollten das auch nicht. Glarner ist ein höchst Integrer Charakter. Immerhin wählen 25 % die SVP.

Lasst de Glarner in Ruhe

Gina
schrieb am 24.09.2020 11:07
Leute wie Glarner ecken wohl überall an, sprechen mir persönlich aber aus dem Herzen.
Wieso darf man sich heute nicht mehr frei äussern und wird gleich als Rassist abgestempelt?
Ich hab Mühe damit, dass eine Doppelbürgerin wie Frau Arslan überhaupt politisieren darf. Sie soll sich entscheiden, entweder Schweiz oder Türkei.
Ebenso habe ich es satt von Linken unsere Schweiz zu zerstören.

Glarner und Bühler:)

B. Hofer
schrieb am 24.09.2020 10:35
Herr Bühler, nur weil SIE schon mal mit Glarner «gepläuderlet» haben, soll ER ein besserer Mensch sein? So einfach ist das leider nicht - imfau!;-)
P.S. Danke Kempi - klare Ansage!

Der Tag ist gerettet

Ueli Bühler
schrieb am 24.09.2020 08:08
Wie sagte der Dalai Lama: Der Friede kommt nicht von von Alla oder Buddha, sondern muss von den Menschen erschaffen werden. Dass ist übrigens ein Spruch aus" rette meinen Tag ". Mit Beschimpfungen und dem niedermachen von Mitmenschen wird dies aber nicht gelingen!

Rückmeldung zum Kommentar "Nationalrat Glarner"

Luki
schrieb am 24.09.2020 07:43
Kempi, you made my day!

War doch klar

Ueli Bühler
schrieb am 24.09.2020 07:38
Die Stimmung ist in unserem Land derart Negativ aufgeladen, dass sie langsam die Nerven verlieren. Ich habe schon persönlich mit Herrn Glarner gesprochen. Kempi hat wohl auch etwas die Nerven verloren. Diese Beurteilung steht weder Ihm noch anderen zu. In der Hitze des Gefechts könnte es auch nur ein Versprecher gewesen sein. Finden Sie nicht auch. KEMPI
Kontraproduktiv
Eingebildet
Masslos
Parteiisch
Innkompetent

Nationalrat Glarner

AP
schrieb am 23.09.2020 19:30
Der Herr Glarner gehört schon lange nicht mer in die Politik. Das einzigste was er kann ist provozieren und austeilen aber einstecken kann er nicht. Hier wäre nur eine Rücktritt angemessen

dito

A. Jost
schrieb am 23.09.2020 18:44
Lieber Kempi

Merkst du nicht, dass du gerade dasselbe wie Glarner rausgelassen hast - dich auf dasselbe Niveau runter liessest, dich gegenüber dir nicht passenden Menschen ebenso frech verhalten hast?

Nationalrat Glarner

Kempi
schrieb am 23.09.2020 16:24
Glarner =

Grosskotzig
Laut
Arrogant
Rücksichtslos
Narzisst
Ekelhaft
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