Angela und Laura Freda: Mit Fleiss und viel Herz bei der Sache

Geht es um ihre «Lieblingsbeschäftigung» Leichtathletik, sind Angela (links) und Laura Freda kaum zu bremsen. (Bilder: Pascal Kamber)
Stolz präsentieren Angela (links) und Laura Freda ihre neusten Medaillen-Gewinne.

Nur knapp sechs Wochen hatten die Schweizer Leichtathletinnen und -athleten in diesem Jahr Gelegenheit, unter Wettkampfbedingungen ihr Können zu zeigen. Die wegen der Coronapandemie arg zusammengekürzte Freiluft-Saison hielt Laura und Angela Freda aber nicht davon ab, Erfolge zu feiern. Am letzten Wochenende zündeten die beiden Schwestern aus Oftringen zum Saisonabschluss nochmals ein Feuerwerk. Beim Schweizer Final des Swiss Athletic Sprint (SAS) am Samstag in Interlaken gewann Angela Freda in der U14-Altersklasse über 60 m Silber.

Nachdem die 13-jährige Athletin des TV Zofingen Leichtathletik im Vorlauf mit 7,92 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufstellte, entschied sie auch den Halbfinal zu ihren Gunsten und musste sich erst im Final Jil Sanchez vom TSV Steinen geschlagen geben.

Noch besser lief es der drei Jahre älteren Laura Freda einen Tag später bei den Schweizer Staffel-Meisterschaften in Zug. Gemeinsam mit Valentina Rosamilia, Virginia Tan und Joana Fiore schnappte sie sich in der U20-Kategorie im olympischen Staffel-Wettbewerb die Goldmedaille. Mit der Siegerzeit von 3:45,55 Minuten stellte das Quartett des BTV Aarau zudem einen Aargauer Kantonalrekord auf. «Erfolge wie diese sind sehr wichtig für uns», sagen die beiden Schwestern unisono.

Die Medaillen seien der Lohn für die harte Arbeit unter der Woche. «Das Training nimmt viel Zeit in Anspruch, aber mit den Medaillen kriegen wir etwas zurück für diesen Aufwand. Das motiviert», sagt Laura Freda, die 2016 ebenfalls im nationalen SAS-Final triumphiert und letztes Jahr bei der Hallen-SM in der Kategorie U16 Bronze im Weitsprung gewonnen hatte.

Ohne die Leichtathletik würde etwas fehlen
Seit die zwei Oftringerinnen im Alter von jeweils vier Jahren die ersten Leichtathletik-Schritte gemacht haben, ist ihre Trophäensammlung kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile hängen in beiden Zimmern rund 120 Medaillen. Die Auszeichnungen kommen nicht von ungefähr: Mindestens viermal pro Woche feilen Laura und Angela Freda, die Sprint, Weitsprung und Speerwurf als ihre Stärken bezeichnen, auf der Leichtathletikanlage an ihren Fähigkeiten.

Während Angela nach wie vor beim TV Zofingen LA trainiert, startet Laura seit dieser Saison für den BTV Aarau. Der angehenden medizinischen Praxisassistentin kommt entgegen, dass die Berufsschule nur wenige Meter entfernt vom Aarauer Schachen liegt. Viel Zeit für andere Freizeitbeschäftigungen bleiben ihr trotzdem nicht – was weder sie noch Angela stört. «Mir bedeutet die Leichtathletik alles, sie ist ein grosser Bestandteil meines Lebens», sagt Laura Freda, «ohne sie wäre ich nicht die Person, die ich heute bin.» Das erklärt auch ihre Leidenschaft für den Sport. «Wichtig ist, dass du etwas von Herzen gerne machst», sagt sie.

Vater Markus imponiert der Wille seiner Töchter, dranzubleiben und sich stets zu verbessern. «Ich muss sie nie dazu zwingen, ins Training zu gehen. Und am Wettkampf feuere ich sie an, mehr ist nicht nötig», sagt Freda, selber mehrfacher Medaillengewinner an Schweizer Handbike-Meisterschaften. Angela und Laura sind froh um die Unterstützung ihrer Eltern. «Ohne die würde es definitiv nicht gehen», sagt die Oberstufen-Schülerin Angela.

Auch im Lockdown kam eine Pause nicht in Frage
Sogar während des Lockdowns im Frühling, als der Trainings- und Schulbetrieb wochenlang ruhten, war der Bewegungsdrang bei Angela und Laura Freda gross. Mit Trainingsplänen, Joggingrunden und familiären Tischtennis-Duellen versuchten sie sich fit zu halten. «Wir sahen das als Chance an, sonst haben wir nie so viel Zeit für die Leichtathletik», erklärt Laura Freda und schmunzelt.

Der Eifer hat sich bekanntlich ausbezahlt. Ein Ende der Erfolgsserie scheint nicht in Sicht: Weil coronabedingt heuer kein Schweizer Final des UBS Kids Cup stattfindet, werden die Führenden der nationalen Bestenliste ausgezeichnet. Angela Freda liegt in der Kategorie W13 kurz vor Meldeschluss an der Spitze und könnte somit nach 2016 demnächst ihren zweiten Kids-Cup-Sieg feiern.

Erfolgreiches Wochenende zum Abschluss
Das letzte Wettkampfwochenende bot nochmals viel Spannung und erfreuliche Resultate für den TV Zofingen Leichtathletik. In Interlaken wurden beim Schweizer Final des Swiss Athletics Sprint die schnellsten Nachwuchssprinter des Jahres erkoren. Je zwei TVZLA-Athletinnen und -Athleten qualifizierten sich als Schnellste des Kanton Aargau für den nationalen Final. Fionn Bolliger, Titelverteidiger von 2019, schlug sich durchs Band in seiner Kategorie M14 am besten und darf sich mit einer Zeit von 9,44 Sekunden über 80 m im Finallauf erneut als schnellster Schweizer in dieser Altersklasse bezeichnen. Bei den U13 schaffte es Robin Chukwu mit 7,75 Sekunden über 60 m bis in den Halbfinal. Bei den U11-Mädchen erreichte Emilia Chukwu mit 8,68 Sekunden ebenfalls den Halbfinal. In Zug bei den Schweizer Staffel-Meisterschaften sorgten die Zofinger U16-Männer für den nächsten Erfolg: Die 5x80-m-Staffel mit Jonathan Bolliger, Justin Frei, Lionel Brügger, Fionn Bolliger, Alexis Hirsiger und Jonas Neeser als Ersatzläufer gewann in 44,74 Sekunden Silber. Nur der TV Länggasse Bern war 13 Hundertstelsekunden schneller unterwegs, dies trotz Alexis Hirsigers starker Aufholjagd. Im Stadion Trinermatten in Zofingen wurden die Schweizer Vereinsmeisterschaft (SVM) und der UBS Kids Cup – beides als vereinsinterne Anlässe – als letzte Wettkämpfe dieser Saison ausgetragen. Zahlreiche Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren des TVZLA gingen an den Start und übten sich im Sprint, Weit- und Hochsprung, Speer, Ballwurf und den Staffelläufen. Die Teilnehmenden konnten so nochmals ihr Können unter Beweis stellen. Beim UBS Kids Cup siegte Ennio Schlaffer in der Kategorie M8, im aargauischen Klassement landete er damit auf Rang sechs. Adigüzel Ceylin (W7) war bei den W7 ebenfalls die Beste und belegte mit 747 Punkten den schweizweit sechsten Rang. Bei der SVM erzielte die U14-5x-Frei-Staffel um Elia Wildhaber, Sandro Ruckstuhl, David Brügger, Noah und Niklas Bolliger mit 55,26 Sekunden die drittbeste Schweizer Zeit. Im Hochsprung übersprang Tobias Neeser 1,80 m und verbesserte seine persönliche Bestleistung um fünf cm. Valerija Meier platzierte sich mit 10,85 m im Ballwurf im Schweizer Klassement auf dem siebten Rang. Nun verabschiedet sich der TVZLA-Nachwuchs in die Winterpause, um 2021 mit frischer Energie an die starken Leistungen anzuknüpfen. (nhe)

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